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IPPNW NEWSLETTER

IPPNW-Newsletter vom 28. Juli 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

die IPPNW veranstaltet am 26. August 2010 in Basel den Kongress „Uranabbau, Gesundheit und indigene Völker“. Wir haben Sprecherinnen und Sprecher durch den Uranabbau bedrohter indigener Völker aus den USA, Kanada, Australien, Indien, Namibia, Niger und Mali engeladen. Sie werden begründen, warum sie mit der IPPNW fordern: "Das Uran muss in der Erde bleiben". Sie sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Deutschland verschleiert Uranherkunft

Die deutsche Bundesregierung und die EURATOM Supply Agency verschleiern die Herkunft des Urans, das für den Betrieb deutscher Atomkraftwerke genutzt wird. Zu diesem Ergebnis kommt die IPPNW nach einer systematischen Auswertung der Quellen der europäischen Atombehörde EURATOM sowie Antworten der deutschen Bundesregierung auf parlamentarische Anfragen. Zwar lassen sich anhand des Datenmaterials die Lieferländer nachvollziehen, nicht aber die Ursprungsländer. „Wir fordern die Bundesregierung daher auf, Informationen über Einfuhr, Herkunftsländer, Ausfuhr und Empfangsländer von Uran endlich offen zu legen“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. Mehr

Probleme politisch lösen - Abzug aller Truppen jetzt!

Angesichts der auf Wikileaks veröffentlichten Dokumente des US-Militärs kritisiert die IPPNW gezielte Tötungen und warnt vor einer Eskalationslogik. Die veröffentlichten Berichte der US-Militärs belegen nicht nur den in Afghanistan und im Nordwesten Pakistans von vielen Seiten beförderten grausamen Kriegszustand. Vor allem zeigen sie auf, auf welchen dubiosen Einschätzungen und vagen Informationen US-Militär und Geheimdienste zu ihrem Feindszenario für die Großregion des Hindukusch gelangen. mehr

Schützenhilfe für die Atomindustrie

Die Ärzteorganisation IPPNW kritisiert die heute von der Universität Mainz der Presse vorgestellte Studie "Kinder und Kernkraft" (KuK-Studie) zu angeborenen Fehlbildungen in der Umgebung von Atomkraftwerken als argumentative Schützenhilfe zu Gunsten der Atomindustrie. Die Mainzer Studie hat aufgrund geringer Fallzahlen eine zu geringe statistische Nachweisstärke (power), um einen Effekt in ähnlicher Größenordnung wie in der vorangegangenen Studie zu Kinderkrebs um Atomkraftwerke (KiKK-Studie) nachzuweisen. mehr

Innenminister schürt Feindbilder

Die IPPNW wendet sich gegen einen Generalverdacht gegen islamische Organisationen und Vereine, wie er sich im jüngsten Verbot gegen die "Internationale Humanitäre Hilfsorganisation" (IHH) widerspiegelt. „Eine Kultur des Friedens entsteht nicht durch Verbote, sondern durch den Dialog zwischen den Konfliktparteien. Mit dem Verbot schürt die Bundesregierung neue Feindbilder. Stattdessen sollte sie deutsche Waffenlieferungen und Rüstungsgüter nach Nahost stoppen“, erklärt der stellvertretende IPPNW-Vorsitzende Matthias Jochheim. mehr

Atomhaftpflichtversicherung

Alle Versicherungen der Welt weigern sich aus gutem Grund, das Risiko eines atomaren Unfalls in einem Atomkraftwerk im vollen Umfang zu tragen. Als hilflose Ausweichkonstruktion besteht deshalb in Deutschland schon seit Jahrzehnten eine juristisch höchst fragwürdige Konstruktion. Der Schaden eines atomaren Unfalls wird für die Betreiber willkürlich auf eine "versicherbare Geldmenge" begrenzt. Der immense Rest des Schadenrisikos wird über die Steuergelder an alle Bürger abgewälzt. mehr

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