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Newsletter der IPPNW | ATOM-Energie-Newsletter vom 15.10.2016

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IPPNW

ATOM-Energie-Newsletter vom 15.10.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

Während die japanische Regierung die Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima weiter zu verschleiern versucht, werden in regelmäßigen Abständen wissenschaftliche Studien veröffentlicht, die jenseits aller politischer Einflussnahme Tatsachen präsentieren, die eine realistischere Einschätzung der Konsequenzen des mehrfachen Super-GAUs im Jahr 2011 zulassen.

So zeigen die kürzlich veröffentlichten Daten der Fukushima Medical University einen weiteren Anstieg an Schilddrüsenkrebsfällen bei den Kindern und Jugendlichen von Fukushima, während eine Aufarbeitung der japanischen Geburtsstatistiken eine erhöhte Perinatalsterblichkeit in den verstrahlten Präfekturen nahelegt. Diese neuen Forschungsergebnisse werden in diesem Newsletter vorgestellt.

Außerdem berichten wir über Trends der Atomindustrie. Während China weiterhin den Schwerpunkt eines gewissen Ausbaus der Atomenergie darstellt, geht es ansonsten mit der Atomenergie-Nutzung weltweit eher bergab.

Mit freundlichen Grüßen
Henrik Paulitz und Dr. Alex Rosen

Das Geschäft mit dem Krebs

Foto: Tepco

Der Umgang mit Betroffenen einer Katastrophe sagt viel mehr über eine Gesellschaft aus als statistische Daten wie Bruttosozialprodukt oder Wirtschaftswachstum. Seit 2011 werden die Schilddrüsen aller Bewohnern der Präfektur Fukushima, die zum Zeitpunkt des Super-GAUs von Fukushima unter 18 Jahre alt waren, regelmäßig auf Krebs- und Krebsvorstufen untersucht. Während die Kosten für Kinder unter 18 Jahren von der Regierung generell gedeckt werden, müssen die Familien diese zunächst für einige Zeit vorstrecken und bekommen sie erst mit einer Verzögerung zurück erstattet. Zudem wird im japanischen Gesundheitswesen generell verlangt, dass ab dem 18. Lebensjahr 30% aller medizinischen Behandlungskosten von den Patienten selbst getragen werden. Weiterlesen ..

    Fukushima nach 5 Jahren - neue Erkenntnisse zum Schilddrüsenkrebs

    Schilddrüsenuntersuchung

    Seit 2011 werden bei allen Bewohnern der Präfektur Fukushima, die zum Zeitpunkt des mehrfachen Super-GAUs im März 2011 jünger als 18 Jahre alt waren in zwei-jährlichen Abständen die Schilddrüsen untersucht. Während die Erstuntersuchungen zwischen Oktober 2011 und März 2014 liefen, erfolgten die Zweituntersuchungen von April 2014 bis April 2016 und die dritte Runde der Untersuchungen seit Mai 2016. Aus der dritten Untersuchungsrunde liegen bislang noch keine Ergebnisse vor, so dass sich die aktuelle Auswertung auf die Ergebnisse der ersten beiden Untersuchungsrunden beschränken muss. Weiterlesen ..

    Perinatalsterblichkeit in Japan nach Fukushima

    Arbeiten am Eiswall. Foto: Tepco

    In Japan wird Perinatalsterblichkeit als ein Todesfall zwischen der 22. Schwangerschaftswoche und dem 7. Tag nach Geburt definiert. Bei den 15,2 Millionen Geburten in Japan zwischen 2001 und 2014 wurden nach dieser Definition 69.171 perinatale Todesfälle registriert. Eine kürzlich veröffentlichte Studie von Scherb et al. untersuchte diese Statistik mit der Fragestellung, ob sich die Perinatalsterblichkeit in den Regionen, die nach 2011 von radioaktivem Niederschlag betroffen waren, signifikant von anderen japanischen Regionen unterscheidet. Weiterlesen ..

    China bleibt Schwerpunkt des Atomenergie-Ausbaus

    Western End of Hinkley Point Nuclear Power Station, Richard Baker, Wikipedia, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/ (bearbeitet)

    Der  aktuelle „World Nuclear Industry Status Report 2016“ beschreibt wieder einmal Zustand und Trends der Atomindustrie. Die Rolle der Atomenergie an der weltweiten Bruttostromerzeugung blieb in den vergangenen vier Jahren mit rund 11 Prozent praktisch unverändert. In 31 Ländern werden derzeit insgesamt 402 Atomkraftwerke betrieben. 2002 waren es noch 438 Anlagen. China bildet nach wie den Schwerpunkt eines gewissen Zubaus von Atomkraftwerken. 21 Kraftwerke sind dort offiziell in Bau. Bei fast allen Neubauprojekten weltweit kommt es zu jahrelangen Verzögerungen, zum Teil auch in China. Mit den zahlreichen „Dauerbaustellen“ versucht die Atomindustrie offensichtlich den Eindruck zu erwecken, als habe diese Technologie in vielen Ländern weiterhin eine Zukunft. Tatsächlich aber ist in vielen Staaten eine Abkehr von der Atomenergie-Nutzung erkennbar. Weiterlesen ..