Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,
die IPPNW ruft gemeinsam mit DFG-VK, Netzwerk Friedenskooperative, Ohne Rüstung Leben, pax christi und der Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder!“ zu Friedensdemonstrationen gegen Kriege und Hochrüstung am 3. Oktober 2025 in Berlin und Stuttgart auf. Fast 500 Organisationen und Initiativen haben sich diesem Aufruf angeschlossen. Setzen Sie gemeinsam mit Tausenden anderen ein unübersehbares deutliches Zeichen für Frieden und gegen Hochrüstung und Kriege. Die Bundesregierung muss sich diplomatisch für ein schnelles Ende des Krieges in Europa einsetzen und darf sich nicht weiter mitschuldig machen an einer von immer mehr Staaten und Organisationen als Völkermord klassifizierten Kriegsführung im Gazastreifen. Treffpunkt der IPPNW in Berlin ist um 12.45 Uhr vor dem Hotel de Rome, Behrenstraße 37, 10117 Berlin, Treffpunkt der IPPNW in Stuttgart ist um 12.45 Uhr, Schloßplatz, vor der Commerzbank.
Dieser Newsletter informiert darüber hinaus über weitere Aktivitäten der letzten und nächsten Zeit.
Eine informative Lektüre wünscht
Marek Voigt
In Gaza geht der Genozid unvermindert weiter. Die Palästinensische Gemeinde Deutschland, Eye4Palestine, Amnesty International, medico und mehrere Initiator*innen – darunter die IPPNW – organisierten deshalb am 27. September 2025 unter dem Namen „All Eyes on Gaza – Stoppt den Genozid!“ eine Großkundgebung mit Konzert in Berlin. Rund 100.000 Menschen demonstrierten dort und auf der vorangegangenen Demonstration friedlich gegen den Krieg im Gazastreifen. Sie forderten unter anderem den sofortigen Stopp deutscher Waffenexporte an Israel, Zugang für humanitäre Hilfe nach Gaza sowie EU-Sanktionen gegen Israel.
In einem Beitrag in der Frankfurter Rundschau erklärt die IPPNW-Friedensreferentin Angelika Wilmen, wie die Aufrüstungsdynamik im Bereich der Mittelstreckenwaffen das Risiko einer Eskalation erhöht. Deshalb sind die Friedensdemonstrationen am 3. Oktober 2025 in Berlin und Stuttgart gegen Kriege und Hochrüstung so wichtig. In Stuttgart sprechen u.a. die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann, die Gewerkschafterin Ulrike Eifler, Lothar Binding (Vorsitzender der SPD AG 60 plus), Wieland Hoban (Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden), Vincent Leuze (Ver.di Jugend), Ronja Fröhlich (Bündnis „Nein zur Wehrpflicht“) und Sevim Dağdelen (ehem. MdB). In Berlin reden der Pazifist und Rüstungsexportkritiker Jürgen Grässlin, die Kriegsdienstverweigerer Andrii Konovalov (Ukraine) und Artem Klyga (Russland), Basem Said (Aktivist in der palästinensischen Community in Berlin), Andrea Hornung (Bündnis „Nein zur Wehrpflicht“) sowie die Politiker:innen Ralf Stegner (SPD), Özlem Demirel (Die Linke) und Christian Leye (BSW). Wir laden Sie herzlich ein, nach Berlin oder Stuttgart zu kommen.
Unsere Unterschriftensammlung unter die Erklärung für ein ziviles Gesundheitswesen, die von Menschen aus Gesundheitsberufen unterschrieben werden kann, ist angelaufen. Unterschriftenlisten können hier ausgedruckt oder in der IPPNW-Geschäftsstelle bestellt werden. In der Berliner Zeitung (leider hinter Bezahlschranke) ist Dr. Angelika Claußen, Co-Vorsitzende der deutschen IPPNW-Sektion, zu diesem Thema interviewt worden. Auch ein Artikel in einem schweizerischen Onlinemagazin widmet sich diesem wichtigen Thema.
Unter dem Titel „Immer mehr Milliarden fürs Militär? Nicht mit mir!“ sammeln Friedensorganisationen Unterschriften gegen die geplante massive Aufrüstung Deutschlands. Der Abrüstungsappell, der von den Organisationen DFG-VK, IPPNW, Netzwerk Friedenskooperative, Ohne Rüstung Leben und pax christi initiiert wurde, startet am 2. Oktober 2025. Die NATO-Forderung von fünf Prozent der Wirtschaftsleistung für das Militär wird als unverantwortlich kritisiert. Dies entspräche mindestens 200 Milliarden Euro jährlich für Deutschland, und damit fast dem halben Bundeshaushalt. Die Organisationen erklären: Aufrüstung führt in eine Sackgasse. Frieden kann nur durch Diplomatie und zivile Mittel erreicht werden.
Veranstaltungsreihe der IPPNW "Niedrigstrahlung und deren Auswirkung auf die menschliche Gesundheit" - eine Vortragsreihe der IPPNW anlässlich des 80. Hiroshima-Gedenktages bei der Ärztekammer Hamburg – Informationen und Anmeldung:
4. November 2025: Studienergebnisse zu Niedrigstrahlenschäden bei Menschen rund um Atomanlagen, Atomwaffentestgebiete, Fukushima, Tschernobyl und Uranminen - Dr. med. Alexander Rosen
18. November 2025: Biologische Grundlagen und Epidemiologie von Gesundheitsschäden durch ionisierende Niedrigstrahlung - Prof. Dr. med. Alfred Böcking
25. November 2025: Neues aus der Epidemiologie der Gesundheitsrisiken durch niedrige Strahlendosen - Prof. Dr. med. Wolfgang Hoffmann
Die Veranstaltungen sind Fortbildungen bei der Ärztekammer Hamburg, stehen aber für die Teilnahme durch alle Interessierten offen.
Aus der Mitgliedschaft: IPPNW-Regionalgruppe gegen Manöver in Hamburg
Vom 25. bis 27. September fand mitten in Hamburg das Manöver „Red Storm Bravo“ statt. „Die Stadt soll dabei in ein Übungsgebiet für einen Krieg gegen Russland verwandelt werden. Beteiligt sind neben 500 Soldaten die Polizei, Feuerwehr, THW, Krankenhäuser, die Agentur für Arbeit sowie Unternehmen … Dafür sollen zivile Einrichtungen wie das Gesundheitswesen, die Arbeitsagentur und sogar private Betriebe … unter militärische Führung gestellt werden“, heißt es in einem Flugblatt der Hamburger IPPNW-Regionalgruppe und der Ortsgruppe von ICAN. Gemeinsam riefen sie zu den Protesten auf. Leonie Corinth, IPPNW-Mitglied und Studentin der Gesundheitswissenschaften hielt einen Redebeitrag auf der Demonstration. IPPNW und ICAN fordern: „Statt solcher Kriegsübungen und Milliardenausgaben für Aufrüstung, die im Sozialbereich, Bildungs-, und Gesundheitswesen sowie dem Klimaschutz fehlen, braucht es unserer Meinung nach mehr Diplomatie und Völkerverständigung.“ Die Zeitung Die Welt schreibt: „Am Freitag zogen rund 600 Menschen vom Rathausmarkt zu den Landungsbrücken. Am Sonnabend versammelten sich erneut einige Hundert unter dem Motto „Nein zur NATO-Kriegsübung – Ja zur zivilen Entwicklung!“ am Hauptbahnhof. … Die Kritiker warnen vor einer Gewöhnung der Bevölkerung an kriegsähnliche Zustände und sehen den Hamburger Hafen als zentralen Ort militärischer Aufrüstung.“
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