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IPPNW ATOM-ENERGIE-NEWSLETTER

ATOM-Energie-Newsletter vom 24. Juli 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

in dieser Ausgabe unseres Atom-Energie-Newsletters geben wir Ihnen einen Überblick über die Atompolitik in Europa, das Kontaminationsrisiko durch Schweizer Atomkraftwerke und über ein schwimmendes Atomkraftwerk in Russland. Zudem empfehlen wir Ihnen die Lektüre der "Stellungnahme der deutschen IPPNW zur Teilnahme an den Olympischen Spielen in Japan 2020". Wir freuen uns über Ihre Rückmeldungen, Fragen und Kommentare.

Mit freundlichen Grüßen

Henrik Paulitz und Dr. Alex Rosen

Stellungnahme der deutschen IPPNW zur Teilnahme an den Olympischen Spielen in Japan 2020

Logo der IPPNW-Kampagne "TOKYO 2020 - The Radioactice Olympics"
Logo der IPPNW-Kampagne "TOKYO 2020 - The Radioactice Olympics"

In genau einem Jahr, im Juli 2020, werden in Japan die Olympischen Spiele eröffnet. Die japanische Regierung hat bewusst als Austragungsort der ersten Wettkämpfe die Region Fukushima ausgewählt. Hier soll auch der Olympische Fackelzug beginnen und immer wieder versucht die japanische Regierung, eine Normalität vorzugeben, die in den verstrahlten Gebieten weiterhin nicht gegeben ist. Die deutsche IPPNW hat im Rahmen der Kampagne "Tokyo 2020 - The Radioactive Olympics" eine Stellungnahme zur Teilnahme an den Olympischen Spielen veröffentlicht.

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Atomenergie - Europa steigt aus - oder?

Europasteigtaus
Europasteigtaus

Aus deutscher Sicht betrachtet, erscheint das Thema Atomkraft im letzten Kapitel angekommen. Der gesellschaftliche Diskurs ist gewonnen, die Ewiggestrigen, die bis zuletzt an den hohlen Versprechen der Atomlobby hingen, sind verstummt. Atomenergie hat keine Zukunft in diesem Land, das Ende des letzten Meilers ist in Sicht und jetzt geht es scheinbar nur noch darum, wie der Staat und die Gesellschaft mit den toxischen Hinterlassenschaften des Atomzeitalters möglichst verantwortungsvoll und umsichtig umgeht. Doch wie sieht es im Rest von Europa aus? Wir betrachten jedes Land in Europa und zeigen interessante Zusammenhänge und Entwicklungen auf.

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- Atomenergie - Europa steigt aus - oder?

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Schweizer Studie: Radioaktive Kontamination in Deutschland wäre hoch

Leibstadt: Deposition from a 116.89 PBq release of Cs-137, Grafik: Projekt flexRisk
Leibstadt: Deposition from a 116.89 PBq release of Cs-137, Grafik: Projekt flexRisk

Mehr als Hunderttausend Strahlenopfer sind in Europa zu erwarten, sollte sich in einem Schweizer Atomkraftwerk ein großer Unfall ereignen. Dies geht aus einer wissenschaftlichen Studie aus Genf hervor, die moderne meteorologische Berechnungen und neue medizinische Erkenntnisse berücksichtigt. Aufgrund der Lage der Atomkraftwerke und der Bevölkerungsdichte in der Region wäre kein Land so stark betroffen wie Deutschland: Hier wären 30-40% der Bevölkerung radioaktiver Kontamination ausgesetzt, verglichen mit gerade einmal 8 % in der Schweiz. Das sind fünf mal so viele Menschen in Deutschland wie in der Schweiz.

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Schweizer Studie: Radioaktive Kontamination in Deutschland wäre hoch

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Schwimmendes Atomkraftwerk in Russland

Reaktorhalle des schwimmenden Atomkraftwerks "Academician Lomonosov", Foto: Алексей Мельников Калуга [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]
Reaktorhalle des schwimmenden Atomkraftwerks "Academician Lomonosov", Foto: Алексей Мельников Калуга [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Russland nimmt in Kürze ein schwimmendes Atomkraftwerk in Betrieb, welches auch als "schwimmendes Tschernobyl" kritisiert wird. Es handelt sich um ein 144 langes und 30 Meter breites Schiff, den riesigen russischen Atomeisbrechern vergleichbar, ausgestattet mit zwei Druckwasserreaktoren. Im August soll die 144 lange und 30 Meter breite "Akademik Lomonossow" von Schleppern in den äußersten Nordosten Russlands gezogen werden. Noch in diesem Jahr soll der vor der Küste Tschukotkas produzierte Strom die Hafenstadt Pewek sowie Gas- und Ölbohrinseln vor der Küste mit Energie versorgen. Der Prototyp  ist Teil eines Plans der russischen Regierung, um abgeschiedene, aber an Bodenschätzen reiche Region zu versorgen. Das „Heizkernkraftwerk“ enthält zwei Reaktoren mit einer thermischen Leistung von 150 Megawatt (MW). Die elektrische Nettoleistung liegt bei insgesamt 64 MW. Zudem sollen 73 MW Prozesswärme zur Verfügung gestellt werden. Russland treibt auf diese Weise die Atomenergienutzung in der Polarregion voran. Bei einem Unfall wäre vermutlich keine Infrastruktur für Schutzmaßnahmen verfügbar.

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Abschließend hätten wir noch folgende Bitte: Leiten Sie diesen ATOM-Energie-Newsletter an Interessierte weiter. Und: Der Newsletter kann kostenlos abonniert werden, über dieses Formular.

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