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IPPNW NEWSLETTER

IPPNW-Newsletter vom 2.08.2011

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

mehr als 20 Jahre nach Ende des Kalten Krieges und 66 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki lagern weltweit noch immer mehr als 20.000 Atomwaffen. Deutschland ist dabei nicht außen vor, denn geschätzte 20 einsatzbereite US-Atomwaffen sind weiterhin in Büchel stationiert. Mitte Juli hatte die japanische Zeitung "Asahi Shimbun" einen mit Abrüstungsfragen beauftragten US-Beamten zitiert, wonach die USA den Abzug aller taktischen Atomwaffen aus Europa erwägen. Dies solle im Rahmen der NATO besprochen werden. Gründe für den Abzug seien die Kosten der Stationierung und das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen. Zum Hiroshima- und Nagasaki-Tag am 6. und 9. August 2011 finden wieder viele Aktionen und Mahnwachen unter Beteiligung der IPPNW statt.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Deutsche Hillfe für Aufstandsbekämpfung

Die IPPNW fordert die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, sowohl die Genehmigung der Auslieferung von Leopard 2-Panzern als auch die Lizenzvergabe an Heckler & Koch für den Bau einer Waffenfabrik in Saudi-Arabien zurückzunehmen. "Mit den Rüstungsexportlieferungen macht sich  Deutschland zum Gehilfen der brutalen Niederschlagung von Demokratiebewegungen auf der arabischen Halbinsel", erklärt der IPPNW-Vorsitzende Matthias Jochheim. Das allgemeine Friedensgebot der Präambel des Grundgesetzes verbiete Waffenexporte als friedensstörende Handlungen grundsätzlich. mehr

Diplomatische Initiativen für Libyen

Die humanitäre Lage in Libyen verschlechtert sich drastisch je länger Bürgerkrieg, militärische Intervention der NATO und internationale Sanktionen gegen das Gaddafi Regime aufrecht erhalten werden. Ein aktueller Bericht verschiedener UN-Unterorganisationen belegt vor allem die traumatischen Konsequenzen für Frauen und Kinder. Die IPPNW fordert deswegen die Einstellung der internationalen Angriffe auf Einrichtungendes Gaddafi-Regimes und die Feuerpause beider inner-libyscherKonfliktseiten, um über Waffenstillstandsverhandlungen zu einer friedlichen Lösung des blutigen Konfliktes zu gelangen. mehr

Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel?

Die Bundesregierung muss die Chance zu einem bedeutungsvollen Schritt auf eine Welt ohne Atomwaffen hin tatkräftig nutzen. „Ein Forcieren des Abzugs der US-Atomwaffen aus Büchel und aus Europa wäre die Gelegenheit für die Bundesregierung, nicht nur als Waffenexporteur an fragliche Empfänger gesehen zu werden, sondern für die weltweite Abrüstung sichtbar einzustehen“, so Jens-Peter Steffen, Friedensreferent der IPPNW. Mit Friedensorganisationen wie der Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei" und der Bürgermeisterbewegung "Mayors for Peace" wird in einem Aufruf zum 66. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki der Abzug der mindestens 20 einsatzbereiten US-Atomwaffen in Büchel in der Eifel gefordert. mehr

Bundestag beschließt Weiterbetrieb von neun Risiko-Atomkraftwerken

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW hat den von CDU, CSU, FDP, SPD und Grünen gefassten Bundestagsbeschluss zum Weiterbetrieb von neun Atomkraftwerksblöcken als verantwortungslos kritisiert. „Obwohl vor Monaten mit viel Getöse eine Ethikkommission eingesetzt wurde, war in der von Parteiengeplänkel geprägten Bundestagsdebatte die Frage der ethischen Verantwortbarkeit dieser Risiko-Fortschreibung kein Gegenstand der Diskussion“, kritisiert IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz. „Selbst für Politiker, die in der Vergangenheit jedes meldepflichtige Ereignis zum Störfall hochstilisiert haben, sind die gefährlichen Sicherheitslücken der zuletzt in Deutschland errichteten Konvoi-Atomkraftwerke kein Thema.“ mehr

Brennelementwechsel gefährlicher als bisher angenommen

Schon bei einem einzigen Brennelementwechsel wird bis zu einem Drittel der jährlich abgegebenen Menge an radioaktiven Edelgasen und bis zu  50% der Jahresabgabe an radioaktivem Jod über den AKW-Kamin abgelassen und in die Umgebung verteilt. Das belegte die Sendung Plusminus vom 21. Juni 2011. Die ARD-Recherchen bauen auf Nachforschungen der IPPNW auf und bestätigen die These, dass die Brennelementwechsel gefährlicher sind als bisher angenommen. mehr

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