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IPPNW NEWSLETTER

IPPNW-Newsletter vom 29.08.2014

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

über 500 Ärzte, Ärztinnen und Medizinstudierende aus 44 Ländern nehmen derzeit am 21. IPPNW-Weltkongress in Kasachstan teil. Hier testete die Sowjetunion über 40 Jahre lang ihr Atomwaffenarsenal. Atomtestopfer und ÄrztInnen aus der Region berichteten beim IPPNW-Kongress von den Folgen für Mensch und Umwelt. Die gesundheitlichen Folgen für die Menschen, die vom radioaktiven Fallout betroffen wurden, werden erst heute langsam verstanden. "Bis zu 1,5 Millionen Menschen waren direkt durch die Tests betroffen – Krebserkrankungen, Fehlbildungen und andere strahleninduzierte Krankheiten sind die direkte Folge. Das wahre Ausmaß der gesundheitlichen Effekte wird vermutlich nie bekannt werden", erklärte der stellvertretende IPPNW-Vorsitzende Dr. Alex Rosen. Lesen Sie auch die Blogbeiträge zum Weltkongress. Fotos finden Sie hier.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

IPPNW unterstützt Klage gegen Atomwaffenstaaten in Den Haag

Am 25. Juli 1946 zündete die US-Armee den „Baker“-Unterwasseratomtest in der Nähe des Bikini-Atolls mit einer Sprengkraft von 21.000 Tonnen TNT-Äquivalent. © U.S. Department of Defense

Die internationale Ärzteorganisation IPPNW unterstützt die Klage der Republik der Marshallinseln gegen die Atomwaffenstaaten vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Das gab die Organisation beim IPPNW-Weltkongress in Kasachstan zum Internationalen Tag gegen Atomtests bekannt. Ziel der Klage ist es, die Atomwaffenstaaten für die eklatante Verletzung des Völkerrechts und den Verstoß gegen den Atomwaffensperrvertrag zur Rechenschaft zu ziehen. mehr

Ärzteorganisation kritisiert Tabubruch deutscher Außenpolitik

Yezidische Flüchtlinge im Newroz-Camp nahe Al Quamishli, Foto: UNHCR

Ausgerechnet am Antikriegsstag wird sich der Deutsche Bundestag zu einer Sondersitzung treffen, um über deutsche Waffenlieferungen in die umkämpften Gebiete des Iraks zu debattieren. Die IPPNW hat die Waffenlieferungen als erneuten Tabubruch deutscher Außenpolitik kritisiert. "Mit dieser Entscheidung konterkariert die Bundesregierung ihr Versprechen einer zurückhaltenderen Waffenexportpolitik und ignoriert einmal mehr den Willen der Bevölkerung, die sich laut einer Forsa-Frage zu fast zwei Dritteln gegen Waffenlieferungen ausgesprochen hat", erklärt die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst. Deutschland werde so zur Kriegspartei in einem Land, dessen Bevölkerung seit Jahrzehnten schreckliche Gewalterfahrungen machen muss, insbesondere seit dem Irakkrieg der USA und ihrer Unterstützer 2003. Lesen Sie mehr...

Friedenslogik statt Kriegslogik fördern

Yeziden auf einer Demonstration in Köln, Foto: Flickr, strassenstricke.net

Anlässlich der Gewalteskalation im Irak fordert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW die Bundesregierung auf, die humanitäre Hilfe drastisch aufzustocken, anstatt Waffen und Rüstungsgüter in die Region zu liefern. Das betrifft auch Waffenlieferungen an Saudi-Arabien und Katar. Rüstungsexporte an Konfliktbeteiligte verstoßen gegen die gültigen Richtlinien für Waffenexporte und würden zu einem weiteren Präzedenzfall für spätere Konflikte. Die Bundesregierung müsse zudem auf die Türkei einwirken, Waffenlieferungen an islamische Dschihadisten zu verhindern. Notwendig sei die zügige Einrichtung humanitärer Korridore zwischen den Truppen des "Islamischen Staats" (IS), den Flüchtenden und anderen Teilen des Iraks durch die UN. mehr ...

Petition "Stopp der Waffenlieferungen in Krisengebiete und Förderung gewaltfreier Konfliktbearbeitung"

Radtour durch Kasachstan für Frieden und Abrüstung

IPPNW-Studierende auf dem Atomwaffengelände in Semipalatinsk, Foto: IPPNW

19 junge IPPNW-MedizinerInnen aus acht verschiedenen Ländern (Kenia, Kasachstan, Nepal, Indien, Deutschland, USA, Estland, Österreich) starteten am 14. August 2014 ihre knapp 800 Kilometer lange Radtour von Semey nach Astana, um für Frieden und Abrüstung zu werben. Im ehemaligen Semipalatinsk (seit 2007 heißt die Stadt Semey) haben sie das Atomwaffentestgelände und das onkologische Gesundheitszentrum besucht, um sich über Krebsraten und die gesundheitlichen Folgen der Atomwaffentests zu informieren. Sie trafen sich mit dem stellvertretenden Bürgermeister von Semey und hielten eine Pressekonferenz mit lokalen und nationalen MedienvertreterInnen aus Kasachstan ab. Lesen Sie mehr ...

IPPNW zum Gaza-Krieg: Stopp aller Waffenexporte

Gaza im Juli 2014/Photo: Iyad al Baba/Oxfam, creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0

Endlich ist eine Waffenruhe für Gaza in Kraft getreten. Die IPPNW hatte in einer Erklärung vom 7. August 2014 ein anhaltendes Schweigen der Waffen in der Konfrontation in und um Gaza gefordert und von der Bundesregierung und den EU-Staaten verlangt, mehr Druck auf alle beteiligten Kriegsparteien auszuüben. Um einer weiteren Ausweitung der schon bestehenden humanitären Katastrophe Einhalt zu gebieten, forderte die IPPNW zudem ein komplettes Waffenembargo für alle am israelisch-palästinensischen Konflikt direkt beteiligten Kriegsparteien und ein Aussetzen des EU-Assoziierungsabkommens. Lesen Sie mehr ...

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