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Newsletter der IPPNW | Fukushima-Newsletter vom 11.07.2011

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IPPNW

Fuskushima-Newsletter vom 11.07.2011

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

Fukushima ist aus den Schlagzeilen verschwunden. Doch das nukleare Grauen ist noch lange nicht gebannt. Die IPPNW und der Informationsdienst Strahlentelex wollen Sie mit diesem Newsletter-Spezial zu Fukushima auf dem Laufenden halten. Jeweils zum 11. eines Monats werden Sie zukünftig einen Newsletter mit Informationen zur atomaren Katastrophe in Japan erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Anzeichen für akute Strahlenschäden

Der freie Journalist Masao Fukumoto berichtet im aktuellen Strahlentelex über erschreckende Folgeerscheinungen der atomaren Katastrophe. Es soll bereits Menschen geben, die violette Flecken auf der Haut, die geschwollene Schilddrüsen haben oder die unter Nasenbluten oder Blutungen des Zahnfleischs leiden. Die Eltern in Fukushima, die kleine Kinder haben, seien sehr verunsichert. Bürgerinnen und Bürgern in Japan haben deshalb das Projekt 47 gegründet, das in jeder Präfektur eine Messstelle für Bürger (CRMS: Citizens' Radioactivity Measuring Station) errichten will. In Japan gibt es insgesamt 47 Präfekturen. Die erste Messstelle ist bereits in der Stadt Fukushima errichtet worden. In der Messstelle soll nicht nur die Strahlendosis, sondern auch die radioaktive Verseuchung von Lebensmitteln gemessen werden, die sich nach und nach in ganz Japan verbreiten kann. Allerdings fehlen dem Projekt noch zahlreiche dringend benötigte Messgeräte, wie z. B. Germanium-Halbleiterdetektoren oder Gammaspektrometer zur Messung von radioaktiv belasteten Lebensmitteln. Sie können helfen. Unterstützen Sie das Projekt 47 mit Ihrer Spende unter dem Stichwort "Fukushima Projekt 47" (Konto der Gesellschaft für Strahlenschutz: 294 29 208, BLZ 200 100 20, Postbank Hamburg).

Hiroshima- Fukushima: Das Ende des Atomzeitalters?

In der aktuellen Ausgabe unseres Mitgliedermagazins ippnwforum berichten wir über die Arbeit der japanischen IPPNW-Ärztin Katsumi Furitsu. Sie ist im April in die Präfektur Fukushima gereist und hatte dort die 25-45 Kilometer nordwestlich des havarierten AKW liegende Gemeinde Iitate besucht. Dort wurden Strahlenwerte von 5-8 Mikrosievert pro Stunde gemessen. Vor der Katastrophe lebten hier 6.000 Menschen. Ein Teil der Bevölkerung hatte die Gemeinde bereits freiwillig verlassen. Doch noch im April traf sie dort viele Menschen, darunter auch Schwangere und Kleinkinder. Lesen Sie den Bericht

Ausstoß des gesamten Brennstoffs von Reaktor 2

Am 14. März 2011 um 11.01 Uhr Ortszeit gab es eine Wasserstoffexplosion im Gebäude von Reaktor 3 auf dem Kraftwerksgelände von Fukushima Dai-ichi in Japan. Um 18.22 Uhr Ortszeit folgte der Ausstoß des gesamten radioaktiven Inventars des Reaktors 2 mit nachfolgendem steilen Anstieg der Ortsdosisleistung bis in Bereiche mehrerer Millisievert pro Stunde (mSv/h). An den folgenden beiden Tagen gab es daraufhin weitere Brände und Explosionen, an denen dann auch der Reaktor 4 beteiligt war, mit erneuten dreimaligen steilen Anstiegen der von der Betreiberfirma Tepco gemessenen Ortsdosisleistung bis 400 mSv/h. Diesen Ablauf der Reaktorenkatastrophe von Fukushima Dai-ichi stellte Kawata Toumio, Fellow der Nuclear Waste Management Organization of Japan, auf der 16. Sitzung der japanischen Atomkommission am 24. Mai 2011 seinen Kollegen vor. Strahlentelex ist sein Manuskript zugänglich gemacht worden.

WHO-Versagen im Umgang mit atomaren Katastrophen

Die IPPNW hat der WHO Versagen im Umgang mit atomaren Katastrophen vorgeworfen. Die Reaktion der WHO auf die Atomkatastrophe von Fukushima sei völlig unzureichend. Zudem verharmlose die Weltgesundheitsorganisation bis heute die gesundheitlichen Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. In einem Brief an die WHO-Generaldirektorin Margaret Chan fordert die IPPNW Mitte Mai bei der Erforschung der Gesundheitsfolgen von radioaktiver Strahlung die Federführung zu übernehmen. "WHO-Aktivitäten im Bereich der Atomenergie sind in keiner Weise durch die WHO-IAEO-Vereinbarung behindert", schrieb Dr. Maria Neira, Direktorin der Abteilung Gesundheit und Umwelt bei der WHO, in ihrer Antwort an die IPPNW. Das sehen wir anders und werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die WHO unabhängig von der Internationalen Atomenergieorganisation über die gesundheitlichen Gefahren von Radioaktivität aufklärt.

Das Bürgervertrauen in die Regierung schwindet

Mehr als 100 stillende Mütter aus Fukushima und Umgebung haben sich für Untersuchungen angemeldet, um den Grad der Verstrahlung ihrer Milch feststellen zu lassen. Die Hilfe der japanischen Regierungen schlagen sie aus. Das berichtet Suvendrini Kakuchi aus Tokyo in einem Beitrag der Nachrichtenagentur IPS-Inter Press Service vom 20. Mai 2011. „Die Frauen werden sich in einem Laboratorium testen lassen, das sie sich selbst ausgesucht haben“, wird die Krankenschwester Saeko Uno zitiert, die sich der Gruppe ‚Mütter für die Kontrolle ihrer strahlenbelasteten Milch‘ angeschlossen hat. „Das machen wir so, weil wir nicht sicher sein können, ob uns die Regierung die korrekten Werte durchgeben würde.“ mehr im Strahlentelex 586-587/2011

Zweifel an Nahrungsmittelmessungen in Japan

Das japanische Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales veröffentlichte am 3. Mai 2011 Messergebnisse von Nahrungsmittelkontrollen aus der nordöstlich von Tokyo und südlich von Fukushima gelegenen Präfektur Ibaraki, die von dem dortigen Zentrum zur Überwachung der Umgebungsradioaktivität der Abteilung für Landwirtschaft, Forsten und Wasserwirtschaft zusammengestellt worden waren. Strahlentelex dokumentiert hier vorzugsweise die Ergebnisse der Messungen von Blattgemüsen, weil diese im derzeitigen Stadium des Havariegeschehens von Fukushima am ehesten einen Eindruck vom Ausmaß des radioaktiven Fallouts vermitteln mehr im Strahlentelex Nr. 586-587/2011