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IPPNW NEWSLETTER

IPPNW-Newsletter vom 29.10.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

Deutschland liefert Waffen an die Kurden, Russland fliegt Luftangriffe in Syrien und die USA erwägen sogar, Bodentruppen zu entsenden. Derweil wird der Ton in der Flüchtlingsfrage immer rauer. Seit unserer IPPNW-Konferenz "Unser Rezept für Frieden: Prävention" ist die Welt weiter aus den Fugen geraten. Die vielen interessanten Vorträge, lebhaften Diskussionen in den Workshops oder die ein oder andere persönliche Begegnung auf der Konferenz wirken noch nach. Wenn Sie persönlich nicht dabei sein konnten, können Sie sich die vorhandenen Manuskripte auf der Dokumentationsseite herunterladen oder unsere Abschlusserklärung nachlesen. Zudem hat Graswurzel-TV einen Konferenz-Film und einen Film über unsere Aktion im Frankfurter Bankenviertel gedreht.

Apropos Aktion: Am morgigen Weltspartag finden Proteste gegen Investionen deutscher Finanzinstitute in Atomwaffentechnologie statt. Wie Sie sich beteiligten können, erfahren Sie in diesem Newsletter.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

Keine Waffenlieferungen in Kriegsgebiete

Kinder vor zerstörten Panzern im Irak, Foto: K. Vartarnian

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung auf, keine weiteren Waffen in den Irak oder in die Region zu liefern. Deutschland solle sich stattdessen dafür einsetzen, die Kriege im Irak und Syrien nicht militärisch, sondern politisch zu lösen, indem es sich in beiden Ländern für eine Aussöhnung der verfeindeten Bevölkerungsgruppen einsetze. Alle Konfliktparteien müssten an den Verhandlungstisch geholt werden, um lokale und regionale Waffenruhen sowie Friedensverhandlungen vorzubereiten. Lesen Sie mehr

Spar Dir den Atomkrieg

www.atombombengeschaeft.de

Anlässlich des Weltspartags am 30. Oktober fordert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW die Banken im Rahmen der Kampagne "Atomwaffen - ein Bombengeschäft" auf, sich aus der Finanzierung von Atomwaffentechnologie zurückzuziehen. Zehn deutsche Finanzinstitute investieren Milliarden in Firmen, die Atomwaffenkomponenten oder Trägersysteme herstellen, entwickeln oder produzieren. Lesen Sie mehr

      Ärzteversammlung fordert Abschaffung der Atomwaffen

      Mitgliedsländer der WMA. Foto: World Medical Association [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

      Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW begrüßt die Erklärung des Weltärztebunds, die weltweite Abschaffung von Atomwaffen zu fordern. In Moskau verabschiedeten die Delegierten eine Resolution, die die Entwicklung, die Produktion, das Testen sowie den Einsatz von Atomwaffen bzw. seine Androhung verurteilt. Sie forderten alle Regierungen auf, sich für die Abschaffung von Atomwaffen einzusetzen. Bereits ein begrenzter Atomkrieg würde das weltweite Klima verändern und eine globale Hungersnot auslösen. mehr

        Krankenhäuser werden zum Kriegsschauplatz umfunktioniert

        In Cizre wurde bei der kompletten Abriegelung durch türkische Sicherheitskräfte gezielt die zivile Infrastruktur zerstört. Foto: IPPNW

        Im Vorfeld der Wahlen hat Anfang Oktober eine 15-köpfige Delegation mit Politikern, JournalistInnen, ÄrztInnen, Menschenrechtlern und Gewerkschaftern aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden kurdische Städte in der Türkei besucht. Die türkische Regierung hat ganze Städte und Regionen im Südosten der Türkei zu „Sicherheitszonen“ erklärt und wiederholt totale Ausgangssperren verhängt, die bis zu einer Woche andauern können. Während der jeweiligen Ausgangssperre fahren Panzer und gepanzerte Wagen mit sog. Spezialkräften in die Städte, die auf alles schießen, was sich auf den Straßen bewegt. Das Ausmaß der Zerstörung ist verheerend. Die Zivilbevölkerung  kann sich nicht mit Nahrung versorgen, zentrale Wasserleitungen und Elektrizitätsleitungen werden bombardiert und zerstört, die Internetnetze gekappt. Lesen Sie mehr

        Verhandlungen, Dialog und Versöhnung statt Konfrontation

        Mahnwache der Frauen in Schwarz in Jerusalem gegen die israelische Besatzung, Foto: privat

        Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier in einem Schreiben aufgefordert, sich gegenüber seinem israelischen Amtskollegen sowie dem Außenminister der Palästinensischen Autonomiebehörde dafür einzusetzen, die Gewaltspirale in Ostjerusalem und im Westjordanland zu stoppen. Steinmeier solle beide Regierungen auffordern, Berichte über "exzessive Gewaltanwendung" zu untersuchen. Es sei an der Zeit, dass die internationale Gemeinschaft ihrer Verantwortung gerecht werde. "Die israelische Regierung muss die Besatzung endlich beenden in Übereinstimmung mit den Resolutionen des UN-Sicherheitsrates. Die Politik der Konfrontation durch Verhandlungen, Dialog und Versöhnung zu ersetzen, ist der einzige Weg für Frieden zwischen Israelis und Palästinensern", heißt es in dem Brief. Lesen Sie mehr

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