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IPPNW ATOM-ENERGIE-NEWSLETTER

ATOM-Energie-Newsletter vom 11. März 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

9 Jahre nach Beginn der Atomkatastrophe von Fukushima lädt Japan die Welt ein, die fröhlichen und ausgelassenen olympischen Sommerspiele in Tokio zu bestaunen. Während in Tokio Weltrekorde gebrochen werden, müssen sich allerdings 250 km weiter nördlich Menschen Sorgen machen über Krebserkrankungen, radioaktive Hotspots, die Belastung von Grundwasser und das Risiko erneuter Freisetzungen aus den instabilen Kraftwerksruinen.

Das Leben in großen Teilen Fukushimas ist weiterhin nicht normal - auch wenn die japanische Regierung dies gerne nach außen projizieren würde. Die Olympischen Spiele dürfen nicht als Ablenkung von dem Schicksal der betroffenen Menschen dienen, sie müssen vielmehr Anlass sein, genau hin zu schauen und den Menschen in ihrer Situation zu helfen - mit belastbaren Informationen, medizinischen Studien, die nicht wirtschaftlichen und politischen Interessen untergeordnet sind und Unterstützung für all diejenigen, die beschließen, nicht mehr in den verstrahlten Gebieten leben zu wollen.

Dieser Newsletter befasst sich schwerpunktmäßig mit der Situation in Japan - 9 Jahre nach Beginn der Atomkatastrophe.

Wie immer freuen wir uns, von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Alex Rosen
Co-Vorsitzender der deutschen Sektion der IPPNW

Schilddrüsenkrebs in Fukushima nach neun Jahren

Am 13. Februar 2020 wurden in Fukushima die neuen Daten der Schilddrüsenstudie vorgestellt. Aktuell läuft bereits die vierte Runde der Reihenuntersuchungen und neben weiter steigenden Zahlen an Schilddrüsenkrebs-Neuerkrankungen werden vor allem drei Trends immer deutlicher, die die Atomindustrie und die Regierung in Japan lieber nicht bekannt werden lassen würden...

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Olympia-Show in der Sperrzone

Protestaktion vor dem Sitz des Olympischen Komittees in Lausanne am 26.02.2020, Foto: Ch. Chammartin
Protestaktion vor dem Sitz des Olympischen Komittees in Lausanne am 26.02.2020, Foto: Ch. Chammartin

Geht es nach dem Internationalen Olympischen Komitee und der japanischen Regierung, soll der Olympische Fackellauf am 26. März quer durch die Sperrzone rund um die havarierten Atomreaktoren von Fukushima führen, radioaktiven Hotspots und internationalen Petitionen und Demonstrationen zum Trotz. Wie gefährlich sind diese Pläne - für die Athlet*innen, und für die Region als ganzes?


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Radioaktives Cäsium in der Bucht von Tokio

Olympische Austragungsorte rund um die Bucht von Tokio. Grafik: www.2020games
Olympische Austragungsorte rund um die Bucht von Tokio. Grafik: www.2020games.metro.tokyo.lg.jp

Die olympischen Ruder- und Kanu-Meisterschaften sollen im Sommer in der Bucht von Tokio stattfinden. Angesichts der anhaltenden Atomkatastrophe von Fukushima und der radioaktiven Kontamination großer Teile des Landes mit strahlenden Partikeln wie Cäsium-137 stellen viele die Frage, wie es mit der Strahlenbelastung der Bucht von Tokio aussieht. Eine Studie aus dem Jahr 2018 untersuchte genau diese Frage und kam zu Ergebnissen, die aufhorchen lassen.

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Aus den Augen, aus dem Sinn

IAEO-Inspektion in Fukushima Dai-ichi am 7. November 2018 vor den Wassertanks, Foto: Tepco
IAEO-Inspektion in Fukushima Dai-ichi am 7. November 2018 vor den Wassertanks, Foto: Tepco

Ende Januar empfahl eine Arbeitsgruppe der japanischen Regierung, 1,2 Millionen Tonnen radioaktives Wasser in den Pazifischen Ozean zu leiten. Die japanische Regierung und die Betreiberfirma TEPCO geben vor, dass von dem Wasser keine Gefahr für Umwelt und Gesundheit ausgehen. Doch stimmt das wirklich? Welche radioaktiven Stoffe befinden sich weiterhin in den Wassertanks? Eine Analyse von TEPCOs eigenen Daten gibt Aufschluss darüber - und beunruhigt.

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Gelungene Öffentlichkeitsarbeit

Während in Japan die Vorbereitungen auf die Olympischen Sommerspiele laufen, machen sich hierzulande viele Menschen Gedanken, wie man auf den Irrsinn reagieren kann, einen olympischen Fackellauf durch verstrahlte Gebiete abzuhalten oder olympische Wettkämpfe 50 km vom Ort eines Super-GAUs entfernt, an dem weiterhin instabile Reaktoren stehen.

Die IPPNW Regionalgruppe Herford rund um den renommierten Kinderarzt und Strahlenexperten Dr. Winfrid Eisenberg betreibt seit Jahren eine hervorragende Öffentlichkeitsarbeit mithilfe einer Großleinwand mitten in der Stadt. Anlässlich der nahenden "Radioaktiven Olympischen Spiele" wird zur Zeit auf dieser Leinwand ein großes Plakat gezeigt mit folgenden provokanten Schriftzügen:

  • "Fukushima ist nicht vorbei"

  • "Fackellauf durch verstrahlte Gebiete"

  • "Kernschmelze nicht unter Kontrolle"

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Anzeige in der Süddeutsche Zeitung

"9 Jahre nach Fukushima, 34 Jahre nach Tschernobyl - Die Olympischen Spiele dürfen nicht politische missbraucht werden", so die Überschrift einer ganzseitige Anzeige in der Süddeutschen Zeitung. Mehr als 2.000 Ärzt*innen und Unterstützer*innen der IPPNW warnen vor der Verharmlosung der Atomkatastrophe und vor einer "Wiederbelebung der Atomenergie".

 

Hier finden Sie die Anzeige online.

 

 

 

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Keine Olympischen Wettkämpfe in radioaktiv kontaminierten Regionen

Unterzeichnen Sie noch heute unsere Petition. Noch ist es nicht zu spät, eine Verlegung des Olymischen Fackellaufs und der geplanten Wettkämpfe aus der Präfektur Fukushima zu erwirken.

Petition online unterzeichnen

 

 

 

 

 

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Helfen Sie mit

Abschließend hätten wir noch folgende Bitte: Leiten Sie diesen ATOM-Energie-Newsletter an Interessierte weiter. Und: Der Newsletter kann kostenlos abonniert werden, über dieses Formular.

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