Online-Version anzeigen

IPPNW NEWSLETTER

IPPNW-Newsletter vom 6.12.2012

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

heute tagen die Innenminister in Rostock-Warnemünde. Auf der Konferenz wird über die Konsequenzen beraten, die sich aus dem Super-GAU von Fukushima für die noch laufenden Atomkraftwerke in Deutschland ergeben. Die IPPNW hat sich letzten Freitag in einem Offenen Brief an alle Innenminister Deutschlands gewendet und die umgehende Abschaltung aller Atomkraftwerke gefordert.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Atomarer Katastrophenschutz veraltet und zu kleinräumig

Standorte Atomkraftwerke Süddeutschland. Grafik: IPPNW

"Der Katastrophenschutz bei einem AKW-Unfall mit Freisetzung radioaktiver Spaltprodukte ist veraltet und zu kleinräumig ausgelegt", sagt IPPNW-Vorstandsmitglied Reinhold Thiel. "Das gilt für ganz Deutschland und für alle noch laufenden Atomkraftwerke in Gundremmingen, Philippsburg, Grafenrheinfeld, Grohnde, Brokdorf, Isar, Emsland und Neckarwestheim." Mit einem Hintergrundpapier und neu ausgearbeitetem Kartenmaterial zeigt die IPPNW, dass radioaktive Spaltprodukte im Falle eines atomaren Unfalls nicht an einer 25-km-Grenze Halt machen werden, so wie es die bisherigen veralteten Vorsorgeplanungen vorsehen. Laut der Studie des Bundesamts für Strahlenschutz würden große Gebiete bis zu 170 Kilometer verstrahlt. Evakuierungspläne existieren nur bis 25 Kilometer. mehr

Uranwaffen müssen geächtet werden

Report von IPPNW und ICBUW: Die gesundheitlichen Folgen von Uranmunition

Die gesundheitlichen Schädigungen durch Uranmunition für Zivilbevölkerung, Soldaten und Umwelt sind so gravierend, dass sie international geächtet werden muss. Zu diesem Ergebnis kommt der Report „Die gesundheitlichen Folgen von Uranmunition – Die gesellschaftliche Debatte um den Einsatz einer umstrittenen Waffe“ der internationalen Ärzteorganisation IPPNW in Zusammenarbeit mit der International Coalition to Ban Uranium Weapons (ICBUW). mehr

Die sozialen und gesundheitlichen Folgen des globalen Kleinwaffenhandels

Jede Minute stirbt ein Mensch durch Waffengewalt. Foto: Control Arms.

Jede Minute stirbt ein Mensch durch Waffengewalt. Mehr als 70 Prozent dieser Opfer werden durch Kleinwaffen getötet. Die sozialen und gesundheitlichen Folgen des globalen Kleinwaffenhandels rückt ein internationaler Kongress der IPPNW in Zusammenarbeit mit der Kampagne "Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel" vom 30. Mai bis 2. Juni 2013 in Villingen-Schwenningen in den Fokus. "Wir werden auf unserem Kongress in der Neuen Tonhalle die sozialen, psychologischen und medizinischen Auswirkungen der Produktion und des Handels mit Kleinwaffen diskutieren", sagt IPPNW-Vorstandsmitglied Dr. Helmut Lohrer. Mehr

Drohende Einmischung in syrischen Bürgerkrieg

MIM 104 / Patriot System der Bundeswehr, Foto: Darkone, wikimedia

Sehr kritisch sieht die IPPNW den Einsatz deutscher Patriot-Raketen und Soldaten in der Türkei. Die Bundesregierung will bis zu 400 Bundeswehrsoldaten für den von der Nato beschlossenen Einsatz von Patriot-Luftabwehrsystemen in der Türkei abstellen. "Die Stationierung konterkariert eine Verhandlungslösung des syrischen Konflikts", erklärt Matthias Jochheim, Vorsitzender der IPPNW. "Vielmehr wird die weitere Einmischung des NATO-Partners Türkei unterstützt, der durch Waffentransfers und die Bereitstellung von Rückzugsräumen für die syrischen Rebellen den Bürgerkrieg im Land verstärkt", so Jochheim weiter.  IPPNW-Pressemitteilung vom 21.11.2012

Zivilgesellschaftliche Nahost-Konferenz in Helsinki findet statt

Aktion der israelischen Abrüstungsbewegung. Foto: ICANW.org

Die Konferenz zur Etablierung einer Zone frei von Massenvernichtungswaffen im Nahen und Mittleren Osten wird auf unbefristete Zeit verschoben. Sie sollte Mitte Dezember in Helsinki stattfinden. Die zivilgesellschaftliche Konferenz "Mittlerer Osten ohne Massenvernichtungswaffen" dagegen findet vom 14.-16. Dezember wie geplant in Helsinki statt. Delegierte aus dem Nahen und Mittleren Osten und Europa werden sich treffen, um über eine Strategie zu sprechen, wie politischer Druck „von unten“ für eine Zone frei von Massenvernichtungswaffen in der Region aussehen kann.  Lesen Sie weiter

Syrien: Friedlicher Wandel durch Dialog

Louay Hussein, Schriftsteller, Journalist und Präsident der Bewegung "Building the Syrian State"

Louay Hussein, Schriftsteller, Journalist und Präsident der Bewegung „Building the Syrian State“ und Mouna Ghanem, Ärztin und syrische Frauenrechtlerin haben anlässlich ihres Besuches in Berlin einen fundamentalen Wandel für Syrien gefordert. Die aktuelle Eskalation der Gewalt stehe einer wirklichen Demokratisierung Syriens entgegen. Die Bewegung „Building the Syrian State“ ist Teil der innersyrischen Opposition. Sie steht nicht unter dem Einfluss ausländischer Interessen und ist in Europa bisher kaum bekannt. Die Vertreter von „Building the Syrian State“ sind überzeugt, dass ein gewaltfreier Wandel in ihrem Land möglich ist. Dazu sei es aber notwendig, dass das Ausland nicht mehr wie bisher, vor allem die militanten Teile der Opposition unterstütze, weil dies dem friedlichen Prozess im Lande immer weniger Raum lasse. mehr

Newsletter

Abbestellen / Ändern