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IPPNW ATOM-ENERGIE-NEWSLETTER

ATOM-Energie-Newsletter vom 15. November 2020

Liebe Freundinnen und Freunde,

In diesem Newsletter möchten wir uns dem Mythos der klimafreundlichen Atomenergie widmen, sowie der Situation der belgischen Pannenmeiler,  insbesondere am Standort Doel. Eine Studie belegt: das AKW in Doel könnte auch heute vom Netz ohne Versorgungsengpässe zu hinterlassen! Ein kürzlich erzwungener gerichtlicher Exportstopp von Brennelementen aus  Lingen nach Belgien stellt einen großen Erfolg für die Bewegung dar - und könnte sogar Auswirkungen auf Exporte in die Schweiz nach Leibstadt haben.

Nicht fehlen dürfen natürlich unsere ersten Einschätzungen zum Zwischenbericht „Endlagersuche“, sowie ein Link zu den Online-Fortbildungen des Trägerkreises Atommüllreport, mit der Einladung, die Vorträge auf Youtube nochmal in Ruhe anzuschauen.


Außerdem zwei Updates aus Fukushima: zum einen unsere Reaktion auf die Pläne der japanischen Regierung, radioaktiv kontaminiertes Wasser in den Pazifik zu verklappen, zum anderen eine Einladung zu unserer Fachtagung „10 Jahre Leben mit Fukushima“ am 27. Februar 2021. Dort wollen wir gemeinsam mit renommierten Wissenschaftler*innen aus aller Welt Erkenntnisse der letzten zehn Jahre Atomkatastrophe vorstellen.


Wir hoffen, dass diese Themen Sie genauso begeistern wie uns, und freuen uns wie immer auf Ihre Rückmeldungen und Anregungen.


Mit freundlichen Grüßen,

Paul-Marie Manière
Referent für Atomausstieg, Energiewende und Klima – IPPNW

Dr. Alex Rosen
Kinderarzt und Co-Vorsitzender der IPPNW Deutschland

Save the Date: Fachtagung "10 Jahre Leben mit Fukushima"

Zum zehnten Mal jährt sich 2021 der mehrfache Super-GAU von Fukushima. Zu diesem Anlass lädt die IPPNW zu einer Fachtagung in die Urania in Berlin ein, die zeitgleich online stattfinden wird. Hier sollen die wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Folgen der andauernden Atomkatastrophe für Mensch und Umwelt präsentiert und analysiert werden.

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Erneuerbare Energien vs. Atomkraft – ein abschließendes Urteil?

Windpark in Niedersachsen. Foto: gemeinfrei
Windpark in Niedersachsen. Foto: gemeinfrei

Inmitten der Versuche der Atomindustrie, sich ein grüneres Image zu geben, bringt eine Untersuchung in der Fachzeitschrift Nature Energy neue Erkenntnisse in die Debatte ein. Die Studie von Prof. Sovacool und Kolleg*innen von der University von Sussex untersucht die Effekte, die Atomenergie und Erneuerbare Energien auf die Emissionen von CO2 haben und kommt dabei zu einem überraschenden Ergebnis.

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Atomausstieg in Belgien: ein ganzes Stück näher!

AKW Tihange. Foto: Michielverbeek / CC BY-SA 3.0
AKW Tihange. Foto: Michielverbeek / CC BY-SA 3.0

Die neue belgische Regierung hat den Atomausstieg für 2025 bekräftigt, mit der Klausel, dass bei einer Versorgungslücke zwei Gigawatt auch über 2025 hinaus am Netz bleiben dürfen. Das heißt konkret, dass die Bröckelreaktoren Tihange 1 und 2 sowie Doel 3 vom Netz gehen dürften! Da die Stromversorgung laut einer Studie des Umweltinstituts München auch mit der sofortigen Abschaltung von Doel 1 und 2 gesichert ist, steht dem belgischen Atomausstieg damit argumentativ nichts mehr im Wege.

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Gericht untersagt Brennelemente-Export nach Belgien!

Demonstration in Lingen 2019. Foto: IPPNW
Demonstration in Lingen 2019. Foto: IPPNW

Im Hauptverfahren eines Aachener Klägers gegen den Export von Brennstäben aus Lingen nach Doel ist noch kein Urteil gefällt worden.
Aber: Das Verwaltungsgericht Frankfurt hat bis zum endgültigen Urteil im Hauptverfahren der Auslieferung von Brennelementen nach Belgien widersprochen. In seiner Begründung lässt das Gericht Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Exportgenehmigung erkennen, was dem Anti-Atom-Bündnis, welches die Klage unterstützt, den Rücken stärkt.

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Brennelementefabrik Lingen: Erst ein Etappensieg!

AKW-Lingen (ChNPP, Wikipedia)
AKW-Lingen (ChNPP, Wikipedia)

Nach einer Klage einer Privatperson hat das Verwaltungsgericht Frankfurt die Ausfuhrgenehmigungen für Brennelemente zu den Pannenreaktoren Doel 1 und 2 gestoppt. Eine sehr gute Nachricht, auch für Exporte an das schweizerische Uralt-AKW in Leibstadt?

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Japan will radioaktives Wasser ins Meer leiten

TEPCO-Arbeiter in Fukushima Dai-ichi arbeiten an unterirdischen Wassertanks (April 2013). Foto: Greg Webb / IAEA
TEPCO-Arbeiter in Fukushima Dai-ichi arbeiten an unterirdischen Wassertanks (April 2013). Foto: Greg Webb / IAEA

Seit der Kernschmelzen in Fukushima 2011 müssen die havarierten Reaktoren kontinuierlich von außen gekühlt werden. Berichten zufolge plant die japanische Regierung nun, dieses Wasser in den Pazifik zu verklappen, damit es sich dort „auf natürliche Art und Weise“ verdünnt. Dass das keine gute Idee ist, wird aus brisanten Daten der Betreiberfirma TEPCO deutlich.

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Atommülllagerung - IPPNW fordert schnellen und vollständigen Atomausstieg

Endlagersuche. Bild aus dem Youtube-Video der BGE
Endlagersuche. Bild aus dem Youtube-Video der BGE

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat Ende September ihren lang erwarteten Bericht veröffentlicht und die gespannte Öffentlichkeit in vielerlei Hinsicht damit überrascht. Während ein heiß umkämpfter möglicher Standort direkt in der ersten Runde aus dem Rennen genommen wurde, ist die Liste der Kritikpunkte an dem Verfahren weiterhin lang.

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Online-Vortragsreihe „Atommüll: Über GAUkeleien und KERNkompetenzen“ zu Ende gegangen

Atommüll
Atommüll

Die Online-Veranstaltungsreihe „Atommüll: Über GAUkeleien und KERNkompetenzen“ des Trägerkreises Atommüllreport ist im Oktober zu Ende gegangen. Auf www.atommuellreport.de und auf YouTube können die Vorträge immer noch gehört und angeschaut werden.

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Abschließend hätten wir noch folgende Bitte: Leiten Sie diesen ATOM-Energie-Newsletter an Interessierte weiter. Und: Der Newsletter kann über dieses Formular kostenlos abonniert werden.


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