Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,
am 6. und 9. August 1945 zerstörten die USA mit zwei Atombomben die Städte Hiroshima und Nagasaki – mit verheerenden, bis heute nachwirkenden Folgen. 80 Jahre danach erinnern wir an das Leid der Opfer und der Überlebenden, aber auch an die anhaltende Bedrohung durch Atomwaffen.
An vielen Orten finden Veranstaltungen von regionalen IPPNW-Gruppen statt. Besonders hinweisen wollen wir auf das IPPNW-Benefizkonzert mit dem Ensemble Incendo Berlin am 9. August in der Gedächtniskirche in Berlin.
Unsere aktuellen Materialien, ein neues Faltblatt, die Broschüre zu unserer Hiroshima-Nagasaki-Ausstellung und das Factsheet zu Atombombenexplosionen finden sich auf der Übersichtsseite zu den Jahrestagen.
Eine informative Lektüre wünscht
Marek Voigt
Während sich der Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki durch die USA kommende Woche zum 80. Mal jährt, investiert die Bundesregierung fast zwei Milliarden Euro in die Modernisierung des Luftwaffenstützpunkts Büchel in Rheinland-Pfalz. Dort lagern US-Atomwaffen, Bundeswehrsoldaten üben regelmäßig, diese Bomben im Ernstfall mit Bundeswehrflugzeugen auf Ziele abzuwerfen. Die geplanten Kosten für den Umbau Büchels haben sich zuletzt massiv erhöht – ein alarmierendes Signal für eine Politik, die auf ein System setzt, das den Einsatz von Atomwaffen mit einkalkuliert und sogar übt.
[Mehr über die Aktivitäten der IPPNW zum Jahrestag der Atombombenabwürfe]
Unter dem harmlos klingenden Titel "Zivile Verteidung der Berliner Krankenhäuser" lud die Charité am 21. Juli 2025 alle Beschäftigten der Berliner Krankenhäuser zu einer Infoveranstaltung ins Charité Campus Mitte ein. Mit dabei Oberst Urs Zimmermann von der Bundeswehr. Wir standen mit unserem IPPNW-Banner "Nein zur Militarisierung des Gesundheitswesens" am Eingang und haben unseren Flyer "Gesundheitswesen bleibt zivil" verteilt. Laut Veranstaltern handelte es sich um die Auftaktveranstaltung zu Fortbildungen, die künftig dreimal jährlich stattfinden sollen.
[Themenseite Militarisierung des Gesundheitswesens]
Anlässlich des Flaggentags der „Mayors for Peace“ am 8. Juli 2025 forderte die IPPNW eine konsequente Abkehr von der nuklearen Abschreckungspolitik und den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag. In über 600 Städten in Deutschland wurde die Flagge der „Mayors for Peace“ gehisst – ein starkes Zeichen gegen atomare Aufrüstung und für eine friedliche Welt. In vielen Städten waren lokale IPPNW-Gruppen an den Aktionen beteiligt mit Veranstaltungen, Redebeiträgen und Mahnwachen in zahlreichen Städten. Unsere Übersichtsseite dokumentiert einige davon.
Annalena Baerbock soll sich für die Rücknahme der im Haushaltsentwurf der Bundesregierung vorgesehenen Kürzungen bei der humanitären Hilfe einsetzen. Das fordert ein Offener Brief der IPPNW-Vorsitzenden Dr. Angelika Claußen und Dr. Lars Pohlmeier an die ehemalige Bundesaußenministerin und zukünftige Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen. „Deutschland muss seine humanitären Hilfen aufstocken und angesichts der dramatischen Weltlage und der vielen humanitären Krisen mehr Verantwortung übernehmen“, heißt es in dem Schreiben.
Die IPPNW sucht eine*n Bundesfreiwillige*n zur Unterstützung des Vereins in der Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung ab September oder Oktober 2025 für bis zu einem Jahr.
Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) bietet Menschen aller Altersgruppen die Möglichkeit, sich sozial, ökologisch oder kulturell zu engagieren und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Die Freiwilligen unterstützen gemeinnützige Einrichtungen und Projekte und leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Dabei steht die persönliche Weiterentwicklung und der Erwerb praktischer Fähigkeiten im Vordergrund.