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Newsletter der IPPNW | Fukushima-Newsletter vom 11.11.2015

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Fukushima-Newsletter vom 11.11.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

erstmals hat die japanische Regierung einem in Fukushima eingesetzten, an Leukämie erkrankten Arbeiter bestätigt, dass der Krebs eine Folge der Strahlenbelastung an dem Katastrophenreaktor war. Aber vielen weiteren Erkrankten bleibt die Anerkennung als Strahlenopfer bislang verwehrt. Wohl um sich vor Regressansprüchen zu schützen. Derweil macht ein Abkommen zwischen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) und der Präfektur Fukushima aus dem Jahr 2012 Schlagzeilen, welches die Schilddrüsenkrebsstudie der Medizinischen Universität Fukushima beeinflussen könnte. Eine Debatte über die Einflussnahme der atomfreundlichen IAEO auf die Universität in Fukushima erscheint dringend notwendig. Wir hoffen, mit diesem Newsletter erneut hilfreiche Zusammenfassungen der wichtigsten Nachrichten aus Japan zu liefern und freuen uns wie immer über ihre Rückmeldungen, Fragen und Vorschläge für weitere Themen.

Mit freundlichen Grüßen

Henrik Paulitz und Dr. Alex Rosen

Regierung bestätigt Krebserkrankung durch Fukushima-Katastrophe

Tepco-Arbeiter wird auf radioaktive Kontamination  überprüft. Foto: Tepco

Viereinhalb Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima hat die japanische Regierung erstmals offiziell bestätigt, dass ein früherer Angestellter des Kraftwerks aufgrund der radioaktiven Strahlung nach der Kernschmelze an Krebs erkrankt ist. „Der Fall erfüllt die Kriterien“, sagte ein Vertreter des Gesundheitsministeriums an diesem Dienstag in Tokio -  andere Krankheitsursachen könnten ausgeschlossen werden. Bei dem Mann, der nach der Havarie im Jahr 2011 in dem Atomkraftwerk gearbeitet habe, sei Leukämie diagnostiziert worden. Der frühere Angestellte, der Medienberichten zufolge 41 Jahre alt ist, wird nach Angaben des Ministeriums finanziell entschädigt. Mehr

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Einflussnahme der IAEO auf die Schilddrüsenkrebsstudie in Fukushima?

Japanische Mutter und Sohn studieren das Ergebnis des Schilddrüsenscreenings. Foto: Ian Thomas Ash

Am 15. Dezember 2012 hatte die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) mit der Präfektur Fukushima ein „Memorandum of Cooperation“ unterzeichnet. Eine von zwei „Technischen Vereinbarungen“ im Rahmen dieser Kooperation betrifft die Zusammenarbeit zwischen der „Fukushima Medical University“ und der IAEO im Bereich der Gesundheitsfolgen der Atomkatastrophe von Fukushima.Konkret wurde u.a. vereinbart, dass die IAEO die Universität bei der Durchführung der „Fukushima Health Management Survey“ (FHMS) „unterstützt“. Der FHMS besteht aus einer Basisuntersuchung und aus vier detaillierten Studien, darunter Ultraschall-Untersuchungen kindlicher Schilddrüsen in Fukushima. Die IAEO, die die weltweite Förderung der Atomenergie als ihr Organisationsziel angibt, ist insofern unmittelbar an der Schilddrüsenkrebsstudie der Universität beteiligt. Das wirft Fragen hinsichtlich der Unabhängigkeit und Objektivität der Ergebnisse auf. Mehr

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Ehemaliger japanischer Premierminister: “Göttliche Fügung” hat Tokio gerettet

Unit 2 des Atomkraftwerks Fukushima Dai-ichi nach dem Super-GAU, Foto: Tepco

Der japanische Premierminister zum Zeitpunkt des Super-GAU von Fukushima, Naoto Kan, hat kürzlich in einem Interview mit dem Spiegel über die aufreibenden Tage im März 2011 gesprochen. “Nur um ein Haar” sei Japan einer noch viel schlimmeren Katastrophe entkommen – der radioaktiven Kontamination der Metropolregion Tokio mit über 50 Millionen Einwohnern. In den Tagen nach Beginn der Atomkatastrophe (dem 11. März 2011) wehte der Wind vor allem Richtung Osten, so dass ein Großteil des radioaktiven Niederschlags (schätzungsweise rund 80%) über dem Pazifik erfolgte. An einem einzigen Tag, dem 15. März 2011, kam der Wind von Südost, so dass sich bis heute eine Spur radioaktiver Kontamination mehr als 30 km nach Nordwesten bis zur Kleinstadt Iitate zieht. Ein einziger Tag mit Wind aus dem Norden in diesen Tagen hätte vermutlich große Teil der Metropolregion Tokio-Yokohama verstrahlt und zur Evakuierung der Stadt geführt. Ex-Premier Kan gibt zu, dies hätte “den Kollaps unseres Landes bedeutet” und macht “eine Reihe glücklicher Zufälle” und “göttliche Fügung” dafür verantwortlich, dass es nicht so weit gekommen ist. Er gibt an, dass er in den kritischen Stunden im März 2011 viele Informationen erst aus den Medien erfuhr – weder Tepco noch sein eigener Beamtenapparat konnten ihm mitteilen, was in den havarierten Reaktoren wirklich vor sich ging. Mehr

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