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IPPNW NEWSLETTER

IPPNW-Newsletter vom 27.09.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

heute gab es gleich zwei gute Nachrichten. Die Vertreter des UN-Sicherheitsrats haben sich auf den Entwurf für eine Syrien-Resolution geeinigt, womit eine Militärintervention vorerst abgewendet ist. Und: Die Uno-Vetomächte und Deutschland haben die Atomgespräche mit Iran wieder aufgenommen. Trotz dieser positiven Signale: Die Lage für die Menschen in Syrien bleibt weiterhin dramatisch. Die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst hat ZEIT-online ein Interview zur medizinischen Versorgung in Syrien gegeben (siehe unten).  Am 16. Oktober 2013 sind Mouna Ghanem und Louay Hussein von der gewaltfreien Bewegung "Den syrischen Staat aufbauen" auf Einladung der IPPNW zu Gast in Berlin. Sie sind herzlich eingeladen, an der Podiumsdiskussion zum Thema "Perspektiven für einen Frieden in Syrien" teilzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Medizinische Versorgung ist in Syrien kaum noch möglich

Aleppo. Ein Konvoi des syrischen Roten Halbmondes. © SARC

Der Bürgerkrieg in Syrien ist aktuell eine der weltweit größten humanitären Katastrophen. Die Zahl der Toten wird auf über 100.000 Menschen geschätzt. Die vom UN-Menschenrechtsrat berufene Syrien-Kommission hat kürzlich schwere Verbrechen an Zivilisten angeprangert. Der Bürgerkrieg wird von beiden Seiten immer grausamer und skrupelloser geführt. Laut Aussagen der UN haben sich sowohl die Rebellen als auch die Regierungstruppen schwere Menschenrechtsverletzungen zuschulden kommen lassen – Mord, außergerichtliche Hinrichtungen, Folter, Vergewaltigung, Geiselnahmen und nicht zuletzt der Einsatz chemischer Kampfstoffe zeigen die zunehmende Enthemmung der Kriegsparteien auf.

WHO verzögert Bericht über Auswirkungen von Uranmunition

Protestaktion vor dem Auswärtigen Amt, Foto: ICAN Deutschland

Deutschland hat sich am 21. Oktober 2013 in der UNO-Generalversammlung erneut geweigert, den Einsatz von Atomwaffen unter allen Umständen zu verurteilen. 124 Staaten haben eine entsprechende Erklärung unterzeichnet. Die internationale Kampagne gegen Atomwaffen (ICAN Deutschland) und die deutsche Sektion der IPPNW fordern die deutsche Bundesregierung auf, sich endlich für ein internationales Verbot von Atomwaffen einzusetzen. mehr

Wer B- und C-Waffen verbietet, kann auch A-Waffen ächten

Chemiewaffenopfer im Iran. Foto: IPPNW

Die deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), und Friedensnobelpreisträger von 1985 begrüßt die Entscheidung des Nobelpreiskomitees, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) auszuzeichnen „Das Verbot von Chemiewaffen ist eine Errungenschaft der internationalen Zivilgesellschaft und der Diplomatie, ebenso wie das Verbot biologischer Waffen. Jetzt ist es an der Zeit, dass Atomwaffen aufgrund ihrer katastrophalen humanitären Folgen ebenfalls verboten und vernichtet werden,“ erklärt Xanthe Hall, Abrüstungssprecherin der IPPNW. mehr

"(Drohnen)Krieg gegen den Terror" beenden

Drohnenfernsteuerung, Irak, August 2007, Foto: Master Sergeant Steve Horton

Die deutsche Sektion der IPPNW forderte anlässlich des Jahrestages des 11. September 2001 ein Ende des sogenannten „Krieges gegen den Terror“. Laut dem IPPNW-Report "Body Count" kosteten allein die militärischen Interventionen im Irak, Afghanistan und Pakistan bis zu 1,7 Millionen Menschen das Leben. Beendet werden muss nach Ansicht der Ärzteorganisation auch der „Drohnenkrieg“, den Barack Obama seit seinem Amtsantritt deutlich intensiviert hat. „Wir fordern die völkerrechtliche Ächtung bewaffneter Drohnen und appellieren an die Bundesregierung, auf den Ankauf von Drohnen zu verzichten“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst. Mehr lesen

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