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Newsletter der IPPNW | Fukushima-Newsletter vom 11.01.2016

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IPPNW

Fukushima-Newsletter vom 11.01.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

wer davon ausgeht, dass mehrere Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima zumindest die Atemluft frei von radioaktivem Cäsium sein müsste, wird durch eine neue Studie eines Besseren belehrt: Luftmessungen eines internationalen Forscherteams zeigen, dass es in der Präfektur Fukushima wiederholt zu relativ hohen Konzentrationen an radioaktivem Cäsium in der Luft gekommen war - vermutlich durch Dekontaminations- und Aufräumarbeiten, die immer wieder radioaktiven Staub aufwirbeln.

Zudem sind von der Atomkatastrophen von Fukushima nicht nur wir Menschen betroffen, sondern ebenso auch Tiere und Pflanzen. Japanische Forscher stellten unlängst in der Sperrzone massive Wachstumsanomalien an Nadelbäumen fest - umso mehr, je näher die Bäume an den havarierten Reaktoren standen, so dass von einem Dosis-Wirkungsverhältnis auszugehen ist.

Nicht zuletzt beschäftigt uns in diesem Newsletter erneut der in riesigen Mengen angefallene strahlende Müll von Dekontaminationsarbeiten. Die japanische Regierung möchte ihn in Zukunft für staatliche Baumaßnahmen als Baumaterial einzusetzen. Dieser Plan wirft viele Fragen auf und zeigt Parallele zur Debatte um den strahlenden Müll, der in den kommenden Jahrzehnten durch den AKW-Abriss anfallen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Henrik Paulitz und Dr. Alex Rosen

Radioaktive Kontaminationen nach dem Atomunfall

Did earth moving operations in 2013 contaminate previously scarcely contaminated areas north of the NPP?, Grafik: Environmental Science and Technology 2015, 49

Jahre nach dem Atomunfall in Fukushima wurden wiederholt größere Mengen an Radioaktivität durch die Luft fortgetragen und führten zu Kontaminationen in Gebieten nördlich des Atomkraftwerks, die zuvor vergleichsweise gering kontaminiert waren. Das haben Analysen von drei Luftfilterstationen ergeben, die von einer europäisch-japanischen Forschergruppe in der Zeit von Oktober 2012 bis März 2014 durchgeführt wurden. In der Nähe der Stadt Minamisoma, 26 km nördlich des havarierten Atomkraftwerks, kam es im Mai, im Juni und im August 2013 zu deutlich erhöhten Konzentrationen von radioaktivem Cäsium in der Luft. Die größte Konzentration (30-fach über dem Durchschnitt) wurde für die Woche vom 15. bis zum 22. August 2013  ermittelt. Für die anderen beiden Luftfilterstationen, 48 km nordwestlich (Tamano/Soma) bzw. 22 km südwestlich (Kamikawauchi/Kawauchi) des Atomkraftwerksstandorts wurden die Zeiten mit erhöhten Cäsium-Konzentrationen nicht veröffentlicht. mehr

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Folgen der Atomkatastrophe für die Biosphäre

Wissenschaftler des japanischen Strahlenforschungs-Instituts haben den Bestand japanischer Momi-Tannen in der Sperrzone rund um die Atomanlage Fukushima Dai-ichi untersucht. Foto: Momi-Tanne, Inti-sol~commonswiki, bearbeitet

Neben den Folgen für die menschliche Gesundheit interessieren Wissenschaftler vor allem  die ökologischen Konsequenzen der Atomkatastrophe von Fukushima. Der Mensch ist ebenso Teil der Biosphäre wie Tiere und Pflanzen und jeder Schaden an der Umwelt hat auch unmittelbare Folgen für den Menschen. Zudem sind in der Tier- und Pflanzenwelt Schäden durch Radioaktivität unter Umständen frühzeitiger und sensitiver bemerkbar, so dass sich Anhaltspunkte für mögliche Effekte auf die menschliche Gesundheit ergeben können. Da Pflanzen ortsständig sind, lassen sich an ihnen auch gut lokale Effekte nachvollziehen. mehr

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Japan - Baumaterial aus Kontaminationsmüll

Dekontaminationsarbeiten in Japan

Die japanische Regierung plant offiziellen Berichten zufolge, den durch Fukushima entstandenen radioaktiven  Kontaminationsmüll zu „recyceln“, wie es in einem Bericht der Zeitung Asahi Shimbun vom 22. Dezember 201z heißt. Bis zu 99,8 Prozent von mehr als 20 Millionen Kubikmeter kontaminiertem Erdreich könnten "wiederverwendet" werden, behauptet das japanische Umweltministerium. Geplant ist eine Verwendung als Baumaterial für staatliche Bauvorhaben. Im Laufe des Jahres möchte das Ministerium damit beginnen, die erforderliche Technologie und erste Pilotprojekte zur Verwertung des Strahlenmülls zu entwickeln. Mehr

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