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IPPNW ATOM-ENERGIE-NEWSLETTER

ATOM-Energie-Newsletter vom 15. November 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

in der heutigen Zeit ist scheinbar jeder Tabubruch möglich: die Wiederbelebung einer offensiven Atomwaffen-Debatte hat inzwischen Auswirkungen auf die Argumentation zur Förderung der stromerzeugenden Atomenergie. Ein einflussreicher Atomlobbyist begründet die Nutzung der Atomenergie jetzt urplötzlich mit dem Interesse an Atomwaffen. Damit wird die jahrzehntelange "Atoms for Peace"-Propaganda auf dreiste Art und Weise ins Gegenteil verkehrt, frei nach dem Motto: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Auch die einst in die Mottenkiste gesteckten Thorium-Reaktoren avancieren nun in den Augen der Atomlobby zur Zukunftsperspektive. Unterdessen kommt die deutsche Reaktorsicherheitskommission (RSK) in einer Stellungnahme zum Ergebnis, die belgischen Atomkraftwerke Doel-3 und Tihange-2 seien angeblich sicher. Die schwierige Situation mit den atomaren Zwischenlagern veranlasste die Anti-Atom-Bewegung, mit einem Positionspapier umfangreich dazu Stellung zu nehmen. Für die IPPNW geht währenddessen ein langjähriges Klageverfahren zur Stilllegung des Atomkraftwerks Biblis B zu Ende. 

Mit freundlichen Grüßen

Henrik Paulitz und Dr. Alex Rosen

Kriege verhüten mit Atomenergie? - Der wundersame Strategiewechsel der Atomlobby

Foto: IPPNW
Foto: IPPNW

Seit Eisenhowers berüchtigter ‘Atoms for Peace‘ Rede von 1953 versuchte die Atomindustrie stets, jegliche Verbindung zwischen ziviler Atomenergie und militärischer Atomwaffen zu überdecken. Nun präsentiert ein prominenter Atomlobbyist plötzlich eine fundamental andere Argumentation für den Bau von Atomkraftwerken - zur Förderung des Atomwaffenbaus...

 

 

 

Weiterlesen:

- Kriege verhüten mit Atomenergie? - Der wundersame Strategiewechsel der Atomlobby
- Nuclear power lobbyist Michael Shellenberger learns to love the bomb
- Why nuclear energy is not an answer to global warning
- Militärische Motive bei Hinkley Point

 

 

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No2Tho

Thorium-Reaktor ORNL, Foto: ORNL [Public domain], via Wikimedia Commons
Thorium-Reaktor ORNL, Foto: ORNL [Public domain], via Wikimedia Commons

Ende Oktober 2018 fand in Brüssel eine Konferenz zu “Thorium-Energie” statt. Organisiert von der „Internationalen Thorium Energie Organisation“ bestand der Inhalt der Vorträge im Wesentlichen darin, die veraltete Thorium-Technologie wieder aufzuwärmen und als vermeintlich sichere Form der Atomenergie zu bewerben. Diesem Rückschritt in die 1950'er Jahre stellten sich zahlreiche europäische Umweltorganisationen entgegen...

 

 

Weiterlesen:

- No2Tho
- Erklärung "Nein zur Thorium-Kernenergie"
- Aktuelle Entwicklungen der Atomindustrie

 

 

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Risiko Tihange und Doel

Foto: Atomkraftwerk Tihange. By Maarten Sepp [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
Foto: Atomkraftwerk Tihange. By Maarten Sepp [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

„Deutsche Studie: Belgische AKW sind sicher“ - Mit dieser Schlagzeile auf der Titelseite überraschte die Aachener Nachrichten ihre Leser am 9. Juli 2018. Es geht um die beiden belgischen Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3. Bei ihnen wurden 2012 erstmalig Risse in Schmiederingen des Reaktordruckbehälters nachgewiesen. Bei weiteren Untersuchungen wurde 2015 eine deutlich höhere Anzahl von Rissen mit einer deutlich größeren Ausdehnung entdeckt. Die Stellungnahme der Reaktorsicherheitskommission zu den Pannenmeilern auf die sich die Aachener Nachrichten beruft, hat eine wesentliche Schwachstelle...

Weiterlesen:

- Risiko Tihange und Doel
- Kernkraftwerk Tihange deutlich gefährlicher als bisher angenommen
- Tihange-Doel-Radiation-Monitor Projekt
- Petitionen gegen die belgischen Rissereaktoren und gegen den Brennelementeexport
- Primärkreis-Leck in Doel-1

 

 

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Biblis-Klage der IPPNW in Kürze beendet

Pressekonferenz zur Biblis-Klage der IPPNW Foto: IPPNW
Pressekonferenz zur Biblis-Klage der IPPNW Foto: IPPNW

Nach rund 15 Jahren geht das Verfahren zur Stilllegung des Atomkraftwerkblocks Biblis B nun zu Ende. Viele Jahre lang stritt die IPPNW beim Hessischen Umweltministerium, vor Gericht und auch öffentlich für den Atomausstieg. Es wurden rechtliche und sicherheitstechnische Argumente vorgetragen, die ihre Wirkung hinterließen und nach Fukushima zum Atomausstiegsbeschluss mit beitrugen. Nachdem das Bundesverfassungsgericht Ende 2016 über den Atomausstieg entschied und der Gesetzgeber das Atomgesetz 2018 geändert hatte, kann auch die Biblis-Klage nun abgeschlossen werden. Anlässlich des bevorstehenden Endes dieses Prozesses veröffentlicht die IPPNW eine umfangreiche Dokumentation...

Weiterlesen:

- Dokumentation der Biblis-Klage
- Rückblick: Die Anfänge der Biblis-Klage
- Hintergrundinformationen zur Biblis-Klage
- Atomkonzerne erhalten Entschädigung in unbekannter Höhe
- Wortbruch der Atomkonzerne

 

 

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Positionspapier "Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle"

Zwischenlager am Atomkraftwerk Isar. By S8z11 (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons
Zwischenlager am Atomkraftwerk Isar. By S8z11 (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Das Atommüll-Problem spitzt sich zu, weil die Genehmigungen für die Zwischenlagerung des hoch-radioaktiven Atommülls in Hallen an der Erdoberfläche in einigen Jahren auslaufen werden, ohne dass dann ein Endlager zur Verfügung stehen wird. Die Atomkonzerne haben die Verantwortung für den Atommüll wie befürchtet auf Staat und Gesellschaft abgewälzt. Wie selbstverständlich wird jetzt davon ausgegangen, dass Genehmigungen verlängert und die Zwischenlagerung zu einer Langzeit- bzw. Dauerlagerung werden wird. Vor diesem Hintergrund hat die Anti-Atom-Bewegung nun ein Positionspapier zur Zwischenlagerung veröffentlicht, um die Sicherheit dieser Atommüll-Lagerung in hinreichendem Maße zu gewährleisten...

Weiterlesen:

- Positionspapier "Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle"
- Presseinformation "Konzept der Atommüll-Zwischenlagerung ist gescheitert"
- Thesen zum Umgang mit dem Atommüll
- Atomkonzerne entziehen sich Verantwortung für Atommüllentsorgung
- Endstation Zwischenlager
- Wortbruch der Atomkonzerne

 

 

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Abschließend hätten wir noch folgende Bitte: Leiten Sie diesen ATOM-Energie-Newsletter an Interessierte weiter. Und: Der Newsletter kann kostenlos abonniert werden, über dieses Formular.

 

 

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