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IPPNW NEWSLETTER

IPPNW-Newsletter vom 11.05.2011

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

zwei Monate nach der atomaren Katastrophe von Fukushima stoppt Japan den Ausbau der Atomenergie. Die Ethikommission empfiehlt in ihrem Entwurf des Abschlussberichts "einen vollständigen Ausstieg aus der Kernenergie" bis spätestens 2021. Wer hätte vor zwei Monaten gedacht, das all dies möglich ist. Trotz dieser Nachrichten, gilt es jetzt nicht nachzulassen und weiter öffentlich Druck zu machen. Nächste Möglichkeit dafür sind die Großdemonstrationen in 21 Städten am 28. Mai 2011. Weitere Informationen

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

WHO-Versagen im Umgang mit atomaren Katastrophen

Die Bundesregierung soll die Rolle der Weltgesundheitsorganisation im Umgang mit der atomaren Katastrophe von Fukushima auf die Tagesordnung der nächsten Weltgesundheitsversammlung vom 16.-24. Mai 2011 in Genf setzen. Das fordert die IPPNW zwei Monate nach dem Atomunfall in Japan in einem Brief an  Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler. Die Ärzteorganisation unterstützt in diesem Zusammenhang die Forderung der Oppositionsparteien in der morgigen Bundestagsdebatte, sich in der Generalversammlung der Vereinten Nationen dafür einzusetzen, dass die WHO zukünftig auch unabhängig von der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) Stellungnahmen zu Gesundheitsfragen im Zusammenhang mit Radioaktivität abgeben kann. mehr

Deutsche Waffenhilfe für Diktatoren in Arabien

Deutschland ist Europameister bei den Rüstungsexporten. Zu den Empfängern deutscher Waffen, Rüstungsgüter und Lizenzen zählen selbst Diktaturen. Deutschland hat Waffen an die autoritären Regime in Tunesien und Ägypten exportiert, den libyschen Diktator Gaddafi aufgerüstet und die Genehmigung für die Lizenzproduktion des Sturmgewehres G36 von Heckler & Koch an Saudi-Arabien erteilt. "Aktion Aufschrei: Stoppt den Waffenhandel" – heißt eine Kampagne gegen deutsche Rüstungsexporte, die zehn Nichtregierungsorganisationen aus der Friedens- und Entwicklungszusammenarbeit heute starten.  mehr

Extralegale Hinrichtung

Fast zehn Jahre nach den Anschlägen auf die New Yorker „Twin Towers“ und das Pentagon soll nun laut US-Präsident der Hauptverantwortliche Osama Bin Laden seiner gerechten Strafe zugeführt worden sein. Bemerkenswerterweise ohne Gerichtsverfahren, bei einer überfallartigen Militäraktion in einem mit den USA verbündeten Land, dessen Regierung aber vorab nicht in Kenntnis gesetzt worden sei. Die Tötung Bin Ladens wurde offenbar von Anfang an zumindest billigend in Kauf genommen. mehr auf dem IPPNW-Blog

Liveticker zur Ethikkommission

Die von der Bundesregierung einberufene "Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung" traf sich am 28. April 2011 elf Stunden lang zu einer ersten öffentlichen Sitzung und Expertenanhörung. Die Sitzung wurde im Internet und auf Phoenix live übertragen. Die atomkritischen Organisationen IPPNW und .ausgestrahlt haben die Beiträge während der gesamten Sitzung mit einem Live-Ticker im Internet minutenaktuell bewertet, analysiert und kommentiert.

Radioaktivität macht Kinder krank

Die Ärzteorganisation IPPNW ist besorgt über die Erhöhung der Strahlengrenzwerte für Kinder durch das japanische Erziehungsministerium. Kinder sind um ein Vielfaches strahlensensibler als Erwachsene. Ihre Zellen teilen sich häufiger und ihr Zellreparaturmechanismus ist noch nicht ausgereift. Ein Kind, das wächst, muss im Gegensatz zu einem Erwachsenen mehr Stoffe aufnehmen. Sein Organismus nimmt daher radioaktive Substanzen in Essen, Trinken und Atemluft begierig auf. „Kinder brauchen strengere Strahlenschutzgrenzwerte als Erwachsene und erst recht als Arbeiter in Atomkraftwerken“, erklärt Vorstandsmitglied Reinhold Thiel. mehr

Verteilung von Jodtabletten im atomaren Katastrophenfall

Die IPPNW verlangt schon seit Jahren für den atomaren Katastrophenfall die Vorverteilung von hochdosierten Jodtabletten in jeden Haushalt. In einem Brief an Umweltminister Röttgen hat die Ärzteorganisation diese Forderung heute noch einmal bekräftigt. Angesichts der verheerenden Katastrophe in Fukushima bestünde bei vielen Patienten Informationsbedarf, wie die Katastrophenschutzpläne im Falle eines atomaren Unfalls in Deutschland aussehen. Die Ärzte sorgen sich, dass die eingelagerten Jodtabletten im Katastrophenfall nicht rechtzeitig zu den betroffenen Menschen kommen.  mehr

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