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IPPNW ATOM-ENERGIE-NEWSLETTER

ATOM-Energie-Newsletter vom 15. Mai 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

in dieser Ausgabe unseres Atom-Energie-Newsletters berichten wir wieder einmal über eine breite Palette an Themen, diesmal über die Verwendung radioaktiver Isotope in der Medizin, über die Suche nach einem "Endlager" in der Schweiz und in Finnland, über die Auflockerung des Strahlenschutzes in der Schweiz sowie über ein neues Buch zur Atomkatastrophe von Tschernobyl. Wir hoffen, dass Sie die vielseitigen Themen auch weiterhin interessieren und freuen uns wie immer über Ihre Rückmeldungen, Fragen und Kommentare.

Mit freundlichen Grüßen

Henrik Paulitz und Dr. Alex Rosen

 

 

Schweiz schwächt den Strahlenschutz ab

Roland Zumbühl (Picswiss), Arlesheim (Commons:Picswiss project) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)]
Roland Zumbühl (Picswiss), Arlesheim (Commons:Picswiss project) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)]

Um die Atomkraftwerke länger laufen zu lassen, wurden in der Schweiz nun die Sicherheitsbestimmungen gelockert. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) setzte durch, dass Vorschriften zur Außerbetriebnahme von Atomkraftwerken bei Sicherheitsmängeln weitestgehend abgeschafft wurden. Für diesen riskanten Schritt dürfte vor allem ein altes AKW ausschlaggebend gewesen sein.

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- Schweiz schwächt den Strahlenschutz ab

 

 

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Medizinische Radiosotope - Wie weiter nach dem Atomausstieg?

Zyklotron für 70-MeV-Protonen, Baujahr 2008, Universität Nantes (Frankreich), Popocatomar [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]
Zyklotron für 70-MeV-Protonen, Baujahr 2008, Universität Nantes (Frankreich), Popocatomar [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Atomwaffen und Atomenergie sind zwei Seiten derselben Medaille. Diese Erkenntnis ist so alt wie sie wahr ist. Ohne Atomkraftwerke hätte man keine Atomwaffen herstellen können und ohne Atomwaffen hätte es keine Notwendigkeit für Atomkraftwerke gegeben. Die künstliche Trennung der Atomindustrie in einen militärischen und eine zivilen Ast ist in großen Teilen Augenwischerei, beruhen sie doch auf derselben Infrastruktur, derselben Finanzierungsgrundlage und derselben institutionellen Kontrolle. Gleichzeitig gibt es einen Bereich, der immer außen vor ist, wenn es um Kritik an der Atomindustrie geht: der medizinische Sektor.

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- Medizinische Radiosotope - Wie weiter nach dem Atomausstieg?

 

 

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Neues aus Tschernobyl

Buch-Cover, Kate Brown, Manual for Survival: A Chernobyl Guide to the Future, W. W. Norton & Company
Buch-Cover, Kate Brown, Manual for Survival: A Chernobyl Guide to the Future, W. W. Norton & Company

Die Kernschmelze von Tschernobyl jährte sich dieses Jahr zum 33. Mal. Man würde meinen, dass alles, was zu der größten Atomkatastrophe aller Zeiten zu sagen gewesen wäre, bereits längst gesagt wurde; dass alles, was zu schreiben gewesen wäre, bereits längst geschrieben wurde. Und dann kommt, 33 Jahre nach den Schicksalstagen im April und Mai 1986, ein neues Buch auf den Markt, von einer Historikerin am angesehenen Massachusetts Institute of Technology, die fließend Russisch und Ukrainisch spricht und sowjetische Quellen im Original lesen kann. Und plötzlich scheint es, als gäbe es noch vieles, was bislang nicht gesagt, nicht geschrieben, nicht gedacht wurde ...

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- Neues aus Tschernobyl

 

 

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Endlager-Suche in der Schweiz - Bohrungen nahe der deutschen Grenze

Foto: Protest der Bevölkerung im Wendland gegen ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll in Gorleben, Christian Fischer, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11936602
Foto: Protest der Bevölkerung im Wendland gegen ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll in Gorleben, Christian Fischer, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11936602

Bei der Standortsuche für ein Atommüllendlager in der Schweiz haben rund 20 Kilometer südlich der Grenze zu Baden-Württemberg die ersten Bohrungen begonnen. Im Gebiet Nördlich Lägern bei Bülach in der Nähe von Zürich erkunden Wissenschaftler, ob sich der Untergrund für die Lagerung von radioaktivem Material eignet. Zwei weitere Standorte - Jura Ost und Zürich Nordost - sind in der engeren Auswahl. Dort beginnen die Bohrungen in den kommenden Monaten. Die Wissenschaftler erkunden das Gestein bis in etwa 2000 Meter Tiefe.

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- Artikel aus Augsburger Allgemeinen: Schweizer suchen Atommüll-Endlager - und bohren nahe der Grenze

 

 

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Bau eines sog. atomaren „Endlagers“ in Finnland

Finnischer Endlagerbehälter mit Kupfer-Ummantelung, Foto: Teemu Väisänen [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]
Finnischer Endlagerbehälter mit Kupfer-Ummantelung, Foto: Teemu Väisänen [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Während in Deutschland die Bestimmung eines Standorts für ein sogenanntes „Endlager“ für den hochradioaktiven Müll noch lange Zeit dauern wird, ist in Finnland ein solches Atommülllager in Bau. Auf der Halbinsel Olkiluoto im Südwesten Finnlands sollen 6.500 Tonnen Atommüll in gut 400 Metern unter der Erde in Kupferbehältern deponiert werden. Seit 2004 wird an dem Endlager gearbeitet, im November 2015 erhielt die Betreiberfirma Posiva die Genehmigung und ab den 2020er Jahren soll mit der Einlagerung hochradioaktiver Abfälle begonnen werden. Hinsichtlich der Sicherheit des Atommülllagers gibt es weiter viele Fragezeichen.

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- Bau eines sog. atomaren „Endlagers“ in Finnland

 

 

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