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IPPNW NEWSLETTER

IPPNW-Newsletter vom 26.06.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

am morgigen Samstag gibt es Grund zur Freude: Das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld geht endgültig vom Netz. Die verbleibenden acht Atomkraftwerke bleiben allerdings weiterhin ein großes Sicherheitsrisiko. Wir halten ihren Weiterbetrieb aus ärztlicher Sicht für nicht verantwortbar - wegen der Gefahr eines erneuten Super-GAUs, des weltweit ungelösten Atommüllproblems und des Risikos der Weiterverbreitung von Atomtechnologie. Die IPPNW fordert den schnellstmöglichsten Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie. Lesen Sie mehr im folgenden Newsletter.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Noch acht Abschaltungen bis zum Atomausstieg

„Kernkraftwerk Grafenrheinfeld 4“ von Rainer Lippert - Eigenes Werk. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kernkraftwerk_Grafenrheinfeld_4.jpg

Die Ärzteorganisation IPPNW begrüßt die bevorstehende endgültige Abschaltung des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld als einen weiteren Schritt auf dem langen Weg zu einem endgültigen und unumkehrbaren Atomausstieg. „Damit ist die Gefahr eines Super-GAUs in Grafenrheinfeld, wie er im Buchklassiker Die Wolke beschrieben wird, geringer geworden", erkärt Dr. Alex Rosen, stellvertretender IPPNW-Vorsitzender. Die 193 abgebrannten Brennelemente aus dem Reaktorkern und den Lagerbecken müssen allerdings noch viele weitere Jahre permanent gekühlt werden. Lesen Sie mehr

      ÄrztInnen kritisieren Waffenexporte in Krisen- und Kriegsregionen

      Protest gegen Waffenexporte des Bündnisses "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel" vor dem Deutschen Bundestag 2014, Foto: IPPNW

      Die Bundesregierung genehmigt weiterhin Waffenexporte in Krisen- und Kriegsregionen, kritisiert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW. Obwohl Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel eine restriktivere Rüstungsexportpolitik versprochen hat, gehen 77 % der Kriegswaffen in sogenannte „Drittländer". Allein die Staaten des Mittleren Ostens und Nordafrikas erhielten Genehmigungen für Rüstungseinkäufe im Wert von 1,342 Mrd. Euro. Mehr

        Die Gefahr einer atomaren Eskalation steigt

        „Minuteman III" im Silo 1989“. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Minuteman_III_in_silo_1989.jpg

        Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW appelliert angesichts des verbalen Säbelrasselns im Konflikt zwischen Russland und der NATO an Außenminister Steinmeier, sich für die Sicherung der bestehenden „Grundpfeiler der europäischen Sicherheit“, insbesondere der NATO-Russland-Grundakte, sowie der KSE- und INF-Verträge einzusetzen. Die IPPNW ist zutiefst besorgt, dass diese Grundpfeiler weiter erodieren. Mehr

        Deutsche Ärzte-Delegation fordert Stopp der drastischen Sparpolitik

        Solidaritätsreise des vdää nach Griechenland, Foto: vdää

        Deutsche Ärztinnen und Ärzte fordern die Bundesregierung auf, die Austeritätspolitik zu stoppen. Der griechischen Regierung soll die Möglichkeit gegeben werden, der humanitären Katastrophe in ihrem Land zu begegnen. Der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte (vdää) hat vom 3.-6. Juni 2015 eine Delegationsreise nach Athen organisiert. Die 25 Mitglieder des vdää und der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung) waren über das Ausmaß der humanitären Krise in Griechenland schockiert: Sparpolitik und die darauf folgende grassierende Arbeitslosigkeit haben jeden dritten Griechen aus der Krankenversicherung ausgeschlossen. mehr

        IPPNW warnt vor Risiken eines Weiterbetriebs des AKW Saporischschja

        Zaporozhje AES, Original uploader Maxim Gavrilyuk, uk.wikipedia; transferred to Commons by User:ChNPP using CommonsHelper. Lizenziert unter GFDL über http://commons.wikimedia.org

        Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW hat anlässlich der anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine vor den Risiken für das Atomkraftwerks Saporischschja und das angegliederte Zwischenlager für atomare Brennstäbe gewarnt. „Atomenergie ist immer gefährlich, aber in Kriegszeiten ist sie unmittelbar existenzgefährdend. Weder ein Atomkraftwerk noch ein atomares Zwischenlager könnten im Ernstfall wirksam vor kriegerischen Einwirkungen geschützt werden,“ so IPPNW-Vorstandsmitglied Dr. med. Alex Rosen. mehr

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