Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,
vor wenigen Tagen versetzte US-Präsident Donald Trump die Welt in Aufregung, als er neue US-Atomtests ankündigte. In dieser Woche antwortete der russische Präsident mit der Forderung an sein Militär, "Vorschläge zum möglichen Start von Vorbereitungsarbeiten für Atomwaffentests zu machen". So gerät das seit fast 30 Jahren von allen Atomwaffenstaaten außer Nordkorea eingehaltene Atomtestmoratorium in Gefahr. Die Bundesregierung behauptet weiterhin, dass die nukleare Teilhabe mit der Stationierung US-amerikanischer Atombomben in Deutschland uns sicherer machen würde. Die IPPNW macht Druck, damit die Bundesregierung sich auf den Weg der nuklearen Abrüstung macht.
Eine informative Lektüre wünscht
Marek Voigt
Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ reagierte mit scharfer Kritik auf die Nachricht, dass die Bundesregierung US-Marschflugkörper größerer Reichweite kaufen will.
Wie die US-Zeitung Politico berichtet, sieht ein internes Dokument der Bundesregierung Anschaffungen für die Bundeswehr im Wert von enormen 377 Milliarden Euro vor. Diese sollen über die kommenden Jahre umgesetzt werden. Ein Posten dieser Liste: 400 Marschflugkörper des Typs Tomahawk Block Vb sowie drei Typhon-Startsysteme. Ihr Kauf in den USA soll rund 1,37 Milliarden Euro kosten.
Im November 2025 widmet sich eine dreiteilige Online-Fortbildungsreihe der IPPNW den häufig unterschätzten gesundheitlichen Auswirkungen niedriger Strahlendosen. Die Auftaktveranstaltung am Dienstagabend war ein voller Erfolg. Über 70 Teilnehmer*innen folgten dem Vortrag von Dr. med. Alexander Rosen über Studienergebnisse zu Niedrigstrahlenschäden bei Menschen rund um Atomanlagen, Atomwaffentestgebiete, Fukushima, Tschernobyl und Uranminen. An zwei weiteren Abenden beleuchten Experten aus Medizin und Forschung aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu biologischen Mechanismen, epidemiologischen Befunden und neuen Studiendaten.
Die IPPNW hat in einer Pressemitteilung die Ankündigung von Atomwaffentests durch US-Präsident Trump verurteilt.
“Die Vernichtungsdrohung durch die Atomwaffenarsenale verbietet eine nukleare Macho-Rhetorik. Der gesunde Menschenverstand verlangt nicht weitere Eskalation, sondern den Wiedereinstieg in Rüstungskontroll- und Abrüstungsverhandlungen, um die Menschheitsbedrohung durch Atombomben zu begrenzen", erklärt Dr. Lars Pohlmeier, Vorsitzender der deutschen IPPNW. “Das inzwischen seit Jahrzehnten bestehende Atomtestmoratorium aller großen Atomwaffenstaaten ist eine zivilisatorische Errungenschaft, die unbedingt verteidigt werden muss.“
In unserer Kampage gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens gibt es in der nächsten Zeit einige Veranstaltungen. Am 8. November um 19 Uhr spricht Ute Rippel-Lau in Berlin zum Thema, am 8. Dezember diskutieren Dr. Angelika Claußen und Ute Rippel-Lau von der IPPNW mit PD Dr. Andreas Follmann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin und eine*r Vertreter*in der Berufsfeuerwehr Essen. Auch beim Treffen der IPPNW-Studierenden vom 7. bis 9. November in Berlin gibt es eine Veranstaltung zum Thema.
Die Tagung am 7. März 2026 in Stuttgart widmet sich den bis heute anhaltenden, teils verheerenden Folgen der beiden größten Atomunfälle der Geschichte. Sie wirft einen kritischen Blick auf Gegenwarts- und Zukunftsthemen der Atomenergie. Mit Stimmen und Eindrücken aus den von den Reaktorkatastrophen betroffenen Regionen sowie internationalen Expert*innen und Engagierten.
Schenken Sie in diesem Jahr mehr als Worte: Wünschen Sie Ihren Liebsten ein Stück Frieden – mit einer IPPNW-Kunstkarte. Die Motive stammen von unserer ehemaligen Abrüstungsreferentin und Geschäftsstellenleiterin Xanthe Hall. Die Karten „Friedenstaube“ und „Peace“ sind als Päckchen in unserem Shop erhältlich – jeweils fünf Klappkarten A6 mit Umschlag für 5 Euro zzgl. Portokosten.
Bestellen unter: shop.ippnw.de
Aus der Mitgliedschaft: Veranstaltung 80 Jahre Vereinte Nationen
Vor 80 Jahren wurden in New York die Vereinten Nationen (UN) gegründet. Einsatz für den Weltfrieden, für Menschenrechte und humanitäre Hilfe sind die zentralen Aufgaben der UN. Unterstützt werden sie dabei von Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Anlässlich des 80. Jahrestages der Vereinten Nationen lädt die IPPNW-Regionalgruppe Landsberg zu einer Veranstaltung "80 Jahre Vereinte Nationen. Das Wirken der NGOs für eine friedliche, gerechte und solidarische Welt" mit Clemens Ronnefeldt (Internationaler Versöhnungsbund) und Dr. Angelika Claußen (IPPNW).
Wann: Samstag, 15. November 2025, 18:30-21:00 Uhr
Wo: Gemeindehaus der evangelischen Christuskirche, Landsberg/Lech
Zum Programm (PDF)