Schlechte Darstellung im Email-Programm? Im Browser aufrufen.

IPPNW

Fukushima-Newsletter vom 11.04.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

am 26. April 1986 explodierte das AKW Tschernobyl. Hunderttausende leiden bis heute unter den gesundheitlichen Folgen. Zum 27. Jahrestag des Super-GAU wird es am 21. April 2013 zwei große Anti-Atom-Demonstrationen an den Atomkraftwerken Brokdorf und Grafenrheinfeld geben. Die IPPNW unterstützt beide Aktionen. Demonstrieren Sie mit und fordern Sie die Stilllegung der Atomkraftwerke.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

In Japan 22.000 - 66.000 Krebserkrankungen zu erwarten

Konzentration von Cäsium-137 in den Böden Japans (Bq/kg) infolge der Atomkatastrophe von Fukushima.

Die IPPNW hat eine Analyse zu den Folgen von Fukushima vorgelegt, um die politischen Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Reports von WHO und IPPNW zu informieren, die nur auf den ersten Blick völlig widersprüchlich erscheinen. Ein Hintergrundpapier der IPPNW-Autoren Henrik Paulitz, Winfrid Eisenberg und Reinhold Thiel erläutert, wie die gewählten Ausgangsdaten und Grundannahmen zu unterschiedlichen Ergebnissen bei den zu erwartenden Krebserkrankungen in Japan führen. Die Analyse zeigt, dass unter Verwendung der Daten und Annahmen der Weltgesundheitsorganisation WHO mit rund 22.000 Krebserkrankungen zu rechnen ist. Werden die Annahmen nach dem Stand der Wissenschaft realitätsnäher gewählt, so ergeben sich auf der Grundlage der WHO-Daten 66.000 zu befürchtende Krebserkrankungen. mehr

Weiterhin Tschernobyl-Radiocäsium in Heidelbeermarmelade

Weiterhin Tschernobyl-Radiocäsium in Heidelbeermarmelade, Foto: Bürgermessstelle Yokohama

Die Bürgermessstelle Yokohama in Japan hat in Heidelbeermarmelade der deutschen Marke Schwartau eine radioaktive Kontamination von 22,2±4,6 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm gemessen. Cäsium-134 war nicht enthalten. Es handelt sich um „Schwartau Extra Blueberry Jam“, Mindesthaltbarkeitsdatum 26.6.2014, im 340 Gramm-Glas mit der Herkunftsbezeichnung „Deutschland“. Das Herstelleretikett des Produkts war in englischer und griechischer Sprache beschriftet. Die Abwesenheit von Cäsium-134 lässt darauf schließen, dass die darin verarbeiteten Heidelbeeren aus Gebieten stammen, die durch den Tschernobyl-Fallout kontaminiert sind. Cäsium-137 aus der Katastrophe von Tschernobyl hat 27 Jahre danach noch nicht einmal seine erste Halbwertzeit erreicht.

Die Technik vom Ende her denken

Havarierter Reaktor in Fukushima-Daiichi.

„Mit eigenen Augen sehen, selbst denken, selbst entscheiden und initiativ handeln“ – dazu forderte Professor Dr. Yôtarô Hatamura als Lehre aus der Atomkatastrophe von Fukushima Daiichi für die Zukunft auf: „Initiativ und aktiv handelnde Individuen werden gebraucht.“ Anlässlich des 2. Jahrestages der Katastrophe von Fukushima in Japan hatten die Japanische Botschaft in Deutschland, das Japanische Kulturinstitut Köln und die Technische Universität Berlin unter Mitwirkung des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin zum 11. März 2013 in das japanische Botschaftsgebäude im Berliner Tiergarten eingeladen.

Den ausführlichen Artikel von Thomas Dersee finden Sie im aktuellen Strahlentelex Nr. 630-631/2013. Bestellen Sie ein Probeexemplar.

Ortsdosisleistungen von Fukushima

Das japanische Amt für Wissenschaft und Technik dokumentiert Radioaktivitätsmessungen in Japan.

Das japanische Amt für Wissenschaft und Technik (Kagaku gijutsu cho) dokumentiert Radioaktivitätsmessungen in Japan. Der 35. Band seiner Ergebnissammlungen befindet sich auch in der Staatsbibliothek zu Berlin. Er enthält unter anderem die Ergebnisse monatlicher Messungen der Ortsdosisleistungen von April 1993 bis März 1994 sowie das Mittel der drei Jahre zuvor für die Präfekturen Japans. Strahlentelex hat diese Ergebnisse zusammengestellt, sie können unter www.strahlentelex.de/Ortsdosisleistungen_in_Japan_1993-94.pdf abgerufen werden.