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IPPNW NEWSLETTER

IPPNW-Newsletter vom 31.08.2011

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

in Gaddafis Waffenlagern haben die Rebellen G36-Gewehre aus deutscher Produktion gefunden, melden heute die Stuttgarter Nachrichten und ARD-Kontraste. Das bringt die Bundesregierung in schwere Erklärungsnöte. Wie konnten die Heckler- und Koch-Waffen ohne Genehmigung des Bundessicherheitsrats nach Libyen gelangen?  Die Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel", an der sich die IPPNW beteiligt, prüft rechtliche Schritte.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Kein Frieden mit Krieg und Gewalt

Das Nein der Bundesregierung zur Teilnahme am Krieg gegen Libyen haben wir begrüßt. Der Krieg der NATO zielte von Anfang an auf den Sturz des libyschen Machthabers Gaddafi. Statt des „Schutzes der Zivilbevölkerung“ standen wirtschaftliche und strategische Ziele im Vordergrund. Jahrelang haben Deutschland und andere europäische Staaten mit dem autoritären Regime zusammengearbeitet und Waffen geliefert. Wie die Stuttgarter Nachrichten heute berichten, wurden in Gaddafis Waffenarsenalen G36-Gewehre aus deutscher Produktion entdeckt. Wir fordern die Bundesregierung zu einer Erklärung auf, wie die Heckler & Koch-Waffen nach Libyen gelangt sind. mehr

Endgültiges Aus für Biblis B

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW begrüßt die Entscheidung, auf die Nutzung eines stillgelegten Atomkraftwerks als Reserve für mögliche Stromengpässe in zwei Wintern zu verzichten. „Damit ist nun endlich das absurde Sommertheater der Bundesnetzagentur um die angebliche Notwendigkeit der Atomenergie für die deutsche Stromversorgung vorbei“, so IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz. „Die Entscheidung bedeutet nun das endgültige Aus für die Atomkraftwerke Biblis B, Neckarwestheim-1, Philippsburg-1 und Isar-1. Das bedeutet eine weitere Minderung des nuklearen Risikos in Mitteleuropa und das werden wir feiern.“ mehr

Unabhängige Strahlenmessstellen in Fukushima

Die japanische Bevölkerung wird nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima ungenügend informiert. Das berichteten Aya Marumori und Wataru Iwata von der unabhängigen japanischen Messstelle Citizen´s Radioactivity Measuring Station (CRMS) in Fukushima auf einer Pressekonferenz der Ärzteorganisation IPPNW und der Gesellschaft für Strahlenschutz. Beide Organisationen unterstützen den Plan der japanischen Bürgerinitiative, unabhängige Messstationen in allen 47 Präfekturen Japan zu errichten (Projekt 47). Die IPPNW stellt für das Projekt 5.000 Euro zur Verfügung. Die erste Messstation in Fukushima hat die Arbeit bereits aufgenommen. mehr

Leukämierisiko im Umkreis von AKWs signifikant erhöht

Kleinkinder im Nahbereich von Atomkraftwerken haben ein um 44 Prozent erhöhtes Risiko an Leukämie zu erkranken. Das belegt eine heute im Strahlentelex veröffentlichte Metaanalyse des Wissenschaftlers Dr. Alfred Körblein. Die gemeinsame Auswertung von Daten aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz zeigt im 5 Kilometer-Bereich eine signifikant um 44 Prozent erhöhte Leukämierate gegenüber der Rate im Entfernungsbereich größer als 5 Kilometer(p=0,004). mehr 

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