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IPPNW NEWSLETTER

IPPNW-Newsletter vom 23.02.2011

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

das iranische Drama "Nader und Simin - A Separation" von Asghar Farhadi hat bei der Berlinale drei Bären gewonnen. Die Auszeichnung ist auch als politisches Signal zu vestehen, denn Farhadis iranischer Filmkollege Jafar Panahi wurde zu 6 Jahren Haft und zu 20 Jahren Arbeitsverbot und Stillschweigen verurteilt. Die Friedensfilmpreis-Jury bezog mit der Aktion eines fahrenden Plakates "Wo bleibt Jafar Panahi?" deutlich Stellung. Panahi skizzierte in seiner Botschaft an die Berlinale jene Kultur des Friedens, der sich die IPPNW verpflichtet fühlt: "In meinen Träumen schreie ich nach einer Zeit, in der wir uns gegenseitig tolerieren und unsere jeweiligen Meinungen respektieren, in der wir füreinander leben können." Unsere Gedanken sind in diesen Tagen bei den vielen hunderttausend Menschen in den arabischen Staaten und im Iran, die entschlossen und gewaltfrei demonstrieren, für Freiheit und Menschenrechte.  

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Friedensfilmpreis für "Morgen wird alles besser"

Der Friedensfilmpreis geht in diesem Jahr an den Film "Jutro Bedzie Lepiej/ Morgen wird alles besser" aus der Sparte Generation Kplus. Die polnische Regisseurin Dorota Kedzierzawska erzählt ihren Film nach einer wahren Begebenheit. In ihrer Begründung schreibt die Jury: "Drei russische Straßenkinder machen sich auf den Weg: Sie verlassen die Bahnhofsbänke unter denen sie schlafen – hungrig, ungewaschen und immer umdrängt von den alltäglichen, beißenden Bedrohungen... Mehr

Tschernobyl-Kongress: Frühbucherrabatt nutzen

Schon angemeldet? Vom 8.-10. April findet in Berlin der internationale IPPNW-Kongress "25 Jahre nach Tschernobyl, Zeitbombe Atomenergie - Atomausstieg jetzt!" statt. Nutzen Sie den Frühbucherrabatt: Noch bis zum 28. Februar zahlen Sie eine ermäßigte Teilnahmegebühr. Auf dem Kongress werden über 30 Experten die atomaren Gefahren analysieren. Wussten Sie z.B., dass nach dem Reaktorkatastrophe in den belasteten Regionen etwa 800.000 weniger Kinder und dabei vor allem weniger Mädchen geboren wurden? Diese Geschlechterauffälligkeit hat der Biomathematiker Hagen Scherb vom Helmholtz-Zentrum in einer aktuellen Studie untersucht. Er wird auf dem Kongress gemeinsam mit dem russischen Umweltpolitiker Alexey Jablokov über die Gesundheitsfolgen von Tschernobyl berichten.

Neues Biblis-Faltblatt

Atomstrom verstopft die Netze. Kommunen, Stadtwerke, Bürger und Energiegenossenschaften wollen die Energieversorgung wieder in die eigene Hand nehmen. Doch Atomkraftwerke wie Biblis sind da im Weg. Das Faltblatt "Biblis ... verstopft den Erneuerbaren die Leitungen - Politik für Bürger und Kommunen ..." der IPPNW und des BUND Hessen thematisiert fast die gesamte Breite der aktuellen energiepolitischen Auseinandersetzung: Von den ständigen Strompreiserhöhungen über die Blockade der erneuerbaren Energien bis zur Auseinandersetzung um die Atomenergie und der Biblis-Klage der IPPNW.

IPPNW begrüßt die Ratifizierung des Neuen START-Abkommens

Mit einem Schreiben an die Präsidenten der USA und Russlands würdigen die Präsidenten der IPPNW die erfolgreiche Ratifizierung des neuen Abkommens zur Reduzierung der strategischen Waffen (START). Nach dem Vertrag werden beide Länder die Zahl ihrer stationierten strategischen Atomwaffen auf jeweils 1.550 reduzieren, und zusätzlich die Anzahl der stationierten und nicht-stationierten Trägersysteme auf jeweils 800 verringern. Das Abkommen wurde am 25. Januar 2011 vom russischen Parlament, der Staatsduma, ratifiziert und am 26. Januar erfolgte die Ratifizierung durch den russischen Föderationsrat. Der US-Senat ratifizierte den Neuen START-Vertrag bereits am 22. Dezember 2010. mehr

"Es fehlt eine verantwortungsvolle Zukunftsvision für Afghanistan"

Die Ärzteorganisation IPPNW fordert einen sofortigen Waffenstillstand in Afghanistan statt einer Verlängerung des Einsatzes von Bundeswehrsoldaten im Rahmen des ISAF-Mandats. „Das Jahr 2010 war für afghanische Zivilisten das tödlichste Jahr seit 2001. Es ist zudem das verlustreichste Jahr für die Interventionstruppen seit Kriegsbeginn – neun deutsche Soldaten starben. Auch die Zahl der deutschen Soldaten mit posttraumatischen Belastungsstörungen hat 2010 einen neuen Höchststand erreicht“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. mehr

Kostenlose Online-Kurse zur medizinischen Friedensarbeit

Europäische Friedens- und Gesundheitsinitiativen haben heute sieben interaktive Online-Kurse zu "Medical Peace Work" gratis ins Internet gestellt. Ziel der Kurse ist es, Gesundheitspersonal über die Folgen von Krieg und anderen Formen von Gewalt für die Gesundheit von Individuen und Bevölkerungsgruppen zu informieren. Die Kurse zeigen auch, wie das Gesundheitspersonal einen eigenen Beitrag zu Friedensstiftung, Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung leisten können. Sie vermitteln den Teilnehmern neue Einsichten in die Rolle und Verantwortung von Gesundheitspersonal in Friedensarbeit.

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