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IPPNW NEWSLETTER

IPPNW-Newsletter vom 27.04.2012

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

die Menschen in der Ukraine haben gestern der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gedacht. Angehörige und Überlebende entzündeten Kerzen an einem Mahnmal in Slawutytsch, ein Ort für Menschen, die aufgrund der radioaktiven Verseuchung ihre Dörfer verlassen mussten. Gestern wurde zudem der Bau eines riesigen Sarkophags begonnen, der die Überreste des Atomkraftwerks ummanteln soll. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, bezweifelt die Sinnhaftigkeit dieses Mammut-Projekts. Seiner Meinung nach ist das radioaktive Inventar bereits bei der Explosion vor 26 Jahren in die Atmosphäre gelangt.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

IPPNW verlangt Informationen über frühe Gesundheitsfolgen

Anlässlich des Jahrestages von Tschernobyl und der Atomkatastrophe in Fukushima vor gut einem Jahr fordert die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW mehr offizielle Informationen über gesundheitliche Folgen in Japan. Die deutsche Bundesregierung solle die japanische Regierung um die Übermittlung entsprechender Erkenntnisse ersuchen. "Aufgrund der Erfahrungen von Tschernobyl ist zwar erst ab 2014/2015 eine Zunahme von Schilddrüsenkrebs und Leukämie bei Kindern zu befürchten, doch schon jetzt müssten der japanischen Regierung Erkenntnisse vorliegen, ob bestimmte Erkrankungen, Fehlbildungen und Todesfälle bei Neugeborenen gravierend zugenommen haben", betont der frühere Chefarzt der Herforder Kinderklinik, Winfrid Eisenberg. Mehr

Globales Wettrüsten um militärische Fähigkeiten von Atomwaffen

Hans Kristensen, Atomwaffenexperte der Vereinigung „Federation of American Scientists“ warnte während seines Besuches in Berlin vor den Folgen eines globalen Wettrüstens um die  militärischen Fähigkeiten von Atomwaffen. "Alle Atomwaffenstaaten modernisieren ihre Atomwaffen", sagte Kristensen. "Das Wettrüsten dreht sich nicht mehr um die Zahl der Atomwaffen, sondern um ihre Fähigkeiten". Mehr

Regionaler Atomkrieg führt zu globaler Hungersnot

Ein regionaler Atomkrieg mit weniger als 100 Atomwaffen würde das Klima und die landwirtschaftliche Produktion so gravierend verändern, dass mehr als eine Milliarden Menschenleben gefährdet wären. Das ist das Ergebnis einer am 24. April 2012 in Chicago veröffentlichten Studie der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW). Mehr

Friedens- statt Kriegspolitik im Irankonflikt

Die IPPNW hat am vergangenen Sonntag auf ihrem Jahrestreffen in Braunschweig die deutsche Bundesregierung aufgefordert, jede Beteiligung an einem Krieg gegen den Iran öffentlich auszuschließen. „Stoppen Sie die Eskalation der Sanktionen gegen das Land, da sie vor allem die Zivilbevölkerung treffen und nach allen bisherigen Erfahrungen eher zur Verhärtung der Fronten und gewaltsamen Zuspitzung als zu einer Lösung des Konflikts führen werden“, heißt es in der Erklärung weiter.
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Westliche Militärinterventionen beenden

Ärztinnen und Ärzte der IPPNW haben auf ihrem Jahrestreffen im Braunschweiger Ärztehaus ein Ende der westlichen Militärinterventionen von Irak, Libyen bis Afghanistan sowie ein Verbot militärischer Eingriffe in Syrien gefordert. Sie verabschiedeten eine Resolution zur Friedenspolitik, in der sie sich auch für Verhandlungen im Israel-Iran Konflikt sowie eine strikte Ablehnung israelischer und/oder US-amerikanischer Bombardierung aussprachen. Mehr

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