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Newsletter der IPPNW | Fukushima-Newsletter vom 11.04.2014

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IPPNW

Fukushima-Newsletter vom 11.04.2014

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

Anfang April hat das Komitee der Vereinten Nationen für die Folgen von Strahlung (UNSCEAR) seinen Abschlussbericht über die gesundheitlichen Folgen der atomaren Katastrophe von Fukushima vorgelegt. Laut der UN-Organisation hat der Atomunfall das Krebsrisiko für die Bevölkerung nicht erhöht. Viele Medien gaben diese Verharmlosung unkritisch wieder oder zogen gar wie ein FAZ-Journalist den Schluss, der Atomausstieg Deutschlands sei unnötig gewesen. Die Geschichte scheint sich zu wiederholen. Die Risiken für die Menschen in den kontaminierten Gebieten werden vertuscht, verharmlost und verschwiegen. Die IPPNW hat ihre Kritik an dem Bericht in einer Pressemitteilung und einem Video-Statement dokumentiert und zwei Gastbeiträge zum Thema veröffentlich.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Vertuschung von gesundheitlichen Folgen der Atomkatastrophe

Zwei kleine Mädchen unter einem Schild, das die radioaktiven Werte nach der Dekontamination eines Spielplatzes in Fukushima-City anzeigt, Foto: Ian Thomas Ash

Der am 2. April 2014 veröffentlichte Bericht des Komitees der Vereinten Nationen für die Folgen von Strahlung (UNSCEAR) spielt das wahre Ausmaß der gesundheitlichen Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima systematisch herunter. UNSCEAR behauptet in seinem 300-seitigen Abschlussbericht, dass „keine signifikanten Veränderungen künftiger Krebsraten zu erwarten sind, die mit der Strahlenexposition durch den Unfall in Verbindung gebracht werden können“. Ärzte und Ärztinnen der IPPNW dagegen gehen in ihren Berechnungen von mehreren Zehntausend zusätzlichen Krebserkrankungen aus. mehr

Den Opfern der atomare Katastrophen eine Stimme geben

TeilnehmerInnen der internationalen Tagung zu den Folgen von Tschernobyl und Fukushima für Natur und Mensch in Arnoldshain, Foto: Xanthe Hall, IPPNW

Zu den Folgen von Tschernobyl und Fukushima für Natur und Menschen veranstaltete die IPPNW Deutschland – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. zusammen mit der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau im hessischen Arnoldshain eine Tagung mit internationalen Referenten und Teilnehmern. Der in Japan lebende, fließend Japanisch sprechende Dokumentarfilmer Ian Thomas Ash zeigte zunächst seinen Film "A2-B-C". Der mysteriöse Titel bezieht sich auf die Einstufung von Kindern und Jugendlichen nach den Resultaten des Schilddrüsenscreening in der Präfektur Fukushima; die genannten Gruppen umfassen größere Veränderungen der Schilddrüsen bis hin zum Krebsverdacht und zum Krebs.

Keine Transparenz erwünscht

IAEA-Besuch des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi am 27.11.2013, Foto: Tepco

Berichten der japanischen Zeitung „Tokyo Shimbun“ zufolge, hat die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) mit den Präfekturen Fukushima und Fukui sowie mit der Medizinischen Fakultät von Fukushima Verträge ausgehandelt, die eine gegenseitige Geheimhaltung zu bestimmten Informationen garantierten, wenn dies eine der Parteien wünscht. Deshalb hatte die Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen von der Bundesregierung gefordert, ein Peer-Review-Verfahren anzustoßen, das konkrete Kriterien für die Geheimhaltung von Informationen entwickeln soll. In diesen Prozess sollten die IAEO-Mitgliedsstaaten, unabhängige Experten sowie Interessenvertreter aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft mit einbezogen werden. (Aus Strahlentelex Nr. 654-655/2014)

Neue deutsche Notfallpläne bringen vergleichsweise reduzierten Strahlenschutz

Zu evakuierendes Gebiet bei atomarer Katastrophe am Beispiel des AKWs Philippsburg 1 bei neutraler bis leicht stabiler Luftturbulenz und Wind aus Südwest auf Grundlage Ökoinstitut Darmstadt

Zum dritten Jahrestag der Reaktorenkatastrophe von Fukushima hat die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) jetzt neue Empfehlungen für die Notfallpläne rund um die deutschen Atomkraftwerke vorgelegt. Sie beziehen sich auf eine Analyse des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) vom April 2012, „basierend auf den Erfahrungen aus dem Unfall in Fukushima“. Demnach sollen nach einer schweren Atom-Havarie in Deutschland oder in den Nachbarstaaten die Anwohner in einem Radius von künftig fünf statt bisher zwei Kilometern innerhalb von spätestens sechs Stunden aus dieser sogenannten Zentralzone evakuiert werden.  (aus Strahlentelex Nr. 654-655/2014)

Die fortschreitende radioaktive Kontamination des Pazifik

Knapp drei Jahre nach dem Atomunfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima haben die radioaktiven Elemente erstmals die Westküste Kanadas erreicht, berichtete die Berliner Zeitung. Die bei dem Unfall freigesetzten Teile würden von den Meeresströmungen schneller über den Pazifik transportiert, als Experten dies erwartet hätten. Bislang würden sie noch in stark verdünnter Konzentration auftreten. Den Angaben liegen neueste Messungen zugrunde, deren Ergebnisse Ende Februar bei einer meereswissenschaftlichen Tagung in Hawaii vorgestellt wurden. Demnach registrierten Forscher vor der Küste Vancouvers erstmals erhöhte Mengen von Cäsium-134 und Cäsium-137. Diese beiden Isotopen waren bei dem Unfall in Japan am 11. März 2011 in großen Mengen freigesetzt worden. Über die Luft und das Kühlwasser gelangten sie ins Meer und wurden dann über Tausende Kilometer bis nach Kanada transportiert.