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IPPNW NEWSLETTER

IPPNW-Newsletter vom 21.06.2011

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

auch im Normalbetrieb gefährden Atomkraftwerke unsere Gesundheit. Schon bei einem einzigen Brennelementwechsel wird bis zu einem Drittel der jährlich abgegebenen Menge an radioaktiven Edelgasen und bis zu 50% der Jahresabgabe an radioaktivem Jod über den AKW-Kamin abgelassen und in die Umgebung verteilt. Das haben Recherchen der Sendung Plusminus ergeben, die heute um 21.50 Uhr in der ARD gezeigt wird. Der Fernsehbeitrag baut auf  Nachforschungen der IPPNW auf und bestätigt die These, dass die Brennelementwechsel gefährlicher sind als bisher angenommen.  Heute Abend einschalten oder die Sendung im Internet abrufen unter http://www.daserste.de/plusminus/

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

US-Atomkraftwerk Fort Calhoun durch Hochwasser geflutet

Ein Hochwasser des Missouri-River bedroht das Atomkraftwerk Fort Calhoun im US-Bundesstaat Nebraska. Nach Einschätzung der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW ist es vorstellbar, dass das extreme Hochwasser aufgrund von Undichtigkeiten längst die "Kellerräume" des Atommeilers geflutet hat, in denen sich empfindliche Betriebs- und Sicherheitssysteme befinden. "Für Deutschland liegt die Aussage eines ehemaligen Siemens-Ingenieurs vor, wonach bei weitaus weniger dramatischen Hochwasserständen des Rhein regelmäßig Wasser in das Reaktorgebäude von Biblis eingedrungen ist", so IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz. mehr

Entschädigungsklagen wegen schlechter Atomgesetz-Begründung

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW warnt die im Bundestag vertretenen Parteien vor einer Abstrafung durch die Wähler, sollten sie die geplante Atomgesetz-Novelle nicht verfassungsfest und entschädigungssicher machen. "Man muss kein Jurist sein, um zu erkennen, dass in der Begründung des Gesetzentwurfs keine Gründe für die Stilllegung bzw. für die Befristung von Atomkraftwerkslaufzeiten geliefert werden", so IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz. mehr

Biblis B: In 15 Minuten zum Super-GAU

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW warnt wegen einer „gigantischen Sicherheitslücke“ vor einer Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerks Biblis und vor der möglichen Nutzung von Biblis B als Reserve-Kraftwerk. „Löst die Betriebsmannschaft bei einem nur kleinen Leck in einer Schweißnaht das schnelle Herunterfahren des Atommeilers nicht innerhalb von Minuten aus, kann es zum Super-GAU kommen“, so IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz. mehr

Für einen Palästinenserstaat

Äußerst kritisch bewerten die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) die von der Bundesregierung erklärten Bedingungen für die Gründung eines palästinensischen Staates. Jahrelang - und aktuell durch Bundesaußenminister Guido Westerwelle und Entwicklungsminister Dirk Niebel bei ihrem Besuch in der Region - hat Deutschland die Zwei-Staatenlösung als das Frieden bringende Endziel für den Konflikt zwischen Palästinensern und Israel erklärt. mehr

Frieden in Libyen braucht Verhandlungen mit allen Seiten

Die IPPNW fordert die Bundesregierung auf, den Konflikt in Libyen nicht durch eine Vorwegnahme des vom Westen erwünschten Kriegsergebnisses anzuheizen. Der stellvertretende IPPNW-Vorsitzende Christoph Krämer appellierte an Außenminister Westerwelle, auch weiterhin mit der amtierenden Regierung zu kommunizieren, ihre Friedensinitiativen ernst zu nehmen und aufzugreifen und auch Tripolis zu besuchen, um sich dort ein eigenes Bild von den Folgen der NATO-Bombardierungen zu machen. mehr

40 Prozent Hilfskräfte und 10-Stunden-Schichten

Die Süddeutsche Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 6. Juni über Tausende Leiharbeiter in deutschen Atomkraftwerken. Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW kritisiert bereits seit Langem, dass bei der Wartung deutscher Atomkraftwerke regelmäßig ungelernte Hilfskräfte und Leiharbeiter eingesetzt werden. Die im Bereich Herstellung und Wartung von Atomkraftwerken tätige Siemens AG, heute firmierend als Siemens-Beteiligungsgesellschaft AREVA, setzt bei der Wartung der deutschen Atomkraftwerke bis zu 40% "Hilfskräfte" ein. Die Arbeiter werden oft in 10-Stunden-Schichten in den Strahlenbereichen eingesetzt.  mehr

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