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Newsletter der IPPNW | ATOM-Energie-Newsletter vom 15.09.2016

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IPPNW

ATOM-Energie-Newsletter vom 15.09.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Stilllegung von Atomkraftwerken wirft zahlreiche Folgeprobleme auf. In Deutschland sollen Atomkraftwerke zurückgebaut werden. Ein großer Teil des gering radioaktiven Abriss-Materials soll einfach in den normalen Stoffkreislauf überführt werden. Dagegen regt sich viel Protest. Die IPPNW schlägt eine alternative Entsorgungsstrategie vor.

Auch in Japan drohen radioaktive Stoffe in die normale Abfallverwertung eingeschleust zu werden. Für strahlende Fukushima-Abfälle wurde kürzlich die Kennzeichnung „radioaktiv“ aufgehoben, um die „Entsorgung“ zu vereinfachen. Zugleich ringt Tepco in Fukushima mit der radioaktiven Verseuchung des Pazifiks - der „Eiswall“, mit dem das Grundwasser um das havarierte Atomkraftwerk herumgeleitet werden soll, weist Lücken auf.

Während in Deutschland die Atomindustrie gerade abgewickelt wird, ringen andere Länder weiterhin mit der Frage, ob Atomstrom künftig noch eine Rolle im Energiemix spielen soll. Künftig sollen ukrainische Atomkraftwerke mit Brennstäben aus dem Westen versorgt werden, statt aus Russland – ein riskantes Vorhaben. Mit einem neuen Atomkraftwerk im englischen  Hinkley Point will die Atomindustrie zudem den Eindruck vermitteln, es ginge mit der Atomenergie weiter wie bisher. Das Projekt steht nun vor dem Aus.

Mit freundlichen Grüßen

Henrik Paulitz und Dr. Alex Rosen

Alternative Stilllegungs-Strategie für deutsche Atomkraftwerke

AKW Grohnde. Foto (bearbeitet): Michael Gäbler/creativecommons.org/licenses/by/3.0

Die Atomindustrie möchte die deutschen Atomkraftwerke nach ihrer Stilllegung zurückbauen und den überwiegenden Teil der Abrissmaterialien u.a. per „Freigabe“ in den konventionellen Stoffkreislauf übergeben. Die Ärzteorganisation IPPNW hatte Anfang 2016 angeregt, eine alternative Stilllegungsstrategie zu prüfen: Ein auf Dauer angelegter Einschluss der Atomkraftwerke nach der Entnahme der schwach , mittel  und hochaktiven Stoffe und somit ein Verbleib des „Freigabe-Mülls“ am Standort. Ein Gutachten belegt nun, dass dies machbar ist und die Strahlenbelastung der Bevölkerung reduzieren würde. In Betracht kommt entweder ein Verbleib des Freigabe-Mülls in den Atomkraftwerks-Gebäuden oder in einem zu errichtenden Bunker am Standort. Weiterlesen ..

Dokumente:

    7,7 Tonnen Fukushima-Müll "nicht-radioaktiv"

    Lager für kontaminierte Erde. Foto: Patrick Schmidt

    Im Juli 2016 informierte die japanische Regierung die Stadt Chiba, dass für 7,7 Tonnen radioaktive Abfälle, die durch die Atomkatastrophe von Fukushima verursacht worden waren, die Kennzeichnung „radioaktiv“ aufgehoben wird. Bei dem strahlenden Müll handelt es sich vor allem um kontaminiertes Erdreich und Dekontaminationsabfälle. Die Entscheidung beruht darauf, dass die Cäsium-Radioaktivität mittlerweile unter den staatlichen Grenzwert von 8.000 Becquerel pro Kilogramm gefallen war. Zum Vergleich: normales oberflächliches Erdreich hat eine Cäium-Konzentration von 10-110 Becquerel pro Kilogramm. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima wurden im ganzen Land radioaktiv kontaminierte Flächen abgetragen und gemeinsam mit anderen verseuchte Materialien in großen Mengen zusammengetragen. Da Stauraum für den strahlenden Müll in der Präfektur Fukushima knapp wurde, begann man, ihn auch in andere Präfekturen zu transportieren. Chiba liegt ca. 200 Kilometer südlich von Fukushima, in der Nähe von Tokio. Weiterlesen ..

    Lücken im "Eiswall" von Fukushima

    Arbeiten am Eiswall. Foto: Tepco

    Mit einem gefrorenen Erdwall („Eiswall“) versucht der Betreiber Tepcodes havarierten Atomkraftwerks Fukushima, Tepco, das Grundwasser von der Anlage fernzuhalten und in den Ozean zu lenken, ohne dass es kontaminiert wird. Für das Projekt wurden bis Mai 2016 bereits 344 Millionen Euro (34,5 Mrd. Yen) an Steuergelder ausgegeben. Doch eine merkliche Entlastung scheint das Großvorhaben bislang nicht bewirkt zu haben – denn es gibt Lücken im Eiswall. Weiterlesen ..

    Atomenergie in Großbritannien vor dem Aus?

    Western End of Hinkley Point Nuclear Power Station, Richard Baker, Wikipedia, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/ (bearbeitet)

    Viel wurde in den letzten Wochen über die schädlichen Folgen der britischen Entscheidung geschrieben, die EU zu verlassen. Ein bislang wenig beachteter Aspekt des Brexit-Votums ist jedoch die Position der neuen britischen Regierung unter Theresa May zum Thema Atomenergie. Könnte sie möglicherweise das Ende der zivilen Atomenergie Nutzung in Großbritannien einleuten? Weiterlesen ..

    Der Kampf um die ukrainische Atomindustrie

    Chernobyl, Ukraine (Sept. 2010), Foto: Patrik Hermansson, http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de

    Man sollte meinen,  dass die Ukrainer nach dem Super-GAU von Tschernobyl ein gesundes Misstrauen ge-genüber den Versprechungen der Atomenergie entwickelt hätten. Leider scheint das nicht der Fall zu sein. Noch immer werden in dem von Krieg und Teilung gezeichneten Land 15 atomare Altmeiler an 4 Standorten betrieben. Nun könnten diese bald von Deutschland aus mit Uran-Brennstäben versorgt werden. Weiterlesen ..

    Ärzte warnen vor Wannsee-Reaktor

    Foto: http://www.atomreaktor-wannsee-dichtmachen.de

    Nur wenige Kilometer von Potsdam entfernt in Berlin-Wannsee steht ein atomarer Forschungsreaktor. Anfang September warnten Ärzte mit einer aufsehenerregenden Aktion vor den Gefahren des Meilers, der vom Helmholtz-Zentrum Berlin betrieben wird.

    Weiterlesen: