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IPPNW NEWSLETTER

IPPNW-Newsletter vom 02.03.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

laut der UNO sind im Krieg in der Ostukraine bisher mehr als 6.000 Soldaten und Zivilisten ums Leben gekommen. Das Minsker Abkommen über Waffenstillstand und Abzug der schweren Waffen bietet jetzt die Hoffnung auf ein Ende des Blutvergießens und auf Friedensverhandlungen. Ob die Beschlüsse allerdings zum dauerhaften Schweigen der Waffen führen werden, ist unsicher. Unter dem Motto "Wir weigern uns, Feinde zu sein" (We #refusetobeenemies) hat die IPPNW eine Social-Media-Kampagne gestartet. Auf Facebook und Twitter oder per Email kann sich jeder beteiligen. Drucken Sie das Plakat aus, machen Sie ein Foto von sich und teilen Sie es in den sozialen Netzwerken. Werden Sie aktiv und helfen Sie uns, diese Aktion bekannt zu machen.

Und noch eine Bitte: Unterstützen Sie unsere Fukushima-Anzeige, die zum 4. Jahrestag der atomaren Katastrophe von Fukushima am 11. März 2015 in der Süddeutschen Zeitung erscheinen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Chance auf Frieden in der Ukraine nicht aufs Spiel setzen

Ein Kind im nicht offiziellen Flüchtlingscamp Xanki. Foto: Sakine Kizilhan

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW sieht in dem Minsker Abkommen eine Chance, einer friedlichen Lösung im Ukraine-Konflikt näher zu kommen. Diese sollte jetzt auf keinen Fall und von keiner Seite aufs Spiel gesetzt werden. "Forderungen nach weiteren Sanktionen, Waffenexporten oder sonstiger Militärhilfe würden den fragilen Weg einer Deeskalation gefährden und das Leid der Menschen in der Ukraine vergrößern ", erklärte die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst. Lesen Sie mehr

    IPPNW-Anzeige zum Fukushimajahrestag

    "Fukushima mahnt"-Demonstration 2011

    Die ganzseitige Tschernobyl-Fukushima-Anzeige in einer großen überregionalen Zeitung ist eine IPPNW-Tradition. Tschernobyl jährt sich am 26. April zum 29., Fukushima am 11. März zum 4. Mal. Die Folgen beider Katastrophen für Mensch und Natur bestehen unvermindert fort. In Japan wird jetzt die befürchtete Zunahme der strahlenbedingten Erkrankungen deutlich. In Deutschland führte der Supergau von Fukushima zum Atomausstiegsbeschluss. Acht Reaktoren wurden stillgelegt, neun sind aber noch in Betrieb und produzieren Tag für Tag Atommüll, von dem niemand weiß, wie er „entsorgt“ werden soll. Machen Sie mit, unterschreiben und spenden Sie für die Anzeige, die am 11. März 2015 voraussichtlich in der Süddeutschen Zeitung erscheinen soll.

    Mit Waffen kann man keinen Frieden erzwingen

    Demozug zur Sicherheitskonferenz 2014 in München, www.sicherheitskonferenz.de

    Die IPPNW hat sich an den Protesten gegen die Münchner Sicherheitskonferenz Anfang Februar beteiligt. "Wir sind besorgt über die Äußerungen des Leiters der Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger. Mit Waffen kann man keinen Frieden erzwingen", kritisierte die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst. Stattdessen seien friedenspolitische Antworten, wie sie zum Beispiel bei der alternativen "Friedenskonferenz" in München diskutiert wurden, dringend notwendig. Die Außen- und Verteidigungsminister sollten sich für einen Waffenstillstand und eine Abfolge deeskalierender Maßnahmen einsetzen. Mehr

    Friedensfilmpreis 2015: The Look of Silence

    30 Jahre Friedensfilmpreis. Das Bild entstand 2002 durch eine Assistentin des Künstlers Otmar Alt. Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers.

    Der 30. Friedensfilmpreis 2015 ging an den Film "The Look of Silence" von Joshua Oppenheimer. Mehr als eine Million Menschen wurden in Indonesien nach dem Militärputsch von 1965 grausam und willkürlich umgebracht. Verbrechen, die nie aufgearbeitet, noch geahndet wurden. Über die Täter drehte Joshua Oppenheimer bereits den preisgekrönten Dokumentarfilm „The Act of Killing“. In seinem neuen Film „The Look of Silence" wechselt er die Perspektive. Adi, der Bruder eines der Ermordeten, sucht den Kontakt mit den Tätern und befragt sie zu ihren Taten. Oppenheimer gelingt es auf ergreifende Weise ein gesellschaftliches Tabu aufzubrechen. Daraus entstand ein Film über die Abgründe menschlicher Grausamkeit und über die hoffentlich ebenso große Fähigkeit zur Versöhnung. Die IPPNW ist Schirmherrin des Friedensfilmpreises.

    „AKW und Brennelementefabrik Lingen sofort stilllegen“

    Urandioxid für die Brennelementefabrik in Lingen. Aufgenommen von SofA im Sommer 2012.

    Die Ende November 2014 von Anti-Atomkraft-Initiativen, Umweltverbänden und der Ärzteorganisation IPPNW auf den Weg gebrachte Resolution zur sofortigen Stilllegung des Atomkraftwerks Lingen II sowie der benachbarten Brennelementefabrik wird inzwischen von 120 Organisationen und Verbänden unterstützt. Lesen Sie mehr.

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