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IPPNW NEWSLETTER

IPPNW-Newsletter vom 31.07.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

am 6. und 9. August jähren sich die Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki zum 70. Mal. Ausgerechnet jetzt verabschiedet sich Japan vom Pazifismus. 70 Jahre nach Kriegsende beschließt das japanische Unterhaus eine völlige Neuausrichtung der Sicherheitspolitik. Auslandseinsätze des Militärs sollen künftig möglich werden. Laut einer von NHK veröffentlichten Umfrage lehnen 61 Prozent der Bevölkerung die Militärreform ab. Die Gesetzesänderung ist sicherlich ein Rückschlag für die Friedensbewegung, doch es gibt auch eine positive Entwicklung: Die Einigung über das iranische Atomprogramm ist ein großer Fortschritt im Hinblick auf unsere Forderung nach einem massenvernichtungswaffenfreien Nahen und Mittleren Osten. Lesen Sie mehr dazu in unserem Newsletter.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Katastrophale humanitäre Folgen der Atombombenabwürfe dauern an

Atompilz über Hiroshima, eine Stunde nach dem Abwurf der Atombombe am 6. August 1945, Foto: US-Armee

Anlässlich der 70. Jahrestage der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki erinnert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW an die verheerenden humanitären Folgen, die bis zum heutigen Tag andauern. Die ÄrztInnen appellieren an die deutsche Bundesregierung, die von der österreichischen Regierung ins Leben gerufene sogenannte "Humanitäre Initiative" zu unterzeichnen, die sich für ein Verbot von Atomwaffen ausspricht. „Es ist im Interesse des Überlebens der Menschheit, dass Atomwaffen unter keinen Umständen wieder eingesetzt werden,“  heißt es in der gemeinsamen Erklärung von 159 Staaten. Lesen Sie mehr

      Iran-Atomdeal: Diplomatie siegt über militärische Konfrontation

      Protest gegen Waffenexporte des Bündnisses "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel" vor dem Deutschen Bundestag 2014, Foto: IPPNW

      Die Internationale IPPNW begrüßt die vom Iran und den USA bekannt gegebene Einigung über das iranische Atomprogramm aus mehreren Gründen. Die Bedingungen des Abkommens, die mehr als 20 Monate zwischen dem Iran und sechs weiteren Staaten verhandelt wurden, sind für die internationale Gemeinschaft Garant, dass der Iran seine Verpflichtungen aus dem Nichtverbreitungs-Vertrag weiterhin einhält. Bis heute befinden sich keine Atomwaffen im Iran und die Zustimmung zu dem Abkommen macht es noch unwahrscheinlicher, dass der Iran sie erlangt. Der US-Senat, der auf sein Recht beharrte, das Abkommen zu ratifizieren, muss nun verantwortungsvoll und ohne Verzögerung oder Parteitaktiken handeln.

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        Warnung vor einem Atomkrieg ist mehr als aktuell

        „Minuteman III" im Silo 1989“. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Minuteman_III_in_silo_1989.jpg

        Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW erinnert anlässlich der Veröffentlichung des „Russell-Einstein-Manifests“ vor 60 Jahren, am 9. Juli 1955, an die wieder wachsende Gefahr, die von den Atomwaffen für die Menschheit ausgeht. Der Philosoph Bertrand Russell und der Physiker Albert Einstein warnten damals gemeinsam mit neun weiteren namhaften Wissenschaftlern vor den Gefahren eines Krieges mit Nuklearwaffen. Sie forderten die Regierungen der Welt auf, im Zeitalter der Atomwaffen gemeinsame Wege für eine friedliche Lösung all ihrer Kontroversen zu finden.

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        Atom-Protest auf dem höchsten Gipfel Afrikas

        Solidaritätsreise des vdää nach Griechenland, Foto: vdää

        AtomkraftgegnerInnen und FriedensaktivistInnen haben den Kilimandscharo bestiegen - aus Protest gegen Uranabbau, Atomprogramme und Atomwaffen. Begleitet wurden sie von einem deutschen Videoteam. Die tansanische Regierung plant den Beginn mehrerer Tagebauminen, um zu einer der weltweit größten Uranexport-Nationen aufzusteigen. Uran wird als Treibstoff für Atomkraftwerke oder als Ausgangsmaterial von Atomwaffen benötigt. Damit findet es nahezu keine Verwendung in Afrika.

        Grundrechte und Hilfebedarf minderjähriger Flüchtlinge in den Vordergrund stellen

        Zaporozhje AES, Original uploader Maxim Gavrilyuk, uk.wikipedia; transferred to Commons by User:ChNPP using CommonsHelper. Lizenziert unter GFDL über http://commons.wikimedia.org

        Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin und die deutsche Sektion der IPPNW haben als Ergebnis der Konferenz "Best Practice for Young Refugees" eine Berliner Erklärung veröffentlicht. Gemeinsam mit weiteren UnterstützerInnen fordern sie die Einhaltung der körperlichen und psychischen Unversehrtheit und die Wahrung der Menschenwürde der jungen Flüchtlinge bei allen Maßnahmen zur Alterseinschätzung. Sie betonten, dass die biologische Reife im Vergleich zum chronologischen Alter eine hohe Schwankungsbreite aufweise, so dass Altersschätzungen auf ihrer Basis sehr ungenau seien und häufig falsch interpretiert würden. Die Anwendung ionisierender Strahlen außerhalb einer medizinischen Indikation lehnen sie ab.

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