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IPPNW ATOM-ENERGIE-NEWSLETTER

ATOM-Energie-Newsletter vom 16. Juli 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

In diesem Newsletter befassen wir uns unter anderem mit dem schleichenden Ende der Atomenergie in den USA und stellen Ihnen die neue Aufklärungskampagne der IPPNW zur Situation in Fukushima vor. Ein Gastbeitrag unserer Aachener IPPNW-Gruppe handelt vom Schutz für Schwangere und Kleinkindern bei Reaktorunfällen. Ein weiterer Beitrag befasst sich mit der Energiewende hierzulande und wirft die Frage auf, ob neue europäische Stromtrassen den Ausbau der Wind- und Solarenergie in Deutschland tatsächlich abpuffern können und ob die derzeitige Energiepolitik die Versorgungssicherheit gefährdet. Schließlich befassen wir uns in diesem Newsletter mit dem Gesetz zur Entschädigung der Atomkonzerne, denen der Atomausstieg im großen Stil vergoldet wird, und mit der Billigung von EU-Subventionen für ein zivil-militärisches Atomprojekt.

Mit freundlichen Grüßen

Henrik Paulitz und Dr. Alex Rosen

Ausgeträumt - Keine Renaissance der Atomenergie in den USA

By Photographer: Eric Evenson, USGS [Public domain], via Wikimedia Commons
By Photographer: Eric Evenson, USGS [Public domain], via Wikimedia Commons

Die USA sind weiterhin das mit Abstand wichtigste Land für die militärische und zivile Atomindustrie. Umso bemerkenswerter sind die neuesten Einschätzungen konservativer Analysten der Carnegie Mellon University, die ein schleichendes Ende der US-amerikanischen Atomenergieproduktion vorhersehen. Zwar produzieren die 99 US-Atomreaktoren aktuell noch rund 20% der Gesamtstrommenge der USA, doch dieser dürfte in der nahen Zukunft deutlich abnehmen. Die Gründe für den Niedergang sind überraschend. 

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- Ausgeträumt - Keine Renaissance der Atomenergie in den USA

 

 

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Mehr Schutz für Schwangere und Kleinkinder bei Reaktorunfällen

By Krish Dulal [CC BY-SA 3.0  (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons
By Krish Dulal [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons

Ein relevanter Schädigungsmechanismus des Genoms durch ionisierende Strahlung ist die Verursachung numerischer (Aneuploidie) und struktureller Chromosomen-Aberrationen. Als Pathomechanismus kommen Schädigungen der Spindelfasern und anderer Zellorganellen in Frage, welche an der geordneten Verteilung der Chromosomen auf die Tochterzellen in Mitose und Meiose beteiligt sind. Neuere Untersuchungen an verschiedensten menschlichen Zellen in Kultur belegen die Wirksamkeit dieses Pathomechanismus auch bei niedrigen Strahlendosen bis 10 mSv. Lesen Sie hier den Gastbeitrag von IPPNW-Mitgliedern Prof. Alfred Böcking, Dr. Wilfried Duisberg und Dr. Odette Klepper.

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- Mehr Schutz für Schwangere und Kleinkinder bei Reaktorunfällen

 

 

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Tokyo 2020 - Die radioaktivem Olympischen Spiele

Radioactive Olympics 2020 (c) Alex Rosen

Japan lädt die Sportler der Welt zu sich ein: 2020 sollen die Olympischen Spiele in Tokio stattfinden. Auch in der Hauptstadt der Präfektur Fukushima sind olympische Wettkämpfe geplant: Baseball und Softball-Spiele sollen in Fukushima Stadt ausgetragen werden – 50 km vom havarierten Atomkraftwerk Fukushima Dai-ichi entfernt. Anlässlich der Olympischen Spiele organisiert die IPPNW eine internationale Aufklärungskampagne zu den anhaltenden gesundheitlichen Folgen des mehrfachen Super-GAU in Fukushima und den Risiken der Atomenergie weltweit.


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- Tokyo 2020 - Die Radioaktiven Olympischen Spiele

 

 

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Neue Stromtrassen für den Import von Kohle- und Atomstrom

By Pixspot.de [CC BY-SA 4.0  (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons
By Pixspot.de [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

Grenzüberschreitende Stromtrassen, ein europäisches "Supernetz" soll die Energiewende auf die Zielgerade bringen. In Wirklichkeit konterkarieren Vorstellungen eines europaweiten Stromaustauschs die Wende hin zu erneuerbaren Energien. Stromimporte sind nichts anderes als Kohle- und Atomstrom durch die Hintertür. Ein Kohleausstieg in Deutschland ist nichts wert, wenn stattdessen Kohlestrom importiert wird. Es bedarf einer nüchternen Debatte über die notwendigen Back-Up-Systeme für die Wind- und Solarenergie zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit.

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- Neue Stromtrassen für den Import von Kohle- und Atomstrom

 

 

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Atomkonzerne erhalten Entschädigung in unbekannter Höhe

RWE, Essen. By Baikonur (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC BY-SA 2.0 de (http://creativecommons.org/licenses/b
RWE, Essen. By Baikonur (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC BY-SA 2.0 de (http://creativecommons.org/licenses/b

Vor der Bundestagswahl 2017 hatte die IPPNW vor hohen Entschädigungszahlungen an die Atomkonzerne gewarnt. Nun hat der Deutsche Bundestag eine Entschädigung für Atomkonzerne beschlossen. Das Bundesverfassungsgericht hatte für den Atomausstieg von 2011 lediglich eine „angemessene“ Entschädigung verlangt, nicht aber einen „vollen Wertersatz“ für entgangene Gewinne. Darauf hatte die IPPNW schon 2017 in einem Offenen Brief an die Parteivorsitzenden nachdrücklich hingewiesen. Dennoch könnten nun unnötig viele Steuergelder an die Atomindustrie ausgezahlt werden.

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- Atomkonzerne erhalten Entschädigung in unbekannter Höhe

 

 

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Europäischer Gerichtshof billigt Atom-Subventionen

By Cédric Puisney from Brussels, Belgium - IMG_0016.JPG, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34956513
By Cédric Puisney from Brussels, Belgium - IMG_0016.JPG, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34956513

Hinkley Point C in Großbritannien. Die EU-Kommission hatte die britischen "Beihilfen" für das Atomprojekt 2014 genehmigt. In der Klage Österreichs hieß es, alternative Energieformen seien förderungswürdig, nicht aber die Kernkraft. Außerdem sei die Förderung wettbewerbsverzerrend. Normalerweise würde ein Atomkraftwerk wie in Hinkley Point mit weniger als 10 Milliarden Euro schon sehr viel Geld kosten. Tatsächlich aber könnten Subventionen in der Höhe von 100 Milliarden Euro fließen. Vor diesem Hintergrund wird davon ausgegangen, dass das zivile Atomprojekt in Wirklichkeit der Quersubventionierung des britischen Atomwaffenprogramms dienen könnte.

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- Wirtschaftswoche: EuGH-Urteil - Subventionen für Atomindustrie sind rechtmäßig

- Militärische Motive bei Hinkley Point

- Hinkley Point C - Atomprojekt der besonderen Art

 

 

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