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Newsletter der IPPNW | Fukushima-Newsletter vom 11.11.2013

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IPPNW

Fukushima-Newsletter vom 11.11.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

lange Zeit hat die japanische Regierung beschwichtigt und den Fukushima-Opfern falsche Hoffnungen gemacht. Nun hat der Generalsekretär der Liberaldemokraten, Shigeru Ishiba, zugegeben, dass eine Rückkehr aller Flüchtlinge der Atomkatastrophe von Fukushima in ihre Heimat kaum möglich sei. Die Regierung müsse die Gebiete nennen, die wegen der radioaktiven Verseuchung niemals mehr bewohnbar sein würden, forderte er. Die IPPNW hat auf einer Pressekonferenz am 25. Oktober 2013 in Berlin darauf hingewiesen, dass die gesundheitlichen Folgen der Fukushima-Katastrophe systematisch unterschätzt und heruntergespielt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Ärzte: UN verharmlosen Fukushima-Unfall

Schilddrüsenuntersuchung bei einem japanischen Mädchen. Foto: Ian Thomas Ash

Der am 25. Oktober 2013 vorgelegte Bericht des Komitees der Vereinten Nationen für die Folgen von Strahlung (UNSCEAR) verharmlost systematisch das wahre Ausmaß der gesundheitlichen Folgen der Fukushima-Katastrophe. Es handelt sich um eine gezielte Missinformation der Öffentlichkeit. Das kritisieren IPPNW-Ärzte aus Deutschland, den USA, Schweiz, Frankreich, Italien, Nigeria, Malaysia, Ägypten und den Niederlanden in ihrer Analyse des Berichts. mehr

Bürgerinitiative im Kampf gegen radioaktive Verseuchung

Hidehiko Ishimori misst die Ortsdosisleistung und nimmt eine Erdprobe. Foto: Chiisaki Hana

Im März 2011 wurde ein großer Bereich in Nordostjapan bei der Atomkatastrophe von Fukushima radioaktiv verseucht. Die Messstelle „Chii-saki Hana“ befindet sich in der Präfektur Miyagi, der nördlich gelegenen Nachbarpräfektur Fukushimas. Auch jene ist großflächig radioaktiv belastet. Es gibt viele "Hotspots" und Stellen, die noch dekontaminiert werden müssen.

Japan will Weitergabe von "bestimmten Geheimnissen" stärker bestrafen

Shinzo Abe, Ministerpräsident Japans, Foto: wikimedia

Die japanische Regierung hat am 25. Oktober 2013 einen Gesetzentwurf gegen den Verrat von Staatsgeheimnissen auf den Weg gebracht, mit dem die Presse- und Informationsfreiheit massiv eingeschränkt werden soll. Der Gesetzesvorlage zufolge, die das Kabinett des nationalkonservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe verabschiedete, soll die Weitergabe von nicht näher definierten „bestimmten Geheimnissen“ zum Schutz der nationalen Sicherheit durch Beamte, Abgeordnete oder andere Personen mit bis zu 10 Jahren Freiheitsentzug bestraft werden. Weil die Formulierungen in dem Gesetz vage gehalten sind und die Behörden selbst festlegen können, was diese „bestimmten Geheimnisse“ sein sollen, sehen Kritiker darin einen massiven Eingriff in die Presse- und Informationsfreiheit der Bürger.

Yamashita verhinderte die Verteilung von Jodtabletten

Der ehemalige Direktor der Fukushima Medical University Professor Shunichi Yamashita

Der ehemalige Direktor der Fukushima Medical University Professor Shunichi Yamashita hat die Verteilung von Jodtabletten an die betroffene Bevölkerung verhindert. Das berichtete die japanische Tageszeitung Asahi Shimbun Anfang November. Am 18. März 2011 habe er in einer Präsentation vor 300 Mitarbeitern der Fukushima Medical University behauptet, dass die Verabreichung von Jodtabletten nicht notwendig sei. Die Prävention von Schilddrüsenkrebs durch die Vergabe von stabilem Jod sei ein Missverständnis. Zudem würden die Schilddrüsen von Japanern nur 15-25 % radioaktives Jod absorbieren, während es in Weißrussland 40 bis 50 % gewesen seien. Es sei zweitens zu erwarten, dass die radioaktive Strahlung in der 20-Kilometer-Zone und in der 30-Kilometer-Zone um das havarierte Atomkraftwerk unter 1 mSv pro Jahr liege. Die Mitarbeiter der medizinischen Universität dagegen hatten in der Zeit zwischen dem 12. und 15. März 2011 Jodtabletten erhalten.