Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,
ab 2026 sollen landgestützte US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationiert werden. Gleichzeitig arbeitet die Bundesregierung gemeinsam mit anderen europäischen Staaten daran, eigene Mittelstreckenwaffen zu entwickeln. Auch Russland plant noch in diesem Herbst in Belarus Oreschnik-Mittelstreckenraketen zu stationieren, die bereits im November 2024 im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt wurden. Die Kampagne "Friedensfähig statt erstschlagfähig: Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen", in der die IPPNW mitarbeitet, sagt: "Wir werden nicht tatenlos dabei zuschauen wie die Rüstungsspirale immer weiter angeheizt wird und rufen deshalb ab dem Antikriegstag am 1. September zu gezielten Protestaktionen für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen auf. Unser Ziel: Möglichst viele Aktionen gegen Mittelstreckenwaffen wollen wir bis zum Jahresende organisieren und unterstützen! Wir können nicht länger warten! Es braucht jetzt ein starkes Signal für Abrüstung!"
Weitere Protesthöhepunkte der Friedensbewegung in der nächsten Zeit werden die Großkundgebung & Konzert "All Eyes on Gaza" am 27.9. in Berlin und die Friedensdemonstrationen "Nie wieder kriegstüchtig" am 3.10. in Berlin und Stuttgart sein, auf die weiter unten in diesem Newsletter eingegangen wird.
Eine informative Lektüre wünscht
Marek Voigt
Aus Anlass des Antikriegstages sprach die IPPNW-Co-Vorsitzende auf einer Veranstaltung der Gewerkschaft ver.di in Düsseldorf. Thema war die Militarisierung des Gesundheitswesens. Die Aufzeichnung der Veranstaltung findet sich hier. Die Militarisierung des Gesundheitswesens und die bundesweiten Demonstrationen gegen Hochrüstung und Krieg am 3. Oktober 2025 in Berlin und Stuttgart waren die Themen der Pressemitteilung der IPPNW zu diesem Jahrestag.
Die IPPNW ruft gemeinsam mit DFG-VK, Netzwerk Friedenskooperative, Ohne Rüstung Leben, pax christi und der Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder!“ zu Friedensdemonstrationen gegen Kriege und Hochrüstung am 3. Oktober 2025 in Berlin und Stuttgart auf. Geplant ist eine bundesweite große Demonstration zeitgleich – um 13:00 Uhr – an zwei Orten in Berlin und Stuttgart. Wir fordern einen Stopp des Hochrüstungskurses und der Militarisierung der Gesellschaft und setzen uns für Abrüstung ein sowie für den Erhalt des Sozialstaates, für Klimaschutz und globale Gerechtigkeit.
In Gaza geht der Genozid unvermindert weiter. Die Palästinensische Gemeinde Deutschland, Eye4Palestine, Amnesty International, medico und mehrere Initiator*innen - darunter die IPPNW - organisieren deshalb am 27. September 2025 von 17 bis 21 Uhr eine Großkundgebung mit Konzert in Berlin. Die israelische Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht ganz offen davon, die noch überlebende palästinensische Bevölkerung aus dem Gebiet zu vertreiben. Das Leid der Menschen ist ungebrochen. Aus diesem Grund findet am Samstagnachmittag des 27. Septembers 2025 eine künstlerische Solidaritätskundgebung unter dem Namen „All Eyes on Gaza - Stoppt den Genozid!“ auf der Wiese vor dem Deutschen Bundestag statt.
Seit fast 30 Jahren ist der AK Menschenrechte Türkei der IPPNW durch Delegationsreisen in die (Ost-) Türkei in kontinuierlichem Austausch mit kurdischen und türkischen Menschenrechtsaktivist*innen und Organisationen. Seit einigen Jahren organisiert der AK auch einen Rückbesuch der kurdischen Menschenrechtsaktivist*innen im Herbst. Vom 31. August bis 14. September 2025 finden in diesem Rahmen Veranstaltungen in Karlsruhe, Bochum und Berlin statt. Neu erschienen ist ein IPPNW-Akzente über die Reise in den Südosten der Türkei im März 2025.
In Erinnerung und Gedenken an die Opfer und die Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki fanden bundesweit Aktionen, Mahnwachen, Ausstellungen und viele weitere Veranstaltungen statt. Bilder von den Gedenktagen in verschiedenen Orten in Deutschland finden Sie hier. Auch wenn die Gedenktage im August vergangen sind, geht das Erinnern weiter! Denn das gesamte Jahr 2025 steht im Gedenken an 80 Jahre Hiroshima und Nagasaki, an 80 Jahre Folgen von Atomwaffen. Weitere Veranstaltungen finden Sie auf unserer Terminseite. Das Engagement der IPPNW schlug sich auch in Presseartikeln nieder, unter anderem in SWR Kultur, Deutsche Welle, Radio Eins und nd.
Die deutsche Sektion der IPPNW kooperiert mit „Dein Adieu“, der Online-Plattform für Nachlassplanung und Testamentserstellung. Ein 83-jähriges Mitglied der IPPNW schreibt dort über die Beweggründe, Bleibendes zu hinterlassen: "Als mein Mann und ich 1982 Mitglieder der neu gegründeten IPPNW wurden, hatten wir einen gemeinsamen Wunsch: uns für Frieden, Abrüstung und eine atomwaffenfreie Welt einzusetzen. Wir unterschrieben die Frankfurter Erklärung, engagierten uns lokal, national und international. Nach dem Tod meines Mannes habe ich die notwendige finanzielle Vorsorge getroffen. Unsere Kinder sind beruflich abgesichert, die Enkel auf einem guten Weg. Ich entschied mich, zu Lebzeiten einen Teil meines Vermögens der IPPNW zu schenken. Es ist ein gutes Gefühl, den Generationswechsel mitzuerleben, wie meine Unterstützung wirkt und wie engagierte Menschen weiterhin für eine friedlichere, atomwaffenfreie Welt arbeiten".