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Newsletter der IPPNW | Fukushima-Newsletter vom 11.04.2012

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IPPNW

Fukushima-Newsletter vom 11.4.2012

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

eine neue in der Fachzeitschrift „Environmental Science & Technology“ veröffentlichte Studie belegt, dass radioaktive Partikel nach der atomaren Katastrophe von Fukushima bis an die kalifornische US-Küste gelangten. Wie die „Los Angeles Times“ berichtet, wurde dort bereits ein Monat nach der Katastrophe radioaktives Jod in Proben von Riesen-Seetang nachgewiesen. Laut der Studie war die im Seetang festgestellte Menge an radioaktivem Jod signifikant höher als bei Messungen, die vor dem Unglück vorgenommen worden waren. In dem getrockneten Tang wurde ein Höchstwert von 2.500 Becquerel pro Kilogramm gemessen.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Ein Jahr nach Fukushima – eine Bilanz aus Sicht der Strahlenschutzkommission

Foto: Giovanni Verlini / IAEA

Bisher habe es noch keine Todesopfer durch Strahlung aus der Reaktorkatastrophe von Fukushima in Japan gegeben. Und: Der Natur dort werde es später einmal wieder prächtig und besser als zuvor gehen, wenn der Mensch sie notgedrungen wegen zu hoher radioaktiver Verstrahlung längere Zeit in Ruhe lassen muss. Das festzustellen war Professor Dr. Wolfgang-Ulrich Müller vom Institut für Strahlenbiologie am Universitätsklinikum Essen am Ende der diesjährigen Jahrestagung der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK) wichtig. Sie hat vom 14. bis 16. März 2012 in Hamburg stattgefunden und stand unter dem Themenschwerpunkt „Ein Jahr nach Fukushima – eine erste Bilanz aus der Sicht der Strahlenschutzkommission“. Erst an zweiter Stelle wendete sich die SSK der zentralen Fragestellung zu, nämlich der Frage nach den Folgen und Spätschäden der Katastrophe. Thomas Dersee kritisiert im aktuellen Strahlentelex, dass bei der SSK stets der Subtext mitklinge, "alles sei nur halb so schlimm gewesen."

Folgen der Atomkatastrophe für Natur, Gesellschaft und Gesundheit

Die Folgen der Atomkatastrophe in Japan für Natur, Gesellschaft und Gesundheit sind Thema einer Vortragsveranstaltung mit dem japanischen Journalisten Takashi Uesugi und dem Präsidenten der Gesellschaft für Strahlenschutz, Dr. Sebastian Pflugbeil. Dazu laden die deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), das Deutsch-Japanische Friedensforum Berlin und die Gesellschaft für Strahlenschutz für Freitag, den 13. April 2012 um 19 Uhr in das Ökumenisches Zentrum für Umwelt-, Friedens- und Eine-Welt-Arbeit in der Wilmersdorfer Str. 163 in 10585 Berlin ein. Der Eintritt ist frei. Am Samstag, 14. April 2012 spricht Takashi Uesugi im Haus der Kirche in Herford.

EU verschärft Grenzwert-Chaos beim Strahlenschutz

Foto: foodwatch

Die chaotische, widersprüchliche und gesundheitsgefährdende Grenzwertpolitik bei der Strahlenbelastung von Lebensmitteln in Europa kritisiert die Verbraucherorganisation foodwatch. Während Japan einen richtigen Schritt vollzieht und die Grenzwerte für radioaktiv belastete Lebensmittel wie bereits berichtet zum 1. April 2012 drastisch verschärft, übernimmt die Europäische Union (EU) diese neuen Werte zwar für Importe aus Japan, lässt bei Lebensmitteln aus der EU und den von Tschernobyl betroffenen Regionen jedoch ohne Not erheblich höhere Belastungen zu. Mehr auf der Foodwatch-Homepage

  •  Report „Kalkulierter Strahlentod“: Die Grenzwerte für radioaktiv verstrahlte Lebensmittel in EU und Japan (foodwatch und IPPNW) (pdf-Datei)

48 unabhängige Messstellen wurden bisher in Japan aufgebaut

In einer Reportage für die japanische Zeitschrift "Sekai" (April 2012) berichtet der Journalist Toshiya Morita über die Einrichtung von Radioaktivitätsmessstellen in Bürgerhand in ganz Japan. Nach dem Reaktorunfall von Fukushima, so Morita, sahen sich die Bürger größtenteils in einer Lage, in der von der Regierung kein Schutz und nur unzureichende Informationen zu erwarten waren. Auch der überwiegende Teil der Massenmedien versagte. Während in der Präfektur Fukushima, in Teilen der Präfekturen Iwate und Miyagi sowie in der Kanto-Region die Strahlung anstieg, wusste man nicht, was nun eigentlich zu tun sei. Aus dem Strahlentelex Nr. 606/607, 5. April 2012

Japan ohne Atomstrom

Seit dem 19. März 2012 erzeugt in Japan nur noch ein Atomkraftwerk Strom. Die Fukushima-Betreibergesellschaft Tepco betreibt noch das AKW Kashiwazak-Kariwa in Niigata, im dem jetzt der Block 6 zur regulären Wartung heruntergefahren wurde. Damit läuft keines der AKW von Tepco mehr. Es ist geplant, am 5. Mai 2012 das letzte noch in Betrieb befindliche japanische AKW Tomari auf der nördlichen Insel Hokkaido zu Wartungsarbeiten herunterzufahren. Dann läuft in Japan bis auf weiteres kein einziges AKW mehr.