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Newsletter der IPPNW | Fukushima-Newsletter vom 11.09.2011

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IPPNW

Fukushima-Newsletter vom 11.09.2011

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

sechs Monate nach Beginn der Reaktorkatastrophe in Fukushima ist die atomare Gefahr noch lange nicht gebannt. Doch die Medien schauen eher nach New York: Heute jährt sich der Angriff auf das World Trade Center zum zehnten Mal. Wir möchten Ihren Blick mit diesem Newsletter auf Japan lenken, auf die Ängste der Menschen dort, ihre Sorgen um die Kinder und ihren Kampf für eine Informationspolitik, die diesen Namen auch verdient.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Erste drei unabhängige Messstellen in Fukushima

Die ersten drei unabhängigen Strahlenmessstellen in Bürgerhand haben in Fukushima ihre Arbeit aufgenommen: eine in Fukushima-Stadt, eine in der Stadt Koriyama und eine in der Stadt Soma. Das berichteten Aya Marumori und Wataru Iwata von der unabhängigen japanischen Messstellenorganisation Cititzens‘ Radioactivity Measuring Station (CRMS) in Fukushima auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der IPPNW und der Gesellschaft für Strahlenschutz am 15.August 2011 in Berlin.

"Hot Spots" in 60 Kilometer Entfernung

Auch in weiter von Fukushima-Dai-ichi entfernten Gebieten werden sogenannte "Hot Spots" entdeckt. Das sind Gebiete, in denen die radioaktive Strahlung besonders hoch ist. Auch noch bis zu 60 Kilometer vom havarierten Atomkraftwerk entfernt wurden, Messungen der CRMS zufolge, auf einem Kinderspielplatz mehr als 60 Mikrosievert pro Stunde festgestellt. Normal wären weniger als 0,1 Mikrosievert pro Stunde. Die Behörden hätten dagegen nichts unternommen, so Wataru Iwata vom Vorstand der CRMS. Es würden nur ganz wenige Areale dekontaminiert.

Japan senkt Höchstwerte für Strahlung an Schulen

flickr.com, Shi Heng Cheong

Die japanische Regierung hat die Höchstwerte der zulässigen radioaktiven Belastung in Schulen aufgrund massiven Drucks besorgter Eltern wieder herabgesetzt. Das Bildungsministerium erteilte allen Schulen im Land die Anweisung, dass die Belastung maximal ein Millisievert im Jahr betragen dürfe. Dies gilt insbesondere für die Präfektur Fukushima. Zudem soll Schulen geholfen werden, radioaktiv belastete Stellen in Schulhöfen zu säubern. Die Regierung hatte nach der Atomkatastrophe die zulässigen Höchstwerte für Kinder und Erwachsene von einem auf 20 Millisievert pro Jahr erhöht. Die IPPNW hatte wegen der Anhebung der Grenzwerte große Besorgnis geäußert.

Protest gegen Fukushima-Konferenz

Auf einer internationalen Konferenz wollen sich am 11. und 12. September 2011 in Fukushima etwa 30 Vertreter des Wissenschaftlichen Komitees der Vereinten Nationen für die Wirkung von Atomstrahlung (UNSCEAR), der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP), der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit ihren japanischen Kollegen treffen. Das kündigte die Japan-Stiftung am 26. August 2011 an. Zum Organisationskomitee der Konferenz gehört der Berater der japanischen Präfektur Fukushima Shunichi Yamashita. Dieser war dadurch aufgefallen, dass er den Menschen einreden will, bis zu einer Strahlendosis von 100 Millisievert pro Jahr bestehe keine Gesundheitsgefahr. Die Bürgerinitiativen wie Citizen´s Radioactivity Measuring Station (CRMS) bereiten gemeinsam einen Offenen Protestbrief an das Kongressvorbereitungskomittee vor.

Fukushima ist 168-mal Hiroshima

Die japanische Regierung schätzt, dass in Folge der Havarie im Atomkraftwerk Fukushima Dai-ichi in die Umwelt eine 168-mal höhere Menge des radioaktiven Isotops Cäsium-137 freigesetzt worden ist als durch die Atombombe in Hiroshima im Jahre 1945. Das schrieb am 25. August 2011 die japanische Zeitung Tokio Shimbun. Demnach soll die freigesetzte Menge an Cäsium-137 aus den im März 2011 havarierten Reaktoren durch die dortigen Behörden auf 15.000 Terabecquerel geschätzt worden sein, während es bei der amerikanischen Atombombe Little Boy 89 Terabecquerel gewesen sein sollen. Mehr im aktuellen Strahlentelex lesen, Probeexemplar bestellen