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Newsletter der IPPNW | Fukushima-Newsletter vom 11.01.2012

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IPPNW

Fukushima-Newsletter vom 11.1.2012

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

die japanische Regierung verkündete am 16. Dezember letzten Jahres, das havarierte Atomkraftwerk Fukushima sei wieder unter Kontrolle. Man habe eine sogenannte "kalte Abschaltung" erreicht. Doch damit ist lediglich gemeint, dass das Wasser im Reaktor unter 100 Grad Celsius gesunken ist und nicht mehr kocht. Fachleute verweisen darauf, dass geschmolzene Brennstäbe, die sich durch die Druckbehälter gebrannt haben und Temperaturen von mehreren Tausend Grad aufweisen, nicht kontrollierbar und von einem sicheren Zustand weit entfernt sind. Weitere Kettenreaktionen ließen sich nicht ausschließen.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Reaktion auf Fukushima "konfus" und "fehlerhaft"

Die Reaktionen der zuständigen Stellen auf die Atomkatastrophen von Fukushima waren "konfus" und "fehlerhaft". Das stellt der Bericht einer im Mai 2011 von der japanischen Regierung eingesetzten Untersuchungskommission unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Yotaro Hatamura fest, der am 26. Dezember 2011 in Tokio veröffentlicht worden ist. Dem Bericht zufolge war das Personal des Kraftwerkbetreibers Tepco nicht dafür ausgebildet, in den Anlagen von Fukushima Notlagen wie einen Stromausfall nach dem Tsunami zu bewältigen. Fälschlicherweise sei zudem angenommen worden, dass ein Notkühlsystem funktioniere. Der Tsunami hatte jedoch auch die Notgenerationen zustört und schließlich war es zu Kernschmelzen gekommen. (Strahlentelex Nr. 600-601/2012)

Ionisierende Strahlen und Gesundheit

Der japanische Radiologe und Facharzt für Lungenkrankheiten Dr. Eisuke Matsui hat im Rahmen des Hiroshima-Nagasaki-Peace Study Courses am 4. Januar 2012 in der Beuth Hochschule für Technik Berlin über die Gefährdung durch ionisierende Strahlen referiert. In großer Sorge um die Gesundheit der japanischen Bevölkerung hat er im Dezember 2011 gemeinsam mit Bürgern und Wissenschaftlern die Association for Citizens and Scientists Concerned about Internal Radiation Exposures (ACSIR) gegründet. Die Unterzeichner fordern wissenschaftliche Studien über die Gesundheitsfolgen interner ionisierender Strahlung sowie die Informierung der Öffentlichkeit.

Neue Grenzwerte für Lebensmittel angekündigt

Dem japanischen Gesundheitsministerium sind neue Grenzwerte für Lebensmittel vorgeschlagen worden, die voraussichtlich ab April 2012 gelten sollen. Das meldete die japanische Zeitung Asahi am 20. Dezember 2011. Demnach sollen der Empfehlung eines für Lebensmittelsicherheit zuständigen Gremiums des Gesundheitsministeriums zufolge für Radiocäsium für Lebensmittel allgemein künftig 100 Becquerel pro Kilogramm anstatt bisher 500 Bq/kg zulässig sein und für Milch und Säuglingsnahrung künftig 50 anstatt bisher 200 Bq/kg. In Trinkwasser sollen es künftig 10 anstatt bisher 200 Bq/kg sein dürfen. Mit dem Verzehr derart belasteter Lebensmittel will man künftig eine Personendosis von jährlich 1 Millisievert anstatt bisher 5 Millisievert erreichen. (Aus dem Strahlentelex Nr. 600-601/2012)

Radioaktives Cäsium in Baby-Milchpulver

Flickr, Genpatsu yamero!

Erstmals seit Beginn der Atomkatastrophe in Fukushima ist in Japan Medienberichte zufolge radioaktives Cäsium in Milchpulver für Babys festgestellt worden. Nach Informationen der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo vom 6. Dezember 2011 wurde in einer Probe des Nahrungsmittelherstellers Meiji Radiocäsium in einer Menge von 30,8 Becquerel pro Kilogramm gefunden. Wie das Isotop in das Milchpulver gelangte, sei noch unklar. Das Unternehmen selbst vermute jedoch, dass es auf die Atomruine in Fukushima zurückzuführen sei, meldete Kyodo unter Berufung auf "informierte Kreise". Die Höhe der Belastung des Milchpulvers liege jedoch deutlich unter dem von der Regierung festgesetzten Grenzwert von 200 Becquerel pro Kilogramm. (aus Strahlentelex Nr. 600-601/2012). Bestellen Sie ein Probeexemplar

14.000 Tote in den USA?

Kürzlich ging die Meldung durch die Medien, Wissenschaftler hätten festgestellt, dass in den ersten Wochen nach dem Unfall von Fukushima in den USA circa 14.000 Menschen mehr gestorben seien als erwartet, darunter circa 800 Kinder unter einem Jahr. Bei der Durchsicht der Arbeit zeigte sich jedoch, dass der vermeintliche Effekt ein Artefakt ist: Nach Fukushima wurden von den Autoren die Daten aus 119 Städten in die Studie einbezogen, in der Zeit davor aber nur 104 Städte. Mit den offiziellen Daten für insgesamt 122 Städte ist kein Fukushima-Effekt erkennbar. Bestellen Sie ein Probeexemplar des aktuellen Strahlentelex und lesen Sie den vollständigen Artikel von Alfred Körblein.