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IPPNW NEWSLETTER

IPPNW-Newsletter vom 30.01.2014

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

bei der Syrien-Konferenz haben sich Regierungsvertreter und Oppositionelle auf humanitäre Hilfe für die belagerte Bevölkerung der Stadt Homs geeinigt. Ein kleiner winziger Hoffnungsschimmer angesichts der äußerst zähen, schwierigen Verhandlungen. Der IPPNW-Vorstand hatte die Bundesregierung aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass bei der Konferenz alle am Krieg beteiligten inländischen und ausländischen Kräfte ohne Vorbedingungen einbezogen werden. Leider wurde der Iran auf Druck der USA wieder ausgeladen. Die innersyrische gewaltfreie Opposition wie etwa das Nationale Koordinationskomitee für Demokratischen Wandel in Syrien und die Bewegung „Den Syrischen Staat aufbauen“ sowie der Hohe Kurdische Rat waren von vornherein von einer Teilnahme an den Gesprächen ausgeschlossen.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Waffenstillstand und Verhandlungen ohne Vorbedingungen

Die Hilfsgüter des Roten Halbmondes gelangen nicht in alle Teile Syriens.

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW hat sich von der internationalen Syrien-Friedenskonferenz ("Genf-II") in Montreux nach fast drei Jahren Gewalt und Zerstörung konkrete Fortschritte im Hinblick auf ein Ende des Krieges, z.B. die Vereinbarung lokaler und regionaler Waffenstillstände erhofft. Sie forderte die Bundesregierung am 20. Januar 2014 auf, sich dafür einzusetzen, dass bei der Konferenz alle am Krieg beteiligten inländischen und ausländischen Kräfte ohne Vorbedingungen einbezogen werden. Ziel der Konferenz müsse ein demokratisches, multi-ethnisches und multi-religiöses Syrien sein.  Mehr

Internationale Tagung zu Fukushima und Tschernobyl

Die internationale Tagung "Folgen von Atomkatastrophen für Natur und Mensch" findet vom 4.-7. März 2014 in Arnoldshain bei Frankfurt statt.

Anlässlich von 3 Jahren Fukushima und 28 Jahren Tschernobyl veranstaltet die IPPNW in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau die internationale Tagung "Folgen von Atomkatastrophen für Natur und Mensch" vom 4.-7. März 2014 in Arnoldshain bei Frankfurt. Die Tagung, auf der sich Ärzte und Wissenschaftler aus Japan, Belarus, Deutschland, den USA, Frankreich und Großbritannien mit den Folgen der atomaren Katastrophen von Fukushima und Tschernobyl befassen, verspricht hochinteressant zu werden. Allein aus Japan konnten wir neun Referenten gewinnen, unter ihnen die in Japan bekannte Journalistin Oshidori Mako. Sie studierte Medizin und gilt seit der atomaren Katastrophe von Fukushima 2011 als eine der profiliertesten Berichterstatterinnen über die Folgen des Super-GAUs. Tepco-Vertreter fürchten ihre kritischen Fragen auf den Pressekonferenzen.  

IPPNW fordert mutige Schritte für die Ächtung von Atomwaffen

Atomkriegsuhr des "Bulletin of Scientists"

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW forderte die neue Bundesregierung einen Tag vor der ersten Debatte des neuen Bundestags zum Thema Atomwaffen auf, mutige Schritte für die Ächtung dieser Waffen zu wagen. Nach den jüngsten Verhandlungserfolgen mit Syrien und Iran zu Massenvernichtungswaffen ist die Zeit reif für einen Verbotsvertrag von Atomwaffen. Für B- und C-Waffen gibt es bereits solche Verbotsverträge. mehr

Privatisierung von URENCO vergrößert atomares Risiko

Mit Unterstützung von ROBIN WOOD und der IPPNW haben Jonathan Happ und Jean-Jacques Schwenzfeier eine Dokumentation über die Konferenz, die Risiken des Uranabbaus in Tansania erstellt.

Die Ärzteorganisation IPPNW und die Umweltorganisation Robin Wood fordern beim geplanten Verkauf der Urananreichungsanlage Gronau eine Beteiligung der Öffentlichkeit. „Dass ein privates Unternehmen die Kontrolle über eine Technologie erhalten soll, die zum Bau von Atombomben genutzt werden kann, ist ausgesprochen fragwürdig“, erklärt Dr. Alex Rosen, IPPNW. „Jeder Verkauf von Anteilen an Dritte vergrößert das Risiko einer Weiterverbreitung der militärisch bedeutsamen Urananreicherungstechnologie“, sagt Dirk Seifert von Robin Wood. Die Organisationen kritisieren, dass die Urananreicherungsanlage trotz des Atomausstiegs unbegrenzt weiterlaufen und Atomkraftwerke in aller Welt mit Brennstoff versorgen darf. mehr

Keine bewaffneten Drohnen für die Bundeswehr

Protest gegen Drohnen bei der Inauguration von Obama am 21.1.2013, Foto: Deborah Sweet, Flickr

Mit Besorgnis beobachtet die IPPNW die erneute Debatte um die Beschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr. Die Ärzteorganisation verurteilt den Einsatz bewaffneter Drohnen als ein weiteres Mittel, die Hemmschwelle militärischen Einsatzes niedriger zu legen. Zudem lehnt sie extralegale Tötungen durch Kampfdrohnen ab. Die IPPNW unterstützt alle vernünftigen Stimmen, die den Beginn internationaler Verhandlungen fordern mit dem Ziel, diese Waffengattung und ihre drohende weitere Entwicklung zu autonomen Killermaschinen weltweit zu bannen. Mehr lesen

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