Online-Version anzeigen

IPPNW NEWSLETTER

IPPNW-Newsletter vom 29.11.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

Rot-Schwarz will die Energiewende ausbremsen, die Bundeswehr als Interventionsarmee etablieren, Beschlüsse in der Abrüstungspolitik zunichtemachen und weiter auf Abschreckung gegenüber Flüchtlingen setzen. Wichtige Vereinbarungen zwischen CDU/CSU und SPD stellen einen Rückschritt im Vergleich zum Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Koalition dar.

Unsere IPPNW-Auswertung des Koalitionsvertrages kommt zu dem Schluss, dass von der großen Koalition in den nächsten vier Regierungsjahren nicht viel Gutes zu erwarten ist. Umso wichtiger werden die außerparlamentarische Opposition und unsere Arbeit für eine friedliche, atomtechnologiefreie und menschenwürdige Welt. Eine erste Gelegenheit bietet sich bei der Energiewende-Demo, morgen in Berlin. Seien Sie dabei!

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Anschlag auf die Energiewende und Rückschritte für den Frieden

Gefällt uns nicht: Der schwarz-rote Koalitionsvertrag.

Im Bereich der Energiewende sieht der Koalitionsvertrag die gesetzliche Festlegung eines drastisch reduzierten Ausbautempos der Erneuerbaren Energien vor. Der energiewirtschaftlich wichtige Zubau der preiswerten Windenergie an Land soll weitgehend unterbunden werden, während die energiewirtschaftlich bedeutungslose Offshore-Windkraft der Konzerne weiterhin großzügig vergütet werden soll. Für neue Solaranlagen soll die Möglichkeit der Netzeinspeisung zu wirtschaftlichen Bedingungen in wenigen Jahren beendet werden. mehr

Krieg macht krank

Bei jedem zweiten Bundeswehrsoldaten, der mit einer psychischen Störung vom Auslandseinsatz zurückkehrt, bleibt die Erkrankung unerkannt. Das geht aus einer neuen Studie der TU Dresden hervor.

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert nach dem Auslaufen des ISAF-Mandats den vollständigen Abzug deutscher Streitkräfte aus Afghanistan. Die heute veröffentlichte Studie zum Thema "Posttraumatische Belastungsstörungen bei Soldaten" der Technischen Universität Dresden zeigt einmal mehr: Krieg tötet nicht nur, er macht auch krank. „Verbesserte Voruntersuchungen von SoldatInnen auf psychische Risikofaktoren sind jedoch keine Lösung. Wirkliche Prävention besteht darin, sie nicht in diese Einsätze zu schicken“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst. mehr

Ohne russische Zustimmung kein Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland?

Junge Frau protestiert vor dem US-Atomwaffenstandort in Büchel, Foto: Hans-Dieter Hey

CDU, CSU und SPD schieben den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland auf die lange Bank. „Die Formulierung im Koalitionsvertrag ist eine Farce und ein Formelkompromiss. Deutschland versteckt sich hinter Russland und den USA. Ein selbstbewusstes Vertreten von deutschen Interessen ist hier nicht mehr zu erkennen“, erklärt Xanthe Hall, IPPNW-Abrüstungsreferentin und Sprecherin der Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“. Wie man es richtig macht, zeigte in dieser Woche das Parlament in den Niederlanden. Es beschloss am 19. November 2013 de facto, die „nukleare Teilhabe“ auslaufen zu lassen. Mehr lesen

Den Frieden lehren, nicht den Krieg

Die New Yorker Fotografin Nina Berman hat für die Ausstellung "Purple Hearts" US-Soldaten fotografiert, die im Irak-Krieg schwer verletzt wurden.

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW hat sich für die ersatzlose Aufkündigung von Kooperationen zwischen Bundeswehr und Schulministerien ausgesprochen. „Die Öffnung des Schulunterrichts für Programme der Bundeswehr ist mit einer Erziehung zu Frieden und Völkerverständigung nicht vereinbar“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst. Es stünde Deutschland knapp 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges gut an, nicht den Krieg, sondern den Frieden zu lehren. mehr

Strahlenschutzkommission nimmt viele Strahlenopfer in Kauf

IPPNW-Protest gegen mangelnden Katastrophenschutz zum Fukushima-Jahrestag in Hildesheim, Foto: IPPNW

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW begrüßt, dass die Strahlenschutzkommission bereit ist, den Katastrophenschutz um Atomkraftwerke auszubauen, kritisiert jedoch gravierende Mängel. So ist es inakzeptabel, dass dauerhafte Evakuierungen nur aus Gebieten durchgeführt werden sollen, in denen die Menschen nach einem Atomunfall mit einer jährlichen Strahlendosis von mindestens 50 Millisievert belastet sind. „Damit nimmt man billigend in Kauf, dass es nach einem Super-GAU zu großen Opferzahlen kommt“, so IPPNW-Arzt Reinhold Thiel. mehr

Newsletter

Abbestellen / Ändern