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IPPNW NEWSLETTER

IPPNW-Newsletter vom 25.03.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

„Atomwaffen: nicht modern, sondern illegal“, so lautet das Motto des diesjährigen Ostermarsches am Ostermontag, 1. April 2013 am Atomwaffenstandort Büchel. Der Protest der Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“ und von Friedensinitiativen aus Rheinland-Pfalz richtet sich gegen den Verbleib der US-Atombomben in Deutschland und ihre geplante Modernisierung. Demonstrieren Sie mit!

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

IPPNW begrüßt israelische Entschuldigung gegenüber der Türkei

Free Gaza Flottille 2010

IPPNW und pax christi begrüßen die Entschuldigung der israelischen Regierung für die Tötung von acht türkischen Friedensaktivisten und einem us-amerikanisch/türkischen gegenüber der Türkei. Israelische Soldaten hatten die neun am 31. Mai 2010 bei der Erstürmung des türkischen Schiffs Mavi Marmara der Gaza-Freedom Flottille auf dem Mittelmeer, erschossen. Die Schiffe wollten Hilfslieferungen in den Gazastreifen bringen und die Gazablockade durchbrechen. Lesen Sie weiter

Waffenhandel fördert Krieg, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen

Die IPPNW will die dramatischen Folgen des globalen Kleinwaffenhandels bei einem internationalen Kongress vom 30. Mai bis 2. Juni 2013 in Villingen-Schwenningen stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Foto: Control Arms/ Creative Commons 2.0

Zurzeit verhandeln die Staaten der UNO in New York über strikte Regeln zur Kontrolle des globalen Waffenhandels. Die deutsche Sektion der IPPNW sieht in einem Vertrag zur effektiven Regelung des unkontrollierten Waffenhandels allenfalls einen ersten Schritt. Von der Bundesregierung fordert sie, sich dafür einzusetzen, dass der Handel mit ausnahmslos sämtlichen Waffen- und Munitionstypen unterbunden wird. Gemeinsam mit zahlreichen anderen in der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ zusammengeschlossenen Organisationen fordert die deutsche IPPNW, ein generelles Verbot von Rüstungsexporten im Grundgesetz zu verankern. Mehr

Schätzungsweise 1,5 Millionen Iraker sind durch den Krieg ums Leben gekommen

Wikileaks-Video "Collateral Murder" von 2007

Der Irak hat durch die Invasion im Jahr 2003 bis Anfang 2012 schätzungsweise 1,5  Millionen Todesopfer durch kriegerische Gewalteinwirkung zu verzeichnen. Das ist das Ergebnis des IPPNW-Reports "Body Count – Opferzahlen nach zehn Jahren Krieg gegen den Terror Irak – Afghanistan – Pakistan", der nun in einer zweiten aktualisierten Auflage vorliegt. Grundlage für die ermittelte Zahl der Opfer im Irak ist unter anderem die 2006 publizierte medizinisch-epidemiologische Studie in der Zeitschrift Lancet über den Anstieg der Mortalität im Irak durch die Militärintervention. Für eine Abschätzung der aktuellen Opferzahlen hat die Autorengruppe der IPPNW im "Body Count", die von der Lancet-Studie bis Juli 2006 ermittelten Zahlen mit weiteren Studien und Daten verglichen und Opferzahlen aus dem weiteren Kriegsverlauf bis 2012 einbezogen. mehr

Uranmunition verseucht den Irak noch nach zehn Jahren

Frau im Irak vor einem Schrottpanzer, Foto: Khajak Vartanian

Die US-Amerikaner haben Uranmunition im Irakkrieg in zivilen Gebieten eingesetzt. Die Zivilbevölkerung wurde anschließend mit den Folgen der Kontamination allein gelassen. Bis heute verweigert die US-amerikanische Regierung, Daten über die Ziele der eingesetzten Urangeschosse (400 Tonnen) zu veröffentlichen. Die irakische Regierung bestätigt auf Basis der begrenzten verfügbaren Daten, dass etwa 300 kontaminierte Stellen bekannt sind. Regelmäßig werden weitere Stellen entdeckt. Die Säuberung solcher Orte kostet um die 150.000 US-Dollar. Die Kosten variieren in Abhängigkeit von Ort, Ausmaß und Grad der Kontamination erheblich. mehr

Startschuss für den Weg zur atomwaffenfreien Welt

ICAN Civil Society Forum vom 2.-3. März 2013

Auf Einladung Norwegens untersuchten 127 Staaten auf einer Konferenz vom 4.-5. März 2013 die humanitären Auswirkungen von Atomwaffen. Die einzige logische Konsequenz: ihre Abschaffung. Zum Abschluss der Konferenz hat Mexiko angekündigt, Ende des Jahres eine Folgekonferenz auszurichten, was die Konferenz zu den humanitären Auswirkungen von Atomwaffen in einen Prozess münden lässt: Der Modus Operandi, inakzeptable Waffenarten durch einen völkerrechtlichen Vertrag zu verbieten, der nicht vom ersten Tag an universell sein muss aber eine offene Architektur aufweist, war schon mit Landminen und Streumunition erfolgreich, welche 1997 bzw. 2008 verboten wurden. mehr

Sanktionen sind ein langsames Gift, keine Medizin

Im Iran fehlen beispielsweise lokal wirkende Immunsuppressiva für Augenoperationen und Impfstoffe gegen Pneumonien, Foto: IPPNW

Die deutsche Sektion der IPPNW appelliert nach den Verhandlungen in Kasachstan über das iranische Atomprogramm an Außenminister Guido Westerwelle, sich für eine Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran stark zu machen. Sanktionen sind kontraproduktiv für eine Lösung des Irankonflikts, denn sie treffen hauptsächlich die Zivilbevölkerung. Erfahrungen mit den Sanktionen gegen den Irak lehren zudem, dass sie Teil einer Eskalationsspirale sind, die in einen Krieg münden kann. Die IPPNW fordert stattdessen schon seit Langem einen Stopp des Rüstungsexports in die Region sowie Verhandlungen über eine Zone frei von Massenvernichtungswaffen im Nahen und Mittleren Osten. mehr

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