Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,
vor 80 Jahren begann mit dem Atomwaffentest Trinity das nukleare Zeitalter. Die Atomwaffeneinsätze von Nagasaki und Hiroshima sowie die über 2.000 weltweit durchgeführten Atomwaffentests haben lebensbedrohliche und langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen und führten zu massiven Umweltschäden. Am 29. August 1991 wurde nach jahrelangen Protesten das sowjetische Testgelände Semipalatinsk in Kasachstan geschlossen - ein Erfolg für die Menschen vor Ort! Deswegen hat die UN den heutigen 29. August zum Internationalen Tag gegen Atomwaffentests erklärt.
Doch die Schäden bestehen fort und das nukleare Zeitalter ist lange nicht beendet. Deshalb gibt es auch dieses Jahr, 80 Jahre nach Trinity und 80 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki, viele bundesweite Aktionen, Mahnwachen und Ausstellungen in Erinnerung an die Opfer und die Überlebenden der Atomwaffeneinsätze und -tests. Vor allem rund um die Jahrestage der US-Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki haben viele IPPNW-Regionalgruppen Veranstaltungen organisiert. In etwa zehn Städten war unsere Ausstellung „Hiroshima, Nagasaki“ zu sehen. Fotos von den Gedenktagen in verschiedenen Orten in Deutschland finden Sie hier.
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Die IPPNW in den Medien
Außerdem war die IPPNW zu den Gedenktagen in vielen Medien vertreten. In einer Debatte auf SWR Kultur diskutierte Dr. Lars Pohlmeier mit der Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Marina Henke und Oberst a.D. Wolfgang Richter, über die Frage „80 Jahre Hiroshima – Wie hat die Atombombe die Welt verändert?“ In einem Artikel im Neuen Deutschland schrieb Dr. Angelika Claußen über die Illusion, Ärzt*innen könnten nach einem Atomwaffeneinsatz helfen. Sie argumentiert, dass die medizinische Versorgung der Opfer nach einer Atomwaffenexplosion bis heute unmöglich wäre. Dr. Lars Pohlmeier war in der Fuldaer Zeitung mit einer „Mahnung in Zeiten des Wettrüstens“ vertreten. Er verweist auf die gewaltige Zerstörungskraft heutiger Atomwaffen und beschreibt die Diskussionen um europäische oder sogar deutsche Atombomben als fahrlässig. Juliane Hauschulz, Referentin für nukleare Abrüstung bei der IPPNW, gab Interviews zum Gedenken an Hiroshima und Nagasaki und die aktuelle Atomkriegsgefahr bei Radio Eins, im SWR, BR24 und bei DW-News.
Benefizkonzert
Das IPPNW-Benefizkonzert in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche war mit ca. 400 Zuhörer*innen gut besucht. Der Schauspieler und Sprecher Christian Brückner gab den Opfern von Hiroshima und Nagaski an diesem Abend seine Stimme. Das Ensemble Incendo Berlin bewegte das Publikum mit klassischen Stücken von Bach bis Schostakowitsch. Viele Besucher*innen waren sichtlich sehr berührt.
Ausblick und Dank
In den kommenden Monaten werden wir die Erinnerung mit weiteren Veranstaltungen aufrechterhalten, wie dem IPPNW-Weltkongress in Nagasaki und einer Filmvorführung von "Silent Fallout" mit anschließender Diskussion beim Uranium Film Festival im Oktober in Berlin.
Wir bedanken uns sehr herzlich für Ihre Unterstützung zu den Hiroshima- und Nagasaki-Jahrestagen, sei es mit ihrem ehrenamtlichen Engagement oder einer Spende.
Unter dem Stichwort „Hiroshimatag 2025“ und dem folgenden Link können Sie die IPPNW-Arbeit für Abrüstung weiterhin unterstützen: www.ippnw.de/bit/hiroshima25
Mit freundlichen Grüßen
Angelika Wilmen